Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten


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Die Diskussion um den Stand von Social Media – eine Diskussion zwischen Ankunft und Neuanfang – zeugt vor allem von einem Umstand: Neuerdings scheint jeder dieses Social Media zu können. Mitunter fragt man sich, ob ein Onlinejournalist oder PR Berater nicht auch Social Media Manager sein will. Bildung  Weiterbildung Education Studienwahl Berufswahl SocialMedia Networking Community Building Berufsbild Medien & Social Media


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Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil

Die Erwartungen an das Berufsbild

Tatsächlich ist es so, dass in vielen Berufen, die mit Kommunikation zu tun haben, die Nutzung von Social Media inzwischen erwartet wird. Damit darf jedoch lange nicht verwechselt werden, dass der Social Media Manager ganz andere Aufgaben hat.

Kümmert sich der Journalist um die Versorgung mit aktuellen Informationen zu seinem Themenbereich, platziert der PR Berater seine Inhalte optimal für die Kunden im Rahmen einer Kommunikationsstrategie, so ist der Social Media Manager das Noch Mehr.

Die Rolle und Aufgabe des Social Media Managers

Neben der Positionierung und Erstellung von Inhalten, welche man vielleicht am Ehesten mit dem Begriff des Editorial umschreiben könnte, geht es bei dem Social Media Manager um die Analyse der Inhalt auf das Interesse des Auditoriums hin. Selbst dies könnte man noch unter Editorial subsummieren.

Tatsächlich meint Community Management – im Unterschied zur Platzierung von Inhalten – eben mehr: Social Media Manager sind für die Vermittlung von Inhalten, die Community im Sinne von Aktivität und Austausch ebenso wie für die Auswertung des platzierten Inhalts zuständig.

Der erste Ansprechpartner für digitale Angelegenheiten

Sie sind eben eine Schnittstelle zwischen Community, PR und Marketing. Der Social Media Manager ist nicht mehr – aber eben auch nicht weniger – als der erste Ansprechpartner des Unternehmens in digitalen Angelegenheiten. Als solches gilt es dieses Berufsbild nun endlich zu begreifen.

Viele Unternehmen haben immer noch nicht den konkreten Einsatz neuer Technologien – und das geht über Facebook, Twitter und Co. hinaus – verstanden. Dafür braucht es Experten, die nur aus dem Social Media Management kommen können.

Ausdifferenzierung der Fachgebiete nötig

Ein PR Berater wird Inhalte für Bereich des Social Collaboration erstellen können, aber es ist nicht seine Aufgabe für eine Aktivierung der Nutzer mithilfe ausgefeilter Methoden zu sorgen.

Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch eine Ausdifferenzierung des Fachgebiets der Social Media Manager: Beziehen sich Qualifikationen und Weiterbildungen fast ausschließlich auf Facebook und Co, so wird der Bedarf der kommenden 2 Jahre deutlich mehr im Bereich Social Collaboration vor dem Hintergrund von Nutzeraktivierung und Change Management Prozessen liegen.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Alfred Fuhr

    So isses. PR Manager betreiben aus ihrem Silo heraus und als Wurmfortsatz des GF das gute alte Geheimnismanagement damit das Unternehmen und der Alte in Ruhe arbeiten kann während Social (!) Media Manager eher Komplexitätsjongleure und Unsicherheitsherde sein müssen. Da reicht die journalistische Schreibe alleine eben nich mehr aus.

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  3. Pingback: Social Media Manager – die Normierung eines Berufes: Die größte Herausforderung im Onlinemarketing? | B E R U F E B I L D E R

  4. Katharina Daniels

    RT @HeinerTenz: Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten

  5. Marina Kubitza
    Marina Kubitza

    Warum #SocialMedia Manager keine PR-Leute sind:

  6. Marina Kubitza
    Marina Kubitza

    RT @HeinerTenz: Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten

  7. GuenterAndersson
    GuenterAndersson

    RT @HeinerTenz: Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten

  8. Heiner Tenz

    Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind: Plädoyer für den digitalen Experten

