Führungsfallen vermeiden: Vom Indianer zum Häuptling – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Führungsfallen vermeiden: Vom Indianer zum Häuptling



Wer einigermaßen fit ist zwischen den Ohren, wird früher oder später in die Verlegenheit kommen, andere zu führen. Wer nicht in die zahlreichen Führungsfallen hineintappen will, ist mit der Lektüre des Buches von Heike Cobaugh gut beraten.

Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten ohne zu stolpern

Die wenigsten Neu-Führungskräfte sich auf ihre neuen Führungsaufgaben vorbereitet (ungefähr alle, die jenseits der großen Tanker angeheuert haben). Und sie werden plötzlich feststellen – so einfach ist das gar nicht. Aber machbar, wenn man auf die „Führungsfallen“ vorbereitet ist, die überall aufgestellt sind.

Mit ihrem Praxisbuch „Vorsicht: Führungsfallen“ sprechen die Autorinnen Heike Cobaugh und Susanne Schwerdtfeger die Teamleiter an, die gestern noch Kollegen waren und sich nun als Chef positionieren müssen.

Als Häuptling die Sprach der Indianer sprechen

Ihre Kernaussage lautet: „Die Rolle müsst ihr lernen!“ Ein guter Indianer ist nicht automatisch ein guter Häuptling. Aber er kann es werden, indem er sich hinterfragt, die Erwartungshaltung der anderen versteht und als Häuptling redet – aber bitte in der Sprache der Indianer.

Kapitelweise vermitteln die Autorinnen die Voraussetzungen dafür und räumen zunächst mit dem Vorurteil auf, dass Fachkenntnisse die beste Voraussetzung für eine Führungsposition sind. Cobaugh und Schwerdtfeger sind sich einig, dass so genannte Social Skills schwerer wiegen:

Bitte kein Kuschelchef

Zuhören, wenn es angebracht ist, delegieren, wenn es nötig ist. Ein guter Chef muss keinen Schmusekurs zu seinen Leuten fahren, aber er muss berechenbar, authentisch bleiben. Er muss über „kommunikative Kompetenz“ verfügen, also „die Sprache der Mitarbeiter sprechen“, ohne sich dabei kleinzumachen.

Empathisch auf die Teammitglieder zugehen ohne „Wortbomben“ (Generalisierungen, abstrakte Botschaften) zu benutzen, darauf kommt es an. Im Jour fixe mit dem einzelnen Mitarbeiter, wenn konstruktive Kritik angebracht ist und im Meetingraum, wenn die Truppe auf die kommenden Ziele eingeschworen werden soll sowieso.

Lieber Audi als Smart

Dabei darf der neue Boss gerne etwas Selbstbewusstsein an den Tag legen. Insiderwissen behält er für sich, statt auf dem Flur zu tratschen („Erzählen Sie Ihre Ideen nicht jedem“) und er darf auch gerne optisch ein wenig Chef-Charme versprühen. Beim Auto („lieber der Audi als der Smart) bei der Büro-Einrichtung und beim Outfit auch.

Fazit: „Vorsicht Führungsfalle“ ist das richtige Arbeitsbuch für Quereinsteiger, die „über Nacht“ befördert werden und ihren Erfolg als Vorgesetzter nicht dem Zufall überlassen wollen: Sehr gut gegliedert, allgemeinverständlich geschrieben.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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