5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein!



Stefan Wachtels klarer Rat an alle, die im Job was bewegen wollen ist: „Sei nicht authentisch!“ Verhalten Sie sich lieber klug als echt! Denn authentisch bringt Sie nicht weiter!

Angemessen auftreten, ohne sich zu verbiegen

Sollte dass, was Sie fühlen, gerade dem entsprechen, was Ihrer Rolle gerecht wird: Nur zu! Ansonsten überlegen Sie lieber nochmal, welches Verhalten Ihrer Rolle entspricht – sei es als Manager oder als ambitionierter High Potential, der seine Karriereabsichten deutlich machen will.

In seinem neuen Buch zeigt der renommierte Executive Coach, Dr. Stefan Wachtel, wie man es schafft, im Job angemessen aufzutreten. Und das erfreulicherweise sogar doch , ohne sich dabei vollständig zu verbiegen.

Aber bitte mit Pokerface!

Unzählige Führungsratgeber sehen im „authentischen“ Auftreten der Manager den Schlüssel zum erfolgreichen Auftritt vor Mitarbeitern, Kunden und Vorgesetzten.

Das Gegenteil ist richtig, meint Stefan Wachtel. Bloß nicht zu ehrlich sprechen, sich bloß nicht emotional in die Karten schauen lassen, warnt der Autor in seinem provokanten Buch „Sei nicht authentisch“.

Die Wahrheit ist nur die zweitbeste Lösung

Recht bekommt er von Top-Managern und Spitzenpolitkern, die längst den Spagat aus eigenen Bedürfnissen und fremden Erwartungen perfekt aufs Parkett legen, wenn sie in Betriebsversammlungen ans Rednerpult oder vor der Presse ans Mikro gebeten werden.

„Wir alle führen oft genug das Herz auf der Zunge. Gefährlich wird das, wenn die Verantwortung steigt. Wir richten dann großen Schaden an, wenn wir die Wahrheiten aussprechen, die besser ungesagt blieben.“

Die 5 Geheimnisse der Merkel-Rhetorik

An diese einfache Regel hält sich beispielsweise Angela Merkel („Meisterin des Deadpan“), die ihre Rhetorik so perfektioniert hat, dass nicht einmal politische Gegner Angriffsflächen finden.

Wachtel enthüllt die „sieben Geheimnisse der Merkel-Rhetorik“ und gibt Managern griffige Tipps mit auf den Weg, um sich bestmöglich in der Öffentlichkeit darzustellen – ohne das Innerste zu offenbaren. Hier die besten fünf daraus:

  1. Im richtigen Film spielen – Die Rolle im Job muss zu eigenen Idealen, Denk- und Verhaltensmustern passen
  2. So gut spielen, dass es authentisch scheint – muss man üben und lässt sich nur durch stetiges Üben perfektionieren
  3. Den Part variabel spielen – die Rolle bitte so auslegen, dass Ihnen ein spontaner Wechsel bestimmter Standpunkte jederzeit offensteht
  4. Niemals aus der Rolle fallen – genießen Sie es, die Erwartungen zu erfüllen, die man an Sie stellt
  5. Behaupten Sie nie, Sie seien authentisch. Schon die Bemerkung allein könnte Zweifel wecken

Fazit

Wer im Job immer die ungeschminkte Wahrheit erzählt, schafft es nicht bis ganz nach oben. Wer sich für die Karriere täglich krümmt und verbiegt, erst recht nicht.

Die Top-Leute finden den Mittelweg: Sie spielen ihre Rolle so perfekt, dass sich die Frage nach Authentizität oder Maske gar nicht stellt. In seinem Buch „Sei nicht authentisch“ zeigt Stefan Wachtel, wie Sie Ihr Rollenspiel perfektionieren und beruflich vorankommen.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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  3. Christian Bargenda
    Christian Bargenda

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein!

  4. Berufebilder
    Berufebilder

    Tolle diskussion, danke @bstackelberg @DrNicoRose @DerLarsHahn – wie authentisch darf man sein? (endlich beantwortet)

  5. Karriereexperten.com
    Karriereexperten.com

    RT @bstackelberg: 5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein! | B E R U F E B I L D E R – Doch…

  6. Raban von Buttlar

    @ Bettina Stackelberg: So ist es.

    Im Übrigen: Wer hat schon Zeit dafür „stetig zu üben, so gut zu spielen, dass authentisch scheint“ ?

    Um solche aalglatten Leute (man spürt es!) sollte man einen großen Bogen machen.

