Wie Geld glücklich macht: Gönnen statt Anhäufen! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Wie Geld glücklich macht: Gönnen statt Anhäufen!



Ein Thema, das wie kein Zweites die Gemüter bewegt: Die Frage, ob reich sein glücklich macht, die in Deutschland immer ein wenig moralinsauer gestellt wird. Dabei müsste die Frage anders lauten: Wie macht Geld glücklich? Ein Buch über den Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft.

Geld allein macht nicht glücklich?

Geld alleine macht nicht glücklich, heißt es. Dennoch streben die meisten aus Status- oder Sicherheitsgründen danach, möglichst Geld zu haben. Doch macht Geld eigentlich glücklich? Und wie macht Geld glücklich?

Wir stellen Ihnen ein spannendes Buch über das Thema vor, wie wir unser Geld am besten einsetzen, damit es uns auch ein gutes Gefühl verschafft und wir möglichst lange davon haben. Nicht unbedingt auf der Bank, aber in unserem Leben!

Investition ins Glück

Luxusproblem – der Begriff passt perfekt zum Konsumstreben der meist wohlhabenden Deutschen: genug Geld auf dem Konto, aber keine rechte Idee, wohin damit. Elizabeth Dunn und Michael Norton helfen Ihnen mit dem ebenso erhellenden wie kontroversen Buch „Happy Money“ gerne auf die Sprünge.

Keine Sorge, es geht weder um Anlagestrategien noch um Spartipps. Ganz im Gegenteil. Die Autoren ermutigen Sie auf nahezu jeder Seite, Ihr Verdientes wieder unter die Leute zu bringen. Das Renditeversprechen dabei lautet: Glück gegen Geld.

Materieller Wohlstand befriedigt nur vorübergehend

Genau diesem Glücksgefühl jagen laut Dunn und Norton viele Menschen vergeblich nach, die ihr Erspartes in Luxus-Autos, teure Plattensammlungen oder eine Designer-Einbauküche investieren.

Materieller Wohlstand und die Anschaffung von Statussymbolen, so die Autoren, bieten nur vorübergehende Befriedigung. Beständige Zufriedenheit schaffen sie nicht. Genau die aber ist in schönen Erinnerungen, im Zeitgewinn oder sozialen Investitionen verborgen.

Gönnen statt anhäufen

Insgesamt fünf Motive machen die beiden Autoren für den systematischen Erwerb von Glücksgefühlen aus:

  • „Erlebnisse kaufen“ (statt Dingen),
  • „Sich etwas Besonderes gönnen“,
  • „Zeit kaufen“,
  • „Sofort bezahlen, später konsumieren“ und
  • „In andere Menschen investieren.“

Wissenschaftlich untermautert: Glück kann man kaufen

Während „Erlebnisse kaufen“ und „Sich etwas Besonderes gönnen“ auf den ersten Blick einleuchten, sind die anderen Prinzipien erklärungsbedürftig.

Dunn und Norton untermauern alle Modelle mit vielen Belegen aus wissenschaftlichen Studien und eigenen Erfahrungen, um die meist erstaunlich einfache Logik dahinter offenzulegen.

Vorfreude macht wertvoll

Beispiel Urlaub: Heute buchen, erst in einem halben Jahr in den Flieger steigen, so multiplizieren Sie den Ferienspaß mit den zahlreichen Momenten der Vorfreude. Klappt übrigens auch bei großen Anschaffungen wie einer teuren Stereoanlage oder einem Auto.

Auf den umgekehrten Weg sollten Sie tunlichst verzichten: Die scheinbare 0%-Finanzierung vieler Discounter ist ein Weg in die Schuldenfalle. Sie zahlen noch ab, wenn die Anschaffung längst keinen Reiz mehr für Sie besitzt.

Zeit sparen, nicht Geld

Und auch Zeit können Sie sich kaufen, indem Sie ungeliebte Tätigkeiten wie Putzen oder Autowäsche auf Haushalthilfen übertragen. Oder indem Sie bewusster konsumieren.

Für Wegwerfprodukte lohnen weder ein langer Anfahrtsweg noch ein akribischer Preisvergleich. Nehmen Sie das erstbeste Angebot, wenn es um Regenschirm, Waschmittel oder Dosensuppe geht, und investieren Sie die freigewordene Zeit in etwas Sinnvolles – beispielsweise Ihr Hobby.

Fazit: Dunn und Norton machen Ihnen erstklassige Angebote, um künftig bessere, nachhaltigere Konsumentscheidungen zu treffen. Überzeugendes, gutes Buch, das lange in Erinnerung bleibt.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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