Perfekt inszenieren – Teil 2: Reden richtig strukturieren

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Uns fällt es leichter, einem Beitrag zu folgen, wenn wir eine Ordnung darin erkennen. Vom ersten zum zehnten Modul, vom Kleinen zum Großen, vom Unwichtigen zum Wichtigen, von der Theorie zum Beispiel, vom Anfang zum Ende, von der Vergangenheit in die Zukunft: Das Publikum kann mühelos der Rede folgen.

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Struktur spart Energie beim Zuhören

Denn auch hier wird Energie beim Zuhören gespart. Außerdem erhöht die Vorhersagbarkeit das gute Gefühl der Kontrolle: Der Zuhörer weiß jederzeit, wo er gerade ist, und was ihn als Nächstes erwartet. Ein gutes Stilmittel dazu: Der Dreierschritt.

Der Dreierschritt wirkt rhythmisch und melodiös und erzeugt prägnante und griffige Botschaften. Verstärken mit Steigerungen Wenn wir steigern, ist das so, als ob wir am Hauptschalter drehen, der die Intensität der Emotionen steuert.

Klimax & Antiklimax

Gesteigert wird vom Kleinen ins Große (Klimax), wenn wir Emotionen erregen wollen, und vom Großen ins Kleine (Antiklimax), wenn wir Emotionen dämpfen wollen.

Fakten, die für Sie oder Ihre These sprechen, machen Sie »groß« – das bedeutet, Sie widmen ihnen Redezeit, Sie visualisieren sie, vergleichen sie mit etwas Größerem, inszenieren sie aufwendig. Dieses rhetorische Prinzip heißt Amplificatio.

Steigern & klein-reden

Fakten, die gegen Sie sprechen, machen sie »klein«. Sie gehen entweder gar nicht auf sie ein oder Sie gehen nebensächlich auf sie ein, Sie relativieren sie, visualisieren sie auf keinen Fall, verpacken sie nicht rhetorisch. Denken Sie an den Hinweis über die Nebenwirkungen in der TV-Werbung für Arzneimittel!

Steigern kann man auch durch Häufung. Damit können wir vor allem komplizierte oder abstrakte Dinge begreifbarer machen, da wir durch Umschreibungen viele Sichtweisen auf ein Thema anbieten. So kann jeder Zuhörer sich die Perspektive aussuchen, die für ihn am besten zugänglich ist.

Stilmittel zur Übertreibung und Steigerung

Gehäuft werden kann auch inhaltlich mit Übertreibungen und Steigerungen. Dazu einige Stilmittel:

  • Klimax: Steigerung von Worten, Elementen, Argumenten zum Schluss hin. Auf die Spitze treiben. Macht Kleines groß; vernetzt die Zusammenhänge. Hyperbel: Übertreibung: Bei der Darstellung von Personen oder Dingen wird weit über das Glaubwürdige hinaus übertrieben.
  • Asyndeton: Mehrere Wörter werden unverbunden aneinandergereiht. Dem Aufgezählten und Gesagten wird eine höhere und herausragende Bedeutung zugesprochen. Häufen Sie vor allem limbische Begehrlichkeiten.
  • Verzicht: Es wird ausdrücklich gesagt, worüber man nicht sprechen wird, um es erst recht hervorzuheben. Der Verzicht eignet sich gut, um die gegnerische Position zu erschüttern.
  • Antiklima: »Steigert« vom Großen ins Kleine. Führt vom Gesamten ins Detail. Legt den Finger in die Wunde.

Wie man Denkblockaden beseitigt -3/3: Free again!

Ruth | Meinhart, 08. 05. 2013:

In den ersten beiden Blogartikeln ging es um die Ursachen und Hintergründe von Blockaden und Blackouts, die beide auf unbewusster Ebene entstehen und ablaufen. Was aber kann man wirklich dagegen tun? Pillen helfen nicht Wer es schon einmal probiert hat, … Weiterlesen →


Von einem der auszog das Fürchten zu lernen – 3/3: Konstruktiv Feedback annehmen

Sabine | Lanius, 23. 05. 2013:

Feedback geben ist nicht schwer. Feedback annehmen um so mehr. Es gibt ein schönes Zitat von Henry David Thoreau, dass die Problematik des Feedback-Annehmens verdeutlicht: “Zur Wahrheit gehören immer zwei, einer, der sie sagt, und einer der sie versteht.” Leitgedanken … Weiterlesen →


Perfekt inszenieren – Teil 4: Ins Rampenlicht durch Prägnanz & Metaphern

Anita | Hermann-Ruess, 29. 01. 2013:

Wenn wir eine Botschaft an den Mann oder die Frau bringen wollen, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese etwas eingängiger zu gestalten: Zum einen verleihen wir ihr durch Kürze die richtige Würze. Und wichtige Dinge können wir durch Metaphern noch … Weiterlesen →


Perfekt inszenieren – Teil 3: Action in der Rede durch Antithesen & Fragen

Anita | Hermann-Ruess, 28. 01. 2013:

Ein beliebtes Mittel der Rhetorik ist der Kontrast: schnell – langsam, verschwenderisch – profitabel, kompliziert – einfach etc. Die Wirkungsweise von Antithesen: Der dunkle Antiwert lässt meinen Wert noch heller leuchten. Ähnlich anregend wirken auch gezielt eingesetzte Fragen. Beide Stilmittel … Weiterlesen →


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