Selbstfindung mit Soulfood – Teil 2: Zusammenhalt unter Frauen

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17.01.2013 85 Leser 0 Debatten 524 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 21 Sekunden

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Als ich noch in New Orleans lebte, ärgerte mich mein Ex- Freund oft mit dem blöden Spruch: »Ihr Frauen hättet eben nicht in den Apfel beißen sollen!« Er sagte das immer, wenn ich in Bezug auf Frauen aufgebracht war, z.B. wenn eine Frau an der Wahl für einen Senatorenposten gescheitert war. Egal, was es war, er hatte immer den gleichen Satz für mich parat, um mich zu veralbern: »Ihr Frauen hättet eben nicht in den Apfel beißen sollen!« Er wusste wirklich genau, wie er mich auf die Palme bringen konnte. Grrrr!

Was wäre wenn…

Also lasst mich ein wenig über das »Was wäre gewesen wenn« fantasieren. Wie wäre es wohl gewesen, wenn der Garten Eden mit seiner Schönheit, seiner wohligen Wärme, seinen riesengroßen grünen Blättern, seiner erstaunlichen und berauschenden Vielfalt an Blumen, Bäumen und Feigenblättern, wenn dieses Paradies nur für Frauen entworfen worden wäre?

Ein wahres Paradies für Frauen in unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Frauen, die einander hilfsbereit gegenseitig die Feigenblätter geraderichteten. Die in Frieden miteinander diesen wunderschönen Ort teilen würden.

Paradis ohne Adam

Was wäre, wenn Gott vergessen hätte, Adam zu erschaffen? Oder ihn vielleicht etwas später zu uns geschickt hätte, damit wir die Möglichkeit gehabt hätten, uns zuerst selbst besser kennenzulernen? Alle Evas im Paradies hätten sich mit Freuden zusammengetan, um zuerst einen großen Ast von diesem alten Baum zu reißen und damit diese alberne Schlange zu vertreiben!

Manche würden sagen, tut der Schlange nichts zuleide, wir sind im Paradies. Aber wäre ich die Chef-Eva gewesen, hätte ich zu meinen Schwestern gesagt: »Tötet die Schlange! Lasst uns einen Gürtel daraus ma- chen, damit diese blöden Feigenblätter nicht immer rutschen.«

Warum heißt der Adamsapfel so?

Dann wäre da aber immer noch dieser Apfelbaum. Meine erste Frage an euch lautet: »Warum heißt der Adamsapfel im Hals eines jeden Mannes Adamsapfel?«

In meiner Fantasie kann ich deutlich vor meinem inneren Auge sehen, wie Adam dann doch noch das Paradies betritt, gar nicht darüber nachdenkt, was man mit einem Apfel alles anstellen könnte, sondern einfach vor lauter Hunger einen frischen vom Baum pflückt und einen riesigen Bissen davon nimmt.

Kochen für die Seele

Wir hätten ja, wie wir es schon immer getan haben, heimlich nur die herabgefallenen Früchte genommen und sie zu den herrlichsten Gerichten verarbeitet. Meine Eva-Schwestern wären da sehr kreativ gewesen: »Lass sie uns rösten«, »Lass sie uns zerdrücken«, »Lass sie uns mit Feigen mischen!«

Wir hätten den Apfel auch in kleine Portionen unter uns aufgeteilt und keine so großen Stücke davon in den Mund geschoben, dass man sie heute noch sehen kann. Ich weiß, es ist nur eine Fantasie, wie es gewesen sein könnte. Die Bibel erzählt die Geschichte von Adam und Eva ja ganz anders.

Zusammenhalt unter Frauen

Aber: Wenn dieser fremde Adam in unser herrliches Paradies gekommen wäre und mit einem Blick auf den Bauch einer unserer Eva-Schwestern gesagt hätte: »Du siehst heute ein wenig aufgebläht aus! Geht’s dir nicht gut?« Alle Evas hätten sich hinter diese eine gestellt und sie angefeuert:

»Wirf ihn! Nicht essen! Werfen!« Hätte ich doch jedes Mal jemanden in meinem Rücken und einen Apfel zur Hand gehabt, wenn mein Ex-Freund mal wieder seinen Spruch sagte!

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