    Liebe die knappe Zeit mit Leuten / Kunden / Geschäftspartnern gemeinsam arbeiten, von denen man einen ehrlichen guten Eindruck hat und denen gegenüber man authentisch sein kann. Alles andere macht nur Bauschschmerzen.

    Das heisst NATÜRLICH nicht, dass man bei einer wichtigen Besprechung von Thema A völlig „neben der Spur“ auf Thema B herumreiten muss, nur weil man das gerade witziger fände. Das wäre respektlos gegenüber den Anwesenden. Auch sagt man dem potentiellen Geschäftspartner nicht, dass man seine Krawatte grässlich findet. Diese Selbstverständlichkeiten haben aber eher etwas mit Respekt und Höflichkeit (und damit mit Professionalität) zu tun als mit der Frage der Authentizität.

    Andererseits kann man natürlich recht weit kommen – vielleicht sogar bis „ganz oben“ – wenn man sich konsequent so verhält, „dass einem ein spontaner Wechsel bestimmter Standpunkte jederzeit offensteht“. Ein gutes Beispiel dafür ist Joseph Fouché.

    • Hallo, sehr schöner Kommentar, vielen Dank dafür. Das bringt es m.E. gut auf den Punkt: Authentisch und sich selbst treu bleiben, andererseits aber natürlich nicht jede Emotion seinem Gegenüber mitteilen. Einer der Schlüsselsätze des Textes: „Die Rolle im Job muss zu eigenen Idealen, Denk- und Verhaltensmustern passen“ – ob man damit noch eine Rolle spielt oder nicht, ist dann eine Frage der eigenen Einstellung. Die Überschrift ist natürlich sehr überspitzt, hat aber genau dadurch diese Vielzahl an Reaktionen ausgelöst.

  7. Bettina Stackelberg
    Bettina Stackelberg

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein! | B E R U F E B I L D E R – Doch!
    Authentisch s…

  8. Bettina Stackelberg
    Bettina Stackelberg

    Schon kommentiert! RT @DerLarsHahn: Die 5 Geheimnisse der Merkel-Rhetorik! Nur nicht authentisch sein! Provokant! …

  9. Bettina Stackelberg

    „so gut spielen, dass es authentisch erscheint“ …… hmm, wahrscheinlich kann ich nicht soweit um die Ecke denken, aber: Kann ich dann nicht einfach gleich, ohne zu spielen, authentisch sein?

    Ja, sicher: Der Begriff „authentisch“ ist wirklich arg abgenudelt. Wie jeder kraftvolle Begriff, der die Runde macht – schnell sind dies Worte tausende Male gesagt, geschrieben und benutzt.
    Und doch gefällt mir dieses „authentisch sein“. Ja, ich habe eine gewisse Rolle in der Außenwahrnehmung, ich spiele diese Rolle jedoch nicht – ich BIN so. Wenn ich so nicht sein könnte und wenn ich z.B. meine Emotionalität verstecken müsste ….dann müsste ich leider erstens offline und zweitens zu Hause bleiben. Geht nicht! Ich bin emotional – das polarisiert und das ist in Ordnung so. Das macht auch eine meiner größten Stärken und Erfolg aus, im Coaching, im Vorträgen oder meinen Büchern.

    Authentisch sein und klug sein schließt sich ja nicht aus. Mit „klug“ meine ich: Ich sag nicht alles, was ich denke, ich lass in manchen Situationen sicherlich kluges, taktisches Geschick walten. Was aber eben nicht heisst, dass ich mich komplett anders darstelle, als ich bin.
    Das wär mir, nebenbei bemerkt, auch entschieden zu anstrengend. 🙂

    Und noch etwas zu „niemals aus der Rolle fallen“. Ich war vor einiger Zeit einmal sehr verzweifelt wg. privater Probleme – sagte alle Termine ab bis auf ein Seminar, welches ansonsten ein anderer gehalten hätte -und das wollte ich um keinen Preis, da es „mein Baby“ war. Ich begann das Seminar vor 15 fremden Menschen also mit den Worten: „Mir gehts grad sehr schlecht und ich weiß nicht, wie lange ich durchhalte und wahrscheinlich weine ich auch bald. Lasst uns versuchen, trotzdem 2 gute Tage zu veranstalten.“
    Und ich weinte oft, ließ die Gruppe oft in Gruppenarbeiten allein, um mal wieder um den Block zu gehen, beendete den 1. Tag früher als angekündigt…….war also ganz und gar aus der Trainerrolle, wie sie sich gehört, rausgefallen.

