Die 6 Erfolgsprinzipien der Führung – Teil 6: Polarität & Resonanz



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Das Prinzip Polarität fordert von Führungskräften ehrlichen Respekt. Das Prinzip Resonanz bringt uns in Kontakt mit den Schwingungen der Welt. Was heißt das genau?

dual

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Das Prinzip Polarität für die Führungsarbeit

Der erkannte Gegenpol wird häufig als »Gegner« wahrgenommen und dann naturgemäß bekämpft. Diesen Kampf aber kann kein Mensch gewinnen, weil sich der wahre Gegner immer in uns selbst verbirgt und von innen heraus destruktiv auf unsere Umwelt einwirkt.

Wir sind hier mitten in der Domäne der Dualität. Wir nehmen die Welt dual – also polar – wahr, wir können nicht anders. Was immer wir tun, wir sind in der Polarität der Welt gefangen.

Meinung ohne Gegenmeinung?

Wenn wir eine Meinung einnehmen, macht diese nur Sinn, wenn es eine Gegenmeinung gibt; wenn wir etwas für wahr halten, schreiben wir dem anderen zu, falsch zu sein, wenn wir etwas als schön bezeichnen, so gibt es ein häßliches Gegenüber.

Selbst wenn wir uns einer Tugend rühmen, so gibt es immer eine gegensätzliche Schwesterntugend, ohne die meine Tugend keinen Wert hätte.

Yin & Yang: Kein Pol ohne Gegenpol

Kraft braucht Nachgiebigkeit, Humor braucht Ernsthaftigkeit, Nähe braucht Distanz, Härte braucht Weichheit, Weiß braucht Schwarz, Licht braucht Dunkelheit und letztlich braucht Yin Yang. Yin und Yang bilden die Gegensätze der Welt ab und in ihrem Symbol zeigt sich ihre wechselseitige Bezogenheit. Die Gegensätzlichkeit aus der polaren Welt ist zugleich das Tor zur Ganzheitlichkeit.

Ganz konkret kann diese Problematik mit dem bereits skizzierten Wertequadrat von Schulz von Thun beschrieben werden. Wenn Sie als Führungskraft ausgesprochen zielstrebig sind, dann gilt das als Tugend.

Keine Zielstrebigkeit ohne Gelassenheit – und umgekehrt

Eine Schwesterntugend aber ist die Gelassenheit. Wenn Sie nicht auch etwas Gelassenheit an den Tag legen, dann überhöht sich die Zielstrebigkeit negativ und wird zum sinnentleerten Karrierewahn. Auch die Gelassenheit kann ohne Zielstrebigkeit negativ überhöht werden und zur energielosen Trägheit werden.

Damit also ein zielstrebiger Mensch nicht in seinen Schatten fällt, muss er ein genügend hohes Maß an Gelassenheit entwickeln. Wir werden als Mensch also nur »ganz«, wenn wir die Polarität auf uns wirken lassen und bewusst wahrnehmen. Erst aus der Integration der Gegenpole wird unsere erstrebte Entwicklung möglich.

Das Wahrnehmungsmuster der Polarität ist das Spüren der Spannung in mir als Mensch und zwischen mir und den anderen. Das dazu passende Energiemuster ist der Spannungsaufbau. Für die Entwicklung muss sich zunächst Spannung aufbauen können. Wir kommen zwischen die Pole und beginnen das innere Spiel.

Das Prinzip Resonanz für die Führungsarbeit

Das Prinzip Resonanz bringt uns in Kontakt mit den Schwingungen der Welt. Wir können auch sagen, die Welt ist Schwingung. Wenn wir auf die Äste und Blätter eines Baumes im Wind achten, so erkennen wir periodische Schwingungen in der Natur, wenn wir Musik hören, spüren wir Schwingungen der Töne in unserem Körper und wenn wir uns in die Welt der Quantenphysik begeben, so bleibt am Ende nichts außer Schwingungen und Wellen.

Schwingungen sind ein Zeichen der Lebendigkeit und nahe an den Gefühlen. Häufig kann eine Schwingung in uns Freude auslösen. Dieser Aspekt ist mit dem Prinzip Resonanz gemeint. Es geht darum, die Freude am Tun, die Freude an der Führungsarbeit und an der Veränderung zu erhöhen. Wir müssen dazu mit dem Neuen in Resonanz kommen, weil sich dadurch kleine Energien verstärken können.

Wahrnehmen, was wirkt

Das Wahrnehmungsmuster ist das »Wahrnehmen, was wirkt«. In der Wirkung liegt die Wahrheit, sagt eine schamanische Weisheit. Und genau dort, wo uns unsere Wahrnehmung Wirkung signalisiert, müssen wir unsere Energien einsetzen.

Schwache Signale müssen durch Resonanz verstärkt werden und Freude in uns erzeugen. Schwache Energien zu verstärken, ist somit auch das Energiemuster dahinter. Die passende Wissensdomäne ist die Theorie der Selbstorganisation.

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