Wiedereinstieg in den Beruf nach Babypause 1/2: Karrierekiller Elternzeit?


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08.04.2013 137 Leser 4 Debatten 249 Wörter Lesezeit: 1 Minuten, 6 Sekunden

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Eine kürzlich veröffentlichte Elternumfrage des Bundesfamilienministeriums, die mich überrascht und entsetzt hat: Vier von zehn berufstätigen Frauen bedauern, Elternzeit genommen zu haben. Denn, die Babypause schadet der Karriere, sagen die Befragten. Und nun?

Vor der Elternzeit: Vorausschauend planen

Die Fragen, die sich da stellen: Vergraulen männliche Topentscheider die weiblichen Kollegen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz? Oder haben Frauen nicht den nötigen Biss, sich wieder reibungslos ins Berufsleben einzufügen?

Die wenigsten Frauen machen sich im Vorfeld Gedanken darüber, wie der Wiedereinstieg gelingen könnte – ein Fehler. Denn so vergeht wichtige Zeit, in der Unternehmen und werdende Mütter gemeinsam an einer Lösung für den Wiedereinstieg arbeiten könnten.

Auf alle Fälle Kontakte halten!

Sinnvoll ist es, vorher in jedem Fall die Dauer der Elternzeit festzulegen und wie Kontakt gehalten werden kann.

Denn fällt eine wichtige Führungskraft aus, muss das Unternehmen kurzfristig einen adäquaten Ersatz finden, der interimistisch die Position übernehmen kann – und der wieder zurücktritt, sobald die Mitarbeiterin aus der Elternzeit zurückkehrt.

Ein Problem speziell bei Führungskräften

Ein Problem, das vor allem Führungspositionen betrifft. Denn die meisten Führungskräfte von extern sind im Hinblick auf die eigene Karriere nicht bereit, eine zeitlich begrenzte Stelle zu übernehmen. Erfolg verspricht hingegen der Blick nach innen:

  • Gibt es zum Beispiel eine fachlich versierte Kollegin, die stellvertretend einspringen kann?
  • Oder lassen sich bestimmte Aufgaben auf mehrere Mitarbeiter verteilen?
  • Kann für den Rest vorübergehend eine Teilzeitkraft eingestellt werden?
  • Und wie hält man trotz Abwesenheit Kontakt?

Genau um diesen Punkt geht es im zweiten Teil meiner kleinen Miniserie.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Marie-Luise Mähler

    Wieso sollen Führungskräfte nicht bereit sein, als Interim zeitlich einzuspringen? Ist es nicht eher so, dass Befristung auf allen Ebenen im Zeitalter der Arbeitsmarkt-Flexibilisierung ein großes Thema ist und Interim-Manager gar nicht mehr so ungewöhnlich sind? Dies meine ich zumindest im letzten Jahr im PR Report gelesen zu haben…

    • Simone Janson

      Ich denke, die Interim-Tätigkeit hat immer noch den Ruf , eine Tätigkeit zweiter Wahl zu sein. Das schreckt viele ab. Dass befristete Tätigkeiten zunehmend normal sind, ändert daran nur langsam etwas: Das wird noch eine Weile brauchen, bis es auch in den Köpfen soweit ist. So wie mit den Journalistik-Studierenden, die alle gerne für Print arbeiten möchten, aber selbst nur noch Online lesen: Auf das Image kommt es an.

  2. 4 von 10 Frauen, eine … interessante Zahl. Ich bin gespannt, wann es solche Zahlen auch für die Väter gibt.

    • Simone Janson

      Hallo Silke,

      ich denke, andersrum wird ein Schuh draus: Gerade weil die Zahl für Väter gegen 100% tendieren würde, werden solche Zahlen erst gar nicht erhoben. Leider.

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