Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 4: Werte-Checkliste 17-25 – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 4: Werte-Checkliste 17-25



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Fehlerkultur heißt aber nicht, das Fehler um jeden Preis gemacht werden sollen – an erster Stelle steht vielmehr die Fehlervermeidung. Was heißt das für die Werte in der Unternehmenskultur? Der Abschluss unseres Werte-Checks:

Erfolg & Management  Unternehmenskultur Scheitern Fehler Failure Angst Perfektionismus Negative Emotionen


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Hier schreibt für Sie: Dr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG. Profil
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Hier schreibt für Sie: Gabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich. Profil

  • Belohnung: Trotz allem steht achtsames Handeln und die Vermeidung von Fehlern an oberster Stelle. Fehler werden nicht bewusst gemacht, um eine „Lernquelle“ mehr zu haben. Das Fehlermachen wird nicht forciert. Denn nicht der Fehler, sondern das Offenlegen von Fehlern samt Verbesserungsvorschlägen wird belohnt.
  • Alle in einem Boot: Es gibt keine Fronten und Seilschaften, wenn es um das Aufdecken und Verhindern von Fehlern geht. Alle Beteiligten, unabhängig in welcher Position, begegnen sich als Partner und nicht als Gegner bei der Ursachenforschung. Niemand fällt einem anderen in den Rücken. Alle werden gleichberechtigt miteinbezogen.
  • Führungsrolle: Führungskräfte sind Vorbilder im Umgang mit Fehlern. Sie erinnern und pflegen die hier aufgezählten Normen und Werte. Sie leben diese Werte und handeln nie gegensätzlich.
  • Eigenverantwortung: Zusammenhalt und Rückendeckung der Vorgesetzten sind entscheidend, entbinden den einzelnen Mitarbeiter aber nicht von der eigenen Verantwortung. Jeder nimmt seine Verantwortung bei der Fehlervermeidung und beim Erstellen von Verbesserungsvorschlägen wahr.
  • Dokumentation: Das Wissen, wie es zu dem Fehler kommen konnte, was genau passiert ist und was unternommen wird, den Fehler zukünftig zu vermeiden, wird als wertvolle Ressource betrachtet. Fehler werden daher dokumentiert und stellen somit einen wichtigen Bestandteil des Wissensma- nagements eines Unternehmens dar.
  • Zielsetzungen werden transparent gemacht: Auch die Ziele der Fehlerdokumentation werden klar kommuniziert. Es wird kommuniziert, warum es für alle wichtig ist, nicht nur offen zu Fehlern zu stehen, sondern auch bei der Dokumentation – und somit bei der Verankerung im allgemeinen Unternehmensgedächtnis – mitzuhelfen. Es geht um gemeinsame Erfahrung statt individuelle Bestrafung als Ziel.
  • Ständige Weiterbildung: Die Erkenntnisse aus der Fehleranalyse fließen laufend in den Schulungsprozess ein. In Workshops und anderen internen Schulungsmaßnahmen werden die Inhalte ständig angepasst; somit ist die Fehlerkultur auch ein Teil der Weiterbildungskultur im Unternehmen. Dadurch ist auch allen bewusst, wie wichtig „lebenslanges“ Lernen ist.
  • Der Blick über den Horizont: Kreativität und visionäres Denken wird gefördert und positiv bewertet. Wer keine Angst vor dem Scheitern hat, wagt es auch, neue Wege zu gehen. Nur ein angstfreies Klima ermöglicht die Entfaltung neuer, kreativer Ansätze – mögen sie zunächst auch noch so absurd und fantastisch erscheinen.
  • Mit den Folgen der Fehlerkultur leben lernen: Diese im Wertsystem einer Unternehmung verankerte Fehlerkultur führt natürlich dazu, mit ständigen, wenn auch oft nur kleinen Veränderungen konfrontiert zu werden. Vielen fällt dieses stete Loslassen von Vertrautem, das stete Sich-einlassen-auf-Neues schwer. Doch gemeinsam und mit Unterstützung der Führung sowie laufender Motivation gelingt der neue Zugang zu Veränderungen. Wer Änderungen versteht und neue Maßnahmen nachvollziehen kann, wird seine Perspektive langsam auch verändern. Ziel ist es, dass alle Mitarbeiter Veränderungen vorwiegend positiv wahrnehmen.
berufebilder

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