Die Macht der Stimme – Teil 5: Dialekt & andere Sprachbarrieren – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Die Macht der Stimme – Teil 5: Dialekt & andere Sprachbarrieren



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Dialekt versus Standardsprache ist eine bekannte Diskussion und Gegenstand häufiger Fragen in Seminaren; das eine wird verteufelt, das andere hochgelobt. Wie so oft liegt die Wahrheit hier irgendwo in der Mitte – die Mischung ist maßgebend.

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Hier schreibt für Sie: Dr. Roland Forster ist Dozent an der Uni Saarbrücken und Kommunikationstrainer. Profil

Dialekt kann auch ein Vorteil sein

Wenn ein Berater in einer ausgesprochenen Dialektregion arbeitet und vielleicht selbst aus dieser Gegend stammt, ist es mit Sicherheit ein Vorteil, wenn man das hören kann.

Also gilt auch hier: Thema ist die Erweiterung der Kompetenzpalette. Dass ein Consultant Standardsprache spricht, setze ich als Arbeitgeber voraus.

Ein Problem der Syntax

Jeder hat schon Menschen zuhören müssen, die sehr eloquent klingen, aber verstanden hat man hinterher kaum etwas, und behalten lässt sich das Ganze schon gar nicht.

Der Grund ist oft ganz einfach ein Syntaxproblem, die Sätze sind schlicht zu lang. Häufig ist das ein Ergebnis der (hoffentlich unbewussten) Position: Wie soll ich wissen, was ich meine, bevor ich höre, was ich sage?

Die Zuhörfähigkeit wird überstrapaziert

Ein Text von Heinrich von Kleist trägt den Titel: „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“. Ergebnis ist in diesen Fällen immer:

Die Zuhörfähigkeit der Menschen, für die eine Präsentation gedacht ist oder die in einem Meeting mit am Tisch sitzen, wird überstrapaziert.

Es geht darum, Komplexität zu reduzieren

Es gibt Untersuchungen, wonach die Hälfte der Zuhörer einem Satz mit mehr als 13 Wörtern nicht mehr folgen kann.

Mit solchen überlangen Konstruktionen verstoßen Berater, aber  auch z.B. Politiker und Hochschuldozenten gegen einen eisernen Grundsatz: Ihre Arbeit besteht in vielen Fällen darin, Komplexität zu reduzieren – aber nicht, sie zu vergrößern.

Verstehen mich meine Zuhörer?

Die Konsequenz heißt allerdings nicht, einfach nur kürzere Sätze zu bilden und sehr kleinschrittig zu arbeiten, sondern sollte so aussehen: die Verstehbarkeit der eigenen Äußerungen wird unausgesetzt überprüft.

Etwa durch einen intensiven (Augen-) Kontakt mit den Kommunikationspartnern. Auf dieser Basis können Formulierungen immer wieder angepasst werden.

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