Buddhismus als Organisationsentwicklungsstrategie – Teil 2: Die Methodik – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Buddhismus als Organisationsentwicklungsstrategie – Teil 2: Die Methodik



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Im ersten Teil des Beitrags habe ich praktische Beispiele aus unserem Beratungsalltag gezeigt. Im zweiten Teil möchte ich nun etwas ausführlicher zwei Methoden vorstellen, wie das gelingen kann.

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Methode 1: Paramitacheck

Ein Beispiel für eine Methode ist der sogenannte Paramitacheck: In diesem werden klassische Organisationsaufstellungen mit buddhistisch-ethischen Handlungsanleitungen (Paramitas) zusammengeführt.

Bei Organisationsaufstellungen geht man davon aus, dass Unternehmen dynamische Systeme sind. In diesen verhalten sich sowohl Gruppen (z.B. Abteilungen) als auch Einzelpersonen anhand der persönlichen Beziehungen auf unterschiedliche Weise zueinander. Ist dieses Verhalten gestört, etwa wegen einer Fehlbesetzung, so hat das Konsequenzen für das ganze Unternehmen.

Wann sind Aufstellungen sinnvoll?

Der Vorteil einer Organisationsaufstellung ist, dass diese Beziehungsdynamiken mittels „Darsteller“ (Repräsentanten) im Raum sichtbar gemacht werden und deshalb dreidimensional erlebt werden können: also sichtbar, hörbar und fühlbar. Dieses körperliche Erleben hilft dabei alte Denkmuster aufzulösen und neue Wege zu beschreiten.

Besonders gut eignen sich Organisationsaufstellungen etwa bei Firmenübernahmen, wichtigen Neubesetzungen, oder internen Umstrukturierungen. Dies hat sich insbesondere in den Bereichen Recruiting und Mitarbeiterförderung bewährt. Bei einem Paramitacheck wird zusätzlich zur herkömmlichen Organisationsaufstellung eine zweite Aufstellungsebene eingeführt – nämlich die der Paramitas.

Was sind die Paramitas?

Die Paramitas sind sechs konkrete, buddhistische Handlungsweisen, die helfen nach ethischen Prinzipien erfolgreich zu sein. Dazu zählen klassische Karrieretugenden wie Ausdauer und energische Tatkraft, sowie Großzügigkeit und sinnvolles Handeln als ethische Basis jeder Aktion.

Methoden, die helfen den Horizont zu erweitern, konkret Meditation und Weisheit, gehören ebenfalls dazu. Wörtlich übersetzt bedeutet Paramita „Tat“. Es geht also darum, welche Taten man setzten muss um mit Ethik Erfolg zu haben.

Paramitas & Organisationsaufstellungen

Nachdem die Paramitas als eigenes Element für sich alleine „aufgestellt“ wurden, werden nun in einem weiteren Schritt Paramita- und Organisationsaufstellung miteinander verknüpft.

Dadurch kann man auch sehr genau aufzeigen, wie die Paramitas in dem jeweiligen Unternehmen angewendet werden können. Aus den Resultaten dieses ersten Checks, stelle ich dann auch einen individuellen Maßnahmenkatalog zusammen.

Methode 2: Entspannte Konzentration

Dieser Maßnahmenkatalog kann sowohl individuelle Coachings als auch auf das Unternehmen zugeschnittene Seminare beinhalten. Dem Buddhismus entnommene weiterführende Methoden wie Meditation, asiatische Körperübungen oder Führungskräfteretreats sind ebenfalls möglich.

Ziel dieser Methoden ist es einen Zustand entspannter Konzentration zu erzeugen. Diese mühelose Konzentration kann mit einiger Übung auch auf die Tätigkeiten in der Arbeitswelt übertragen werden.

In den Flow kommen

Eine wichtige Voraussetzung, um etwa in einen Zustand von „Flow“ kommen zu können. Dabei handelt es sich um einen Zustand, der zu mühelosen Höchstleistungen führen kann.

Flow ist von dem Psychologen Mihály Csíkszentmihályi entdeckt und bereits hinlänglich erforscht worden. Flow gilt als ein Zustand, in dem „Handlung und Bewusstsein verschmelzen“, als eine Form von Glück, auf die man selbst Einfluss nehmen kann.

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