Das E-Mail-Entzugsprogramm – Teil 1: Schluss mit dem Cyberstress – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Das E-Mail-Entzugsprogramm – Teil 1: Schluss mit dem Cyberstress



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Nichts hat Büroarbeit so verändert wie E-Mails. Ursprünglich waren sie einmal dazu gedacht, Kommunikationsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch was ist daraus geworden?

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Prokrastinationsmittel mit Suchtpotential

E-Mails bedingen die häufigsten Unterbrechungen des modernen Lebens. Wo bleibt die Zeit zum Arbeiten? Und das Suchtpotenzial ist offensichtlich hoch: Regelmäßig lässt sich auf Flugplätzen beobachten, dass Reisende unmittelbar nach der Landung hektisch nach ihren Smartphones suchen, um ihre Mails zu checken.

Mittlerweile hat sich das E-Mail-Konto zum massiven Belastungsfaktor entwickelt. Zur Belastung durch Spam, Viren- oder Phishing-Mails kommt hinzu, dass auch die Zahl der „normalen“ E- E-Mails sind eine Gefahr Mails immer weiter steigt.

E-Mails machen krank

Wir erhalten unzähligen Info-Müll, unnötige CC-Kopien, allgemeine Rundsendungen, überflüssige Antworten, Benachrichtigungen aus Netzwerken oder vermeintlich lustige Anhänge von Freunden. Die Mail-Flut ist derart angestiegen, dass sie nicht nur Zeit kostet, sondern auch Stress und Krankheiten verursacht.

Immer mehr Menschen leiden unter der wachsenden Belastung durch zu viele Mails und dem Druck, schnell antworten zu müssen. Denn die Erwartungen in Sachen Reaktionszeit wachsen: Während es noch vor einiger Zeit akzeptabel war, wenn ein Unternehmen auf eine Anfrage binnen 24 Stunden reagiert hat, verlangt der Kunde inzwischen im Regelfall bereits innerhalb von acht Stunden eine Antwort.

Prokrastinationsmittel Nr. 1

Dennoch muss auf keine Mail binnen Sekundenfrist reagiert werden. Unser Gehirn ist für Größeres gemacht. Wer nichts tun will, schreibt wenigstens E-Mails. Und wer etwas tun will, muss stattdessen E-Mails beantworten.

Diese Entwicklungen verursachen in Unternehmen hohe Kosten und schlagen sich dementsprechend auch in den Bilanzen nieder. So gibt es Zahlen aus der Schweiz, die besagen, dass die Produktivität einer Firma um bis zu 40 Prozent sinkt, wenn Angestellte versuchen, parallel zur eigentlichen Arbeit die Mailkorrespondenz zu erledigen.

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