  9. Molchester Ltd SEO

    RT @socialmediaDACH: Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind by @simonejanson #socialmedia #pr #marketing #co…

  10. Grundsätzlich stimme ich Dir zu, wir sind hier aber auf der Ebene von Definitionsfragen;
    Weder haben die meisten PR-Leute ausdifferenzierte Stellenbeschreibungen noch gibt es DEN Social Media Manager. Community Management muss dieser zwar können, je nach Größe des Teams ist es aber gar nicht sein Job. Die Rolle des digitalen Beraters im Sinne von Coach, Experte und IT-Schnittstelle ist mindestens genaus wichtig. Als ehemaliger PR-Redakteur und Kommunikationsmanager kann ich heute viele SoMe-Management-Aufgaben besser lösen als wenn ich eine dieser neuen Turbo-Ausbildungen mit Zertifikat gemacht hätte. Wenn dann noch Anforderungen in interner Kommunikation dazu kommen, wie Social Intranet oder gar Enterprise 2.0, sind die meisten SoMe-Manager hoffnungslos überfordert.
    Was es braucht, ist ein gemeinsames Verständnis von Marketern, PR-Leuten und SoMe-Machern für Ziele und KPIs. Dann werden auch die Rollen klar.

    • Katharina Heder

      Hallo Peter,

      grundsätzlich sprichst du etwas an, was unterschwellig in dem Beitrag mitschwingt: Social Media Manager haben ein komplexes Standing. Sie sind eben Schnittstelle und deshalb wirkt es nicht selten so, als wenn man eine eierlegende Wollmilchsau sein müsste, um nicht unterzugehen.

      Mein Punkt an diesem Beitrag ist eher derjenige: Es gibt PR Berater, die auch Social Media Management machen, und es gibt Social Media Manager, die auch PR Arbeit leisten. Tatsächlich ist es jedoch immer ein On Top – und mit Verlaub: Kein PR Berater wird die komplexen Zusammenhänge, die du bes. im letzten Teil schilderst, ohne entsprechende SoMe Weiterbildung meistern können.

      Ich wage sogar die These, dass die neuen SoMeMa entsprechende Studiengänge belegen müssen, um der Komplexität Herr werden zu können. Denn wer versucht ein Unternehmen 1.0 in eins 2.0 oder gar (demnächst) 3.0 zu wandeln, muss ja grundlegend verstehen auf welchen diffusen Unternehmensebenen welche Schnittstellen wie zusammenwirken, um eine Dekonstruktion im betriebswirtschaftlichen Sinne vornehmen zu können.

      Gleichzeitig unterstütze ich auch deine Kritik an den Turboausbildungen: Nach meiner Weiterbildung konnte ich zwar Social Media, aber erst mithilfe des Studiums bin ich in der Lage die Komplexität wirklich auf allen Tonleitern zu spielen und dementsprechend auch den Begriff digitaler Wandel wirklich mit Inhalt zu füllen.

      War Social Media 2011 das Verwalten einer Fanpage bei Facebook, so hat es sich doch heute derart gewandelt, dass man ja fast zwischen den Bereichen Content und Verwalten differenzieren muss, um der Sache halbwegs gerecht werden zu können.

      Kurzum: Vielen Dank für deinen Beitrag, den ich als Ergänzung gelungen finde.

  11. Claudia Mayu Gerken
    Claudia Mayu Gerken

    RT zur Differenzierung von Berufsbildern in der digitalen Kommunikationswelt

  12. Göran Nitsche

    RT @socialmediaDACH: Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind by @simonejanson #socialmedia #pr #marketing #co…

  13. Tina Gallinaro
    Tina Gallinaro

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  14. Claire Oberwinter
    Claire Oberwinter

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  15. Alfred Fuhr
    Alfred Fuhr

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  16. socialmediaDACH
    socialmediaDACH

    Warum Social Media Manager keine PR-Leute sind by @simonejanson #socialmedia #pr #marketing #community

  17. Katharina Daniels

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  18. KompetenzPartner

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