Dem Chef hilflos ausgeliefert 1/3: Das Problem beginnt im Kopf – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Dem Chef hilflos ausgeliefert 1/3: Das Problem beginnt im Kopf



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Sie fühlen sich auch manchmal hilflos Ihrem Chef ausgeliefert? Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Diese scheinbare Hilflosigkeit ist nur angelernt. Und sie ist wieder verlernbar. Arbeitsmarkt Analysen  Angst Perfektionismus Negative-Emotionen


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Der Chef teilt Arbeitsanweisungen aus…

Montagmorgen, Ihr Chef teilt Aufträge aus: »Stellen Sie mir doch mal bitte ein paar Infos über unsere Pläne in Asien für die Rede nächste Woche zusammen.«

Mittwochnachmittag, Ihr Chef blickt nachdenklich auf ein Papier, das Sie ihm gereicht haben: »Und damit haben Sie die letzten zwei Tage verbracht? Sind Sie wahnsinnig? Ich kann doch nicht über unsere Expansionspläne öffentlich aus dem Nähkästchen plaudern. Bei der Rede nächste Woche soll es um Mitarbeitermotivation gehen. Googlen Sie das doch bitte mal, dazu fällt mir nichts ein …«

Der Chef drängelt

Mittwochabend, Ihr Chef ergänzt: »Ach ja, das hat übrigens Zeit bis Freitag. Es reicht, wenn ich das am Wochenende lesen kann.«

Donnerstagmorgen, 8.30 Uhr: »Denken Sie bitte noch an die Infos für meine Rede? Sie wissen, die ist nächste Woche und nicht erst in zwei Jahren!«

Der Chef weiß nicht, was er will…

Donnerstagmorgen, 10 Uhr: Ihr Chef schenkt Ihnen eine Postkarte, auf der steht: »Lieber Gott, bitte mach, dass ich nicht immer gleich beleidigt bin.«

Montagabend, Ihr Chef hält die Rede: »Meine bezaubernde Mitarbeiterin hat mir hier ein paar ganz reizende Dinge zusammengestellt. Aber ich habe gerade entschieden: Heute wollen wir über was ganz Anderes reden …«

Müssen Sie Ihr Schicksal ertragen?

Kommt Ihnen bekannt vor? Wer kennt diese Gefühl von Hilflosigkeit nicht? Wie helfen Sie sich? „Gar nicht“, werden Sie vielleicht sagen, „ich kann ja eh nichts dagegen tun“ – mit den Schultern zucken und ihr Schicksal weiter schweigend mit zusammengebissenen Zähnen ertragen.

Und nun sagen wir Ihnen: Das Problem existiert vor allem in Ihrem Kopf. Weil Sie die Hilflosigkeit gelernt habe. Und sie schränkt Ihr Leben erheblich ein. Die Lösung ist aber manchmal viel einfacher, als Sie vielleicht denken – und die erlernte Hilflosigkeit ist auch wieder verlernbar, wie folgendes Experiment zeigt:

Ein Hundeleben?

Nehmen wir für einen Moment an, Sie wären ein Hund – die Rasse können Sie sich aussuchen. Nehmen wir weiter an, Sie säßen in einem Käfig und bekämen Stromschläge (das fänden manche Menschen sehr reizvoll, also seien Sie nicht undankbar!).

Neben Ihnen sehen Sie einen kleinen Hebel. Sie denken: »Vielleicht kann ich den Strom damit ausschalten.« Und drücken den Hebel herunter.

Einmal, zweimal.

Dreimal.

Aber nichts passiert. Der Stromstoß kommt und geht – völlig unabhängig davon, was Sie tun.

Irgendwann werden Sie in einen anderen Käfig gesteckt. Dort gehen die Stromschläge weiter. In der Wand sehen Sie eine kleine Klappe.

Was tun Sie?

Sie müssen einfach nur durch die Klappe gehen

Die echten Hunde in diesem echten Experiment tun gar nichts mehr. Sie bleiben sitzen und heulen. Dabei hätten sie im zweiten Käfig einfach nur durch die Klappe laufen müssen, ein paar Schritte zur Seite – und sie wären sicher gewesen.

Denn der Käfig hatte zwei Teile, und in dem zweiten gab es gar keine Stromschläge. Aber die Hunde hatten am Anfang gelernt, dass sie den Stromschlägen durch nichts entgehen können – egal, was sie tun. Deshalb versuchen sie es später erst gar nicht mehr.

Sie haben »gelernt«, dass sie hilflos sind.

Und genau das können Sie auch wieder verlernen. Wie, zeigen wir Ihnen in den kommenden Tagen in Teil 2 und 3 dieser Serie.

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