Alternative Finanzierung von Kultuprojekten: Dublins Little Museum – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Alternative Finanzierung von Kultuprojekten: Dublins Little Museum


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Offenlegung & Bildrechte: Aer Lingus hat bei diversen Recherche-Reisen die Flugreise gesponsert. Fáilte Ireland hat unsere Reise nach Irland durch Übernahme der Reisekosten unterstützt.  Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: 15 St Stephen's Green, Dublin, Irland.

Der Kulturbetrieb ist in Deutschland grundsätzlich einer der ersten Subenventionskandidaten. Fast hat man den Eindruck, Kultur ist ohne staatliche Förderung kaum denkbar. In Irland habe ich nun ein findiges Gegenbeispiel gefunden, das zeigt: Es geht auch anders.

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Klein, aber mit 80.000 Besuchern pro Jahr

Das Little Museum ist Dublins einziges Stadtmuseum. Es ist erst drei Jahre alt, zieht aber pro Jahr 80.000 Besucher an. Auf drei Stockwerken beherbergt es Schätze aus der zeitgenössischen Stadtgeschichte – vom Sofa bis zum Trabi, der in einem U2-Video eine wichtige Rolle spielte.

Die Devise, nach der der Komponist Simon O’Connor, heute der Museumkurator, und der Schriftsteller Trevor Withe, heute Direktor, das Museum gegründet haben: Möglichst unabhängig bleiben und kein Geld ausgeben.

Hilfe durch die Rezession

Dabei kam ihnen, wie vielen Künstlern und Designern auf der Insel, die Rezession zugute. „Das Gebäude am Stephens Green in Dublins Zentrum gehörte der Stadt und stand damals leer – wir haben es erst zwei Zimmer und schließlich das ganze Gebäude übernommen“, erzählt Kurator Simon grinsend.

Auch die Ausstellungsstücke, zum Großteil aus dem 20. Jahrhundert, fanden kostenlos ins Museum: „Wir haben in den Medien eine Aufruf nach Ausstellungsstücken gestartet und sehr viel Zuspruch bekommen“, berichtet er.

Erfolgsrezept Networking

Das habe das Museum zudem sehr bekannt gemacht – eine weiteres Erfolgsgeheimnis der beiden: Ihr Netzwerk ist sehr groß, es reicht bis in wichtige Positionen der Stadt.

Daher hat Simon auch wenig Angst, dass man ihm das Gebäude wieder wegnehmen könne: „Wir haben die richtigen Leute involviert. Und die Stadt hat verstanden, dass wir hier eigentlich ihre Arbeit machen, denn Dublin hatte zuvor kein Stadtmuseum“, so der Kurator.

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Kultur zum Anfassen

Beide betreiben ihre ursprüngliche künstlerische Tätigkeit nur noch nebenher, das Museum ist längst ein Fulltime-Job. Es ist das originelle Konzept, der das Projekt erfolgreich macht:

Die Besucher können die Ausstellungsstücke nicht nur anschauen sondern auch nutzen und z.B. auf den Sofas Platz nehmen, Tee trinken oder in den alten Büchern lesen. Wir wollten von Anfang an, dass das Museum auch auch ein Ort ist, an dem Leute zusammentreffen“, erläutert Simon.

Finanzierung

Bürgernähe, die sich auszahlt: Die Finanzierung kommt aus Eintrittsgeldern, aber nicht nur: „Wir bekommen ein wenig Unterstützung vom Department of Art, haben Fördermitglieder, veranstalten Lesungen sowie Konzerte und vermieten die Räume für Firmenevents“, sagt Simon und erklärt: „Unser Vorteil ist, dass wir machen können, was wir wollen. Diese Freiheiten hätte ein staatliches Museum nicht.“

Ja natürlich, der eine oder andere wird einwenden, dass auch das Little Museum eine gewisse staatlich Förderung erhält. Was mir an dem Projekt aber gefallen hat, war, dass sich die Macher nicht erst nach einer Finanzierung umgeschaut haben, sondern einfach mal mit wenig Mitteln, aber viel Social Impact losgelegt haben – eine Einstellung, die mir bei vielen deutschen StartUps gerade im Kulturbereich ein wenig abgeht.

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