100 Psycho-Irrtümer in Job & Alltag: Bitte nicht positiv denken!

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24.03.2015 383 Leser 4 Debatten 379 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 42 Sekunden

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Unser Gehirn spielt uns manchmal große und kleine Streiche: Zum Beispiel dann, wenn wir dank unserer Erwartungen in die Irre geleitet werden. 100 Beispiele, die zeigen, was man dagegen tun kann.

Kleine Irrtümer, die unser Leben beeinflussen

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie wir in unseren Erwartungen und Handlungen kleinen Irrtümern aufsitzen. In der Regel sind es eher Kleinigkeiten, die aber in ihrer Gesamtheit unser Leben sehr beeinflussen. 100 solcher psychologischer Fallen haben die Autorin Jana Nikitin und Marie Hennecke in ihrem Buch – unserem heutigen Buch der Woche – aufgeführt. Spannend, interessant und unterhaltsam!

Würden Sie einen Kollegen noch einmal um einen Gefallen bitten, wenn dieser bereits beim ersten Mal „Nein“ gesagt hat? Vermutlich nicht, denn Sie erwarten automatisch eine weitere Abfuhr. Ist aber zu kurz gedacht. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ja“ folgt, ist deutlich höher, weil ansonsten auch das „Unbehagen“ beim ablehnenden Kollegen steigen würde. Kleine Psycho-Irrtümer wie diesen deckt das sehr interessante und unterhaltsame Buch „100 psychologische Denkfallen“ auf.

Wo uns Gehirn und Wahrnehmung einen Streich spielen

Mehr als jeweils eine Doppelseite benötigen die von den Herausgebern Jana Nikitin und Marie Hennecke ausgesuchten Autoren nicht, um ihre erstaunlichen, teils amüsanten Ergebnisse zu schildern. Hier eine Auswahl:

  1. Positive Selbstgespräche, so steht es in vielen Coaching-Ratgebern, erhöhen das Selbstwertgefühl. Ist aber Quark. Stattdessen steigern solche Monologe den Druck, dem Idealbild zu entsprechen und können sogar das Gegenteil bewirken.
  2. Alterungsprozess: Wer davon überzeugt ist, dass das Alter vor allem Krankheit und Einsamkeit bedeutet, ist stressanfälliger, was im Alter tatsächlich zu mehr Erkrankungen führt.
  3. Hurrikane mit weiblichen Namen sind wirklich gefährlicher? Laut Statistik: ja! Und das hat einen einfachen Grund. Sie werden „namentlich“ unterschätzt mit fatalen Folgen. Die bedrohten Menschen wiegen sich in Sicherheit und schützen sich weniger.
  4. Menschen, die ökologische Produkte kaufen, handeln im Alltag auch moralischer. Möchte man meinen. Stimmt aber nicht. Denn die Öko-Käufer erwerben mit dem Produkt eine Art „moralischen Kredit“ und sind sogar häufig rücksichtloser.
  5. Positives Denken: Wer nur das Gute im Leben sieht, ist glücklicher als andere. Leider auch Unsinn. Korrekt ist: Wer akzeptiert, dass positive und negative Gefühle zum Leben gehören, ist paradoxerweise zufriedener als jemand, der negative Emotionen vermeidet.

Fazit

„100 psychologische Denkfallen“ ist ein kluges und spannendes Buch, das mit seinen interessanten Ausflügen in die Erkenntnisse der Psychologie eingängig zeigt, wie sehr unsere kleinen und großen Entscheidungen von psychologischen Zusammenhängen beeinflusst werden. Sehr nützlich und unterhaltsam.

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