Systemkamera Olympus PEN E-PL1 im Nutzer-Test: Liebe auf den zweiten Blick – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Systemkamera Olympus PEN E-PL1 im Nutzer-Test: Liebe auf den zweiten Blick


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Offenlegung/Anzeige & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus.

Manchmal muss man zweimal hinschauen, bevor man den Wert einer Sache erkennt. Das gilt auch für die Olympus PEN E-PL1, die ich seite einem halben Jahr nutze. Anfangs war ich von ihr nicht sehr angetan – im Laufe der Zeit änderte sich jedoch mein Eindruck. Ein Überblick aus Nutzer-Sicht!

Kompakt, Spiegelreflex oder mit System?

Bei Kameras halte ich es mit meinem Kollegen Richard Gutjahr: Die müssen klein, leicht und schnell sein. Eine Spiegelreflexkamera kam daher lange nicht für mich in Frage, gleichzeitig sind die Möglichkeiten meiner Smartphone-Kamera noch zu gering, um über Schnappschüsse hinauszugehen.

Bislang hatte ich daher immer mit handlichen Kompakt-Kameras gearbeitet, zuletzt mit der Canon PowerShot SX200 IS, die mir auch recht gut gefiel. Doch zunehmend suchte ich nach weitergehenden Einstellungsmöglichkeiten durch auswechselbare Objektive. Auch die Nachtaufnahmen der Canon waren eher enttäuschend.

Nutzer-Erfahrungen im Überblick

Da kam das Angebot von Olympus, meine Arbeit mit der PEN E-PL1 zu unterstützen, gerade recht.

Da es im Netz schon zahlreiche Testberichte gibt (etwa sehr ausführlich hier oder im Überblick hier), die fundiert auf die technische Ausstattung und Leistung der Kamera eingehen, möchte ich mich hier auf meine Nutzererfahrungen als vergleichsweiser Fotografie-Anfänger beschränken.

Die Schwächen

Am Anfang war ich zugegebenermaßen ziemlich skeptisch. Die Olympus ist deutlich schwerer als ein Kompaktgerät und ich hatte den Eindruck eines unguten Kompromisses zwischen Kompaktheit und Spiegelreflexkamera.

Zudem weist das Display, vor allem nachts, ein ziemlich starkes Rauschen auf, was das Fotografieren nicht gerade erleichtert. Und als Weiteres Manko ist die Kamera auch deutlich langsamer, als ich das von bisherigen Knipsern gewohnt bin.

Akku extern aufladen, kein Sucher

Den Akku muss man zudem in einem externen Gerät aufladen, was umständlich ist. Aber immerhin hat sie einen und kommt nicht wie viele Billigknipser mit Batterien, die zu schnell an Saft verlieren.

Und auch einen Sucher sucht man bei der Kamera vergeblich. Immerhin kann ein elektronischer Sucher nachgerüstet werden.

Zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten

Dazu muss man oft erst auch noch umständlich das Objektiv entriegeln. Mal schnell spontan etwas fotografieren – dafür ist die Olympus einfach nicht geeignet. Der eine oder andere gelungene Schnappschuss ist mir so schon durch die Lappen gegangen.

Auch mit den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten war ich zugegebenermaßen ein wenig überfordert. Es gibt zahlreiche Modi und Blendeneinstellungen, es gibt Kunstfilter, die ein Fotoprofi zwar als Spielerei abtun wird, die aber dennoch interessante Effekte hervorrufen (etwa der grobkörnige Schwarz-Weiß-Modus).

Automatik-Modus mit Überraschungen

Und schließlich gibt es auch einen Automatik-Modus, der auch nochmal weitere Einstellungsmöglichkeiten (etwa Helligkeit) hat. Sich da durchzuarbeiten kostet einfach Zeit. Mittlerweile nutze ich fast nur noch den Automatik-Modus, der selbst nachts ohne Bilder ganz hervorragende Aufnahmen macht, die deutlich besser sind als das, was ich bislang sonst so an Automatik-Modi bei Kameras erlebt hatte.

Zudem lassen sich von Hause aus Bilder im RAW-Modus abspeichern und dann zu Hause nachentwickeln – bei der Canon war das nur umständlich über ein Zusatz-Skript aus dem Internet möglich.

Objektiv mit deutlichen Erweiterungsmöglichkeiten

Wirklich gute Dienste leistet das M. Zuiko Digital-Objektiv 14-42 mm /1:3,5-5.6. Die Bilder sind so scharf, dass sie hinterher am Computer spielend eingezoomt werden können. Ein Zoom- oder Teleobjektiv erübrigt sich für meinen einfachen Gebrauch damit fast.

Da ich dennoch mal mögliche Effekte ausprobieren wollte, suchte ich nach preisgünstigen Erweiterungen – und bin fündig geworden. Mittels eines OEM-Four-Thirds-Adapters lassen sich nämlich auch ältere, analoge OEM-Objektive an die Kamera anschrauben und verwenden.

Die kann man für kleines Geld gebraucht bei eBay kaufen. Nur der Automatik-Modus funktioniert dann natürlich nicht mehr. Sicher nicht die Ideal-Lösung, aber eine günstige Alternative, wenn man so wie ich, erstmal herumexperimentieren will. Und natürlich auch für den geeignet, der noch alte Objektive zu Hause liegen hat.

Ton und Video dank Mikrofonschuh

Zu dem Objektiv lieferte mir Olympus auch noch einen Mikrofonschuh samt aufsteckbarem Mikrofon mit. Damit lassen sich auch Videoaufnahmen in relativ hoher und Stereo-Qualität machen, zudem ist das für Interviews optimal, bei denen man vor allem die Antworten des Gesprächspartners aufzeichnen will.

Auch das ein Pluspunkt gegenüber vielen Kompakt-Kameras, deren eingebautes (Mono) Mikrofon nur eingeschränkte Variationen bei Videoaufnahmen zulässt.

Fazit

Kurz: Die Kamera ist für Fotografie-Neulinge mit Experimentierfreude ein robuster Begleiter und mit diesem Anspruch auch zu empfehlen. SIe ist sicher keine Liebe auf den ersten Blick, jedoch eine weitergehende Beschäftigung wert.

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