Das E-Mail-Entzugsprogramm – Teil 2: 3mal extremer eMail-Stress – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Das E-Mail-Entzugsprogramm – Teil 2: 3mal extremer eMail-Stress



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E-Mails können eine regelrechte Informationssucht hervorrufen. Wissenschaftlichen Studien zufolge raubt jede E-Mail erst einmal für mindestens 15 Minuten die Konzentration. Warum ist das so? Erfolg & Management  Zeitmanagement Arbeitsorganisation Projektplanung


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E-Mails – das Ende der Konzentration?

Nach Aussage des US-amerikanischen Psychologen Edward Hallowell verlieren Menschen, die ständig neue Mails lesen und beantworten, die Fähigkeit, dauerhaft an Projekten zu arbeiten.

Eine Studie der Universität London aus dem Jahr 2005 fand heraus, dass unser Intelligenzquotient im Durchschnitt um zehn Punkte abnimmt, wenn wir durch ein klingelndes Telefon oder eingehende E-Mails abgelenkt werden (Das ist übrigens mehr als doppelt so viel, als die Verringerung um vier Punkte, die das Rauchen eines Joints verursacht).

Mehr als 30 Sekunden konzentrieren?

Niall Fergusson, Wirtschaftshistoriker an der Harvard-Uni, erklärte im Anschluss an eine Rede des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt in Berlin im Jahre 2011, dass er inzwischen fast obsessiv etwa 200 Mails am Tag beantworte, sein jüngerer Sohn nicht von der Playstation zu lösen, die Tochter Facebook-abhängig sei und der ältere Sohn seiner Freundin im Zwei-Minuten-Takt SMS schicke.

Er frage sich, ob wir in Zukunft noch in der Lage sein werden, uns länger als 30 Sekunden auf eine Sache zu konzentrieren.

3 extreme Fälle von eMail-Stress

Drei extreme Fälle, denen ich im Lauf meiner Arbeit begegnet bin, sind mir besonders in Erinnerung geblieben:

  • Ein Geschäftsführer verriet mir einmal, dass er bis zu 200 Mal am Tag auf den Senden- und Empfangen-Button seines Mail-Programms drücken muss, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt.
  • Einer meiner Premium-Klienten erfuhr nach einem Workshop im vertraulichen Gespräch von einer leitenden Mitarbeiterin, dass in deren Inbox mehr als 1.500 Mails waren, mit deren Beantwortung sie sich in Rückstand befand. Beängstigend.
  • Der Teilnehmer eines Inhouse-Seminars berichtete mir bereits 2005, dass er im Durchschnitt alle sechs Monate auf Grund der aufgelaufenen, unbearbeiteten Mails bewusst einen Crash produziert, um im Anschluss den Systemadministrator anzurufen und den E-Mail-Client neu aufsetzen zu lassen. Klingt ziemlich verzweifelt. Wissen Sie, wie es in Ihrem Betrieb aussieht?
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