    Und es wurde mein bestes Seminar der letzten Jahre und ich bekam das zauberhafteste Feedback seit langem, am Ende standing ovations mit Kommentaren wie: „Sie sind eine sehr mutige Frau, absolut bewundernswert.“ oder auch „Weil ich so beeindruckt von Ihrem Mut gestern morgen war, habe ich gestern abend endlich eine wichtige Entscheidung getroffen, die seit Jahren fällig war – danke.“

    So etwas kann also auch passieren, wenn man aus der Rolle fällt. Und ich werds sicher wieder tun.

    Herzlichst Bettina Stackelberg

    • Hallo Frau Stackelberg, wow, was für ein Beispiel, das hat mich doch ziemlich beeindruckt. Das zeigt aber auch einmal mehr, dass es auch im Business auf Menschlichkeit ankommt und das die Kommunikation durch das Mitfühlen können für persönliche Situationen besser wird. Ich denke, hier liegt häufig der Hase im Pfeffer: Viele schämen sich für ihre Gefühle und wären daher wohl nie so offen. Umgekehrt kenne ich aber auch Fälle, in denen es Menschen mit dem echt, emotional und offen sein ein wenig übertrieben haben – das Internet ist voll von Beispielen entglittener Diskussionen, in denen Menschen aus der Rolle gefallen sind und sich und anderen kräftig schaden zugefügt haben – und an die habe ich gedacht, als ich diese sehr plakative Überschrift gewählt habe. Ich denke, auf den goldenen Mittelweg kommt es an!
      Interessant ist auch, dass dieser Beitrag und m.E. auch die plakative Überschrift eine solche Diskussion ausgelöst haben: Das zeigt m.E. auch, wie emotional das Thema Authenzität nach wie vor ist – und dass jeder darunter auch etwas anderes versteht.
      Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mit Hirnforschung beschäftigt und fand es interessant, wann ein Mensch eigentlich echt und authentisch ist. In diesem Zusammengang fand ich die Beiträge von Volker Kietz spannend – je nachdem was man sich selbst gerade „einredet“ so ist man dann auch. Streng genommen gibt es also absolute Authenzität gar nicht, weil jeder Mensch ja auch immer unterschiedlich ist, je nach Erlebnissen, Stimmungen usw…. Wobei man andersherum auch nicht der Gefahr aufsitzen sollte, man könnte sich gute Laune jederzeit einreden. Spannendes und vielschichtiges Thema.

  10. Dr. Nico Rose, MAPP
    Dr. Nico Rose, MAPP

    RT @DerLarsHahn: Die 5 Geheimnisse der Merkel-Rhetorik! Nur nicht authentisch sein! Provokant! Was meint Ihr?

  11. Lars Hahn

    Die 5 Geheimnisse der Merkel-Rhetorik! Nur nicht authentisch sein! Provokant! Was meint Ihr?

  12. Starker Tobak. Das widerspricht zumindest allen neuen Führungsansätzen, die zum Beispiel bei XING Spielraum, Augenhöhe und anderswo propagiert werden.

    • Na da habt Ihr ja eine spannende Diskussion angefangen. Ich verteile mal meine Kommentar ein wenig 😉 Also das Thema mit der Führung auf Augenhöhe hatten wir ja kürzlich schon bei Twitter angerissen. Ich finde z.B. demokratisch entscheiden klingt in der Theorie immer ganz gut, in der Praxis führt es dann gerne dazu, dass keiner wirklich die Verantwortung für unbequeme Entscheidungen übernehmen will. M.E. gehört aber genau das zum Führungsanspruch auch dazu. Umgekehrt gehört zur Führung auch immer ein gewisser Machtanspruch in der Persönlichkeit dazu – Svenja Hofert hat dazu ja einiges geschrieben. Ich glaube, jemand der diese Motivation nicht hat, wird auch nicht führen. Passt aber irgendwie nicht zum neuen Führungsstil und darin liegt dann eine gewisse Diskrepanz.

  13. Felix Schorre
    Felix Schorre

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein!

  14. Cornelia Bohlen
    Cornelia Bohlen

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  15. Michael von Dake
    Michael von Dake

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  16. KompetenzPartner
    KompetenzPartner

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein!: Stefan Wachtels klarer Rat a… #Beruf #Bildung

  17. Simone Janson
    Simone Janson

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein! –

  18. Berufebilder
    Berufebilder

    5 Karriere-Tipps nach Angela Merkel: Nur nicht authentisch sein! –

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