Keine Angst vorm Älter-Werden: Pro-Aging statt Anti-Aging – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Keine Angst vorm Älter-Werden: Pro-Aging statt Anti-Aging



Zeitmanagement-Papst Lothar Seiwert hat wieder ein neues Buch geschrieben: Diesmal widmet er sich dem Thema Älterwerden – und stellt dessen positive Seiten heraus. Das alles garniert mit vielen praktischen Tipps und bissigem Humor.

Die Chance des demographischen Wandels

Keine Angst vor dem Herbst des Lebens! Panikmache vor dem demografischen Wandel, vor Altersarmut oder der „Gesellschaft der Gebrechlichen“ lässt der Grandseigneur des Zeitmanagements nicht kommentarlos durchgehen.

In seinem lesenswerten Buch „Das neue Zeit-Alter“ wirbt er für mehr Besonnenheit und Weitsicht in der Diskussion um die bevorstehende Überalterung der Deutschen.

Wider die Alters-Panik-Mache

Sein Mittel gegen die düsteren Prophezeiungen: Tragfähige Modelle für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, in denen die Begriffe „alt“, und „Zukunft“ wunderbar harmonieren.

In denen Rentner nicht nur Empfänger von öffentlichen Geldern und Dienstleistungen sind, sondern das Land aktiv (mit)gestalten. „Die besten Jahre kommen noch“, schreibt Seiwert, die der heute 40jährigen „und die unserer Gesellschaft“.

Die Schattenseiten des demographischen Wandels

Sein Altersweis(s)buch ist zweigeteilt: Im ersten Part analysiert er die Gründe für die fortschreitende Überalterung der Gesellschaft. Längere Lebenserwartung aufgrund besserer Infrastruktur, medizinischer Versorgung und Bildung kommen dabei ebenso zur Sprache wie die Gründe für die sinkende Geburtenrate.

Seiwert verfällt nicht dem Fehler, die anstehenden Probleme wie die Löcher in den Rentenkassen oder den „Krieg der Generationen“ kleinzureden.

Grufty Horror Picture Show

Er nimmt die Ängste der Betroffenen ernst („Grufty Horror Picture Show“), berichtet dabei auch aus persönlichen Erfahrungen und spart nicht bissigem Humor: „Im Jahr 2050 werden wohlhabende Namibier Patenschaften für Notleidende deutsche Rentner einrichten.“

Um die Schreckensszenarien abzuwenden, müssen zuerst die Alten selbst anpacken – bevor die Gebrechlichkeit beginnt. Das schildert der Autor im zweiten Teil des Buches. Arbeitswillig und -fähig zu bleiben über das Renteneintrittsalter hinaus, das liegt in der persönliche und sozialen Verantwortung jedes Einzelnen.

Generationenvertrag neu gestalten

Seiwert spricht vom „integralen Lebensmodell“, das die Lebenserfahrung aus den vergangenen Jahrzehnten als „Türöffner für gesellschaftliche Positionen und Ämter“ nutzt. Alte finden sinnvolle und auch hochdotierte Beschäftigungen, wenn sie sich einbringen, ihre Vorteile ausspielen.

Die Wirtschaft sieht Seiwert in der Pflicht, die Weichen dafür zu stellen – beispielsweise über neue Arbeitszeitmodelle, altersgemischte Teams und mehr Teilzeitstellen.

Pro Aging statt Anti Aging

Die Möglichkeiten dafür sind längst gegeben. Nur muss das auch in die Köpfe aller Verantwortlichen: „Pro Aging statt Anti Aging: Altwerden ist ein Ziel, das schön und erstrebenswert ist.“

Fazit: Unmissverständlich fordert Seiwert eine gesellschaftliche Erneuerung, die das Altwerden nicht mehr als Makel begreift.

Seine Zukunftsmodelle sind absolut überzeugend. Vorher aber muss der soziale Wandel in den Köpfen stattfinden, vor allem in denen der Alten selbst. Das Buch könnte einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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