International Fachkräfte vermitteln: Rückblick zur Fachtagung – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

International Fachkräfte vermitteln: Rückblick zur Fachtagung



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Am 10. September war ich auf einer Podiumsdiskussion zu Fachtagung“IT-Fachkräfte sichern – IT-Talente gewinnen“ von YITP in Heidelberg. Ein Rückblick auf die Thesen und Diskussionen.

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Im Süden wenig Neues

Veranstaltet wurde die Tagung von  Young IT Professionals (YITP) in Heidelberg. Und insgesamt gab es kaum ganz neue, bahnbrechende Thesen – zumindest aus der Perspektive von jemandem, der sich bereits seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. Interessant waren viel mehr die vielen, unterschiedlichen Zwischentöne.

Beispielsweise unsere Podiumsdiskussion zum Thema “IT- Fachkräftemangel und demographischer Wandel in Deutschland, Fachkräftesicherung durch Zuwanderung und Qualifizierung.“

Die Rollen waren klar verteilt

Das Bild oben zeigt von links Klaus Behrla, Vice-President von Business Development Europe Linux, Professional Institute (LPI), den Diplom-Mathematiker Ulrich Engelhardt, Aufsichtsrat der SHE Informationstechnologie in Ludwigshafen sowie Caner Aver vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) in Essen.

Und so klar wie die Sitzordnung war auch die Rollenverteilung in der Diskussion: Während Behrla und Engelhardt darüber klagten, wie schwierig es sei, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden, waren Caner Aver und mir eher die Rollen derjenigen zugedacht, die das allgemeine Klagen über Fachkräftemangel eher kritisch sahen.

Zuwanderung & Lohndumping

Dennoch fand ich es spannend, dass die bisherige Diskussion um einen für mich neuen Aspekt, das Thema Zuwanderung und Fachkräfterekrutierung im Ausland, erweitert wurde. Dabei wurden auch kritische Aspekte wie Lohndumping durch ausländische Fachkräfte oder das Problem der Zuwanderung für unser Sozialsystem angeschnitten.

Durch den Tag führte Dr. Andreas Müller, Herausgeber der Zeitschrift “Zukunft Beruf“, der auch solche heiße Eisen aufs Trapez brachte: Sind die unqualifizierten Familienangehörigen, die diese im Ausland „eingekauften“ Fachkräfte mitbringen, nicht eine Gefahr für unsere Sozialsysteme?

Das Thema differenziert sehen

Dabei wurde in den Vorträgen und auch bei den Gesprächen in den Pausen ein sehr breites und differenziertes Bild des Themas gezeichnet.

So rechnete Dr. Gerd Zika vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vor, dass von einem Fachkräftemangel nicht die Rede sein könnte. „Langfristig ist für die Hochqualifizierten nicht absehbar, dass alle in ihrem Qualifikationssegment beschäftigt sein werden,“ stellte er fest.

Umdenken statt klagen!

In den Pausen allerdings klagten mir verschiedene personalverantwortliche ihr Leid darüber, wie schwierig es, passende Mitarbeiter zu finden – und wie ich denn darauf käme, dass es gar keinen Fachkräftemangel gibt. Dabei sieht die Lösung des Problems vielleicht anders aus: Umdenken statt klagen!

Professor Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen davon, dass sich Unternehmen im Hinblick auf die Generation Y auf veränderte Bedingungen für Mitarbeiterbindung und -motivation einstellen müssten.

Weiterbildung & bessere Arbeitsbedingungen

Unternehmen müssen auch umdenken hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur. Und sie tun gut daran, rechtzeitig in Weiterbildungs- und Trainee-Programme zu investieren. Wer vorher selbst ausbildet, bekommt nicht nur die Fachkräfte, die er benötigt, sondern muss hinterher auch nicht zeitraubend suchen.

In diesem Zusammenhang berichtete Reinhard Schuhmann, Vorsitzender des Beirats der EMPIRIUS GmbH, von seiner Zusammenarbeit mit YITP und Frank Kaiser, Stellvertretender Geschäftsführer der Ausenhandelskammer Türkei zeigte die Chancen dieses „Emerging Marktes“ auf.

Folien zum Download

Die Folien zu den verschiedenen Diskussionen können Sie unter http://www.gfn.de/international einsehen bzw. herunterladen. Insgesamt eine spannende Diskussion, die mir den einen oder anderen neuen Input vermittelt hat.

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