Ziele & Zweck von Lerncoaching – Teil 4: Ausdauer & Frustrationstoleranz lernen


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20.06.2013 207 Leser 0 Debatten 244 Wörter Lesezeit: 1 Minuten, 3 Sekunden

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Im Bereich der Frustrationstoleranz weisen Lernende immer häufiger eine fehlende Ausdauer auf. Dies beruht auf Erfahrungen aus der eigenen Lehrer- und Lerncoachpraxis.

Wie Lerncoaching Ausdauer aktiviert

Häufig werden Aufgaben oder Herausforderungen schnell beiseite gelegt, da sich der Lernende entmutigt oder inkompetent fühlt. Lerncoaching zielt auf die Aktivierung von Ressourcen ab:

Der Lerncoach visiert gemeinsam mit dem Lernenden ganz bewusst erste, kleine Schritte zur Veränderung des Lernverhaltens an. Zentral ist, dass der Lernende Lob, Anerkennung und Wertschätzung für seine Anstrengungen und Bemühungen (und nicht nur für seine Leistungen) erhält.

Misserfolge als Gelegenheit zum Dazulernen

Misserfolge, Lernhemmnisse oder Schwierigkeiten werden beim Lerncoaching als eine Gelegenheit zum Dazulernen betrachtet und nicht als Defizite oder Unzulänglichkeiten.

Stolpersteine oder auch kleine Rückschläge sind wichtige Lernerfahrungen, die einen Anlass bieten, um passendere Strategien oder Lösungen zu konstruieren.

Verbesserungen Schritt für Schritt

Die Personalkompetenz wird in der Lerncoaching-Praxis gefördert, indem z. B. methodisch mit Skalierungsfragen gearbeitet wird. Sie bieten dem Lernenden die Möglichkeit, bereits erste, minimale Veränderungsschritte anzupeilen, wahrzunehmen und bewusst herbeizurufen.

Es geht nicht darum, dass der Lernende (umgehend) von Stufe eins der Skala („Ich kann es gar nicht!“) auf Stufe zehn der Skala („Ich kann es perfekt!“) gelangt.

Mehr als Schwarz-Weiß-Denken

Dem Lernenden sollen vielmehr die vielen verschiedenen Nuancen zwischen Schwarz („Es klappt nicht!“) und Weiß („Es klappt!“) bewusst werden.

Dies führt dazu, dass Lernende im Idealfall nicht vorschnell aufgeben, sondern die Bereitschaft entwickeln, auch über eine Durststrecke hinweg, kleine Teilziele zu erreichen und dadurch „am Ball zu bleiben“.

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