Warum beim nächsten Chef alles noch schlimmer kommt: Idole und Idioten – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Warum beim nächsten Chef alles noch schlimmer kommt: Idole und Idioten



Wir haben ja schon die unterschiedlichsten Karriereratgeber besprochen. Der hier ist anders als die anderen. Weil er dazu einlädt, auch mal schwierige Chefs zu ERTRAGEN! Begründung: Es gibt noch vieeeel schlimmere. Bob Lutz hat dafür seine grausigsten Lehrmeister porträitiert. Sehr unterhaltsam, sehr lustig.

Von Machern und Möchtegern-Managern

Zyniker, kapitale Alkoholiker, Testosteron-gesteuerte Manager, Choleriker und detailverliebte Erbsenzähler – Bob Lutz hat sie alle kennengelernt – jeweils in der Position des eigenen Chefs. Davon handelt sein Buch „Idole und Idioten“. Insgesamt zehn Portraits umfasst seine kurzweilige Aufzeichnung.

Darunter finden sich echte Hochkaräter wie Georges-André Chevallaz, der den Pennäler Lutz als Lehrer in einem Dutzend Fächer unterrichte.

Total besoffen, absolut testosterongesteuert

Wortgewandt, blitzgescheit aber häufig auch herablassend kam Chevallaz bei den Schülern rüber. Jahre später hängte der „Mann mit der Aura eines Filmstars und dem Drill eines Elite-Offiziers“ die Lehrer-Laufbahn an den Nagel, um Schweizer Bundespräsident zu werden.

Sehr erheiternd sind Lutz‘ Erzählungen von Ralph Mason, einst Vorstandsvorsitzender bei Opel und häufiger besoffen als nüchtern unterwegs („acht oder neun Stunden alkoholinduzierte Bewusstlosigkeit“), der in seinen hellen Momenten einen erstaunlich klugen Pragmatismus an den Tag legen konnte – und damit das Unternehmen durchaus passabel führte.

Pointiert, aber nicht beleidigend

Dies gilt im Übrigen für alle Portraits: Trotz der mitunter eklatanten Macken seiner Führungsfiguren („wahlweise depressiv und manisch prahlte er mit seiner sexuellen Leistungsfähigkeit – in Anwesenheit von Mitarbeiterinnen, die sich dadurch belästigt fühlten.“) rechnet Lutz nicht mit ihnen ab.

Vielmehr stellt er heraus, dass all diese CEOs, Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzenden und Abteilungsleiter mit ihren unbestreitbaren Defiziten („Idioten“) als Manager erstaunlich gut funktionierten („Idole“). Kennen wir doch irgendwoher.

Fazit

Wer häufiger das Gefühl hat, bei seinem Chef seien einige Schrauben locker, soll unbedingt das Buch „Idole und Idioten“ lesen und dann zufrieden feststellen: Es könnte alles noch viel schlimmer sein. Sehr erheiternd!

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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    Haarsträubende Erlebnisse auf der #Chefetage: Idole und Idioten.

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    Warum beim nächsten Chef alles noch schlimmer kommt: Idole und Idioten: Wir haben ja schon die… #herol

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    RT @jobcollege: Warum beim nächsten Chef alles noch schlimmer kommt: Idole und Idioten: Wir haben ja schon die… #B…

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