Berufsbild Frühpädagogik – Teil 6: Warum die Ausbildung akademisieren?


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11.03.2015 607 Leser 4 Debatten 359 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 27 Sekunden
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Mehr als 40 Studiengänge, die speziell für die frühkindliche Erziehung ausbilden, gibt es mittlerweile an Fachhochschulen, Universitäten oder pädagogischen Hochschulen in Deutschland.

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Welche Studiengänge gibt es?

Die meisten wurden in den letzten zehn Jahren ins Leben gerufen und werden mit dem Bachelor abgeschlossen. Daneben gibt es ein paar Masterstudiengänge sowie berufsbegleitende Angebote. In der Regel ist das Abitur Voraussetzung für das Studium, an einigen Hochschulen reicht jedoch auch die Fachhochschulreife.

Traditionell gibt es aber zahlreiche Vorurteile gegen die akademisierte Erzieher-Ausbildung, nach dem Motto „Was unterscheidet eine Laterne, die von einer ausgebildeten Erzieherin gebastelt wurde, von einer, die eine Akademikerin gemacht hat?“ Bildung beginnt nach diesem Verständnis eben erst mit der Schule.

Das Verständnis der frühkindlichen Bildung

Das zeigt schon die Bezeichnung, die die Vorschuleinrichtungen haben: Deutsche Kleinkinder besuchen Beteuungseinrichtungen wie Kindergarten oder Hort. Der Besuch ist freiwillig, kostet aber Geld. Erst der Schulbesuch ist Pflicht und gebührenfrei. In Frankreich gehen die Kinder hingegen in die école maternelle und in Schweden in die Vorschule.

Doch seit der PISA-Studie ist das deutsche Bildungssystem in die Kritik geraten – vor allem die frühkindliche Bildung. Im internationalen Vergleich wurde nämlich deutlich: Alle großen EU-Staaten wie Spanien, Frankreich, Italien oder Großbritannien verlangen auch Kindergärten und Vorschulen bereits ein pädagogisches Konzept ab und geben überprüfbare Bildungsstandards in fünf Kernbereichen – Sprache, Mathematik, Sport, künstlerische und naturwissenschaftliche Früherziehung – sowie Evaluationsverfahren zur Bewertung der Entwicklungsfortschritte der Kinder vor.

Deutschland: Nur allgemeine Zielsetzungen

In Deutschland hingegen beschränkt man sich auf eher allgemein formulierte Zielsetzungen wie die „soziale und emotionale, körperliche und geistige Entwicklung“ des Kindes. Und auch bei der Ausbildung gibt es Unterschiede: Erzieherinnen werden in fast allen europäischen Ländern auf Hochschulniveau ausgebildet – nicht aber in Deutschland!

Dabei hat die Forschung längst bestätigt, wie wichtig eine anspruchsvolle Bildung gerade in den ersten sechs Lebensjahren ist. Dennoch besuchen nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die von der Robert Bosch Stiftung GmbH in Stuttgart in Auftrag gegeben wurde, in Deutschland nur 10% der Unter-Dreijährigen eine Betreuungseinrichtung, in Schweden sind es fast 50%, und in Dänemark, dem europäischen Spitzenreiter, gar 64%.

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