Mobiles Business als Social Entrepreneur: Quebecs mobile Fahrradwerkstatt – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Mobiles Business als Social Entrepreneur: Quebecs mobile Fahrradwerkstatt


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Offenlegung & Bildrechte:  Das Tourismusministerium der kanadischen Provinz Quebec hat unsere Recherche-Kosten für Flüge, Transfer, Aufenthalt und Verpflegung übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus, außerdem von RAJ Velo. Bild-Location: Québec, Kanada.

Im kanadischen Quebec bin ich auf diese interessante Geschäftsidee gestoßen: Eine mobile Fahradwerkstatt, die praktisch zum Kunden kommt, und ihm hilft, sein Fahrrad selbst zu reparieren – und das auch noch umsonst. Unterstützung für die Hilfe zur Selbshilfe findet sie ausgerechnet bei den Fahrradshops der Stadt.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Hilfe zur Selbsthilfe als Marktlücke

Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   In Quebec Down-Town, am Place Jacques-Cartier vor der Bibliothèque Gabrielle-Roy, traf ich eher zufällig Justin Moisan. Der hat einen Master in Literaturwissenschaften, verspürte aber dann Lust, mal mit den Händen zu arbeiten.

Und erkannte bald eine Marktlücke: „Es gibt viele Menschen, die ihr Fahrrad selbst reparieren wollen, statt es teuer im Shop reparieren zu lassen. Aber das entsprechende Werkzeug dafür kann man nirgends leihen.“

Quebecs mobile Fahrradwerkstatt

So gründete er 2007 ein Atelier de reparation de velo ambulant, zu deutsch eine mobile Fahrradwerkstatt, die er auf den Namen RAJ Velo taufte.

RAJ steht dabei für Justins erste Geldgeber, die Ragrupment Autonome de Jaume, die autonomen Jugendgruppen. Von dem autonomen Kollektiv stammt das Geld für die ersten Werkzeuge, die er für seine Werkstatt anschaffte.

Angefangen hat alles mit Kursen

Angefangen hat alles mit Kursen in Fahrradreperatur, die Justin einmal die Woche gab. Seit etwa zwei Jahren ist er regelmäßg auf dem Place Jaques Cartier, da wo bislang eher die ärmeren Einwohner Quebecs wohnten.

Drei Stunden in der Woche wendet Justin für seine kleine Idee auf. Insgesamt sind daran 10 Leute beteiligt, die abwechselnd da sind und helfen. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt also, dass sich aus Spenden finanziert. Die Kunden zahlen nichts für die Reparatur.

Ein Geschäft ohne Erlaubnis

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Tatsächlich ist das kleines Unternehmen in Wirklichkeit gar keines: Das Ziel besteht nicht im Geld verdien, sondern darin, den Leuten helfen.

Auch die Wirtschaft hat den Nutzen dieser Idee erkannt

Unterstützung dafür gibt es erstaunlicherweise auch von den Fahrradläden der Stadt, die ihn mit Werkzeug und Ersatzeilen ausstatten. So wie Mountain Equipment, als Kooperative selbst ein Unternehmen mit sozialem Anspruch, wie mir Justin erklärt.

Ob diese Läden sich nicht selbst Konkurrenz machen, frage ich. „Ach nein“, sagt Justin, „Die Leute, die zu uns kommen, würden eh nicht in den Shop gehen. Wenn wir aber bestimmte Ersatzteile nicht haben, schicken wir die Leute zum Shop. Da ist also sogar Werbung für die Fahrradläden.“

Warte nicht, bis jemand etwas ändert: Ändere es selbstBusinessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports   Businessideen & Verkauf  Gesellschaft Poltik GeschäftsIdeen Gründerreports

Doch Justin, der sich gerade auch an den Streiks der Studenten gegen höhere Studiengebühren beteidigt hat, verbindet mit der Idee auch eine politische Botschaft:

„Du muss gar nicht warten, bis irgendjemand etwas ändert – ändere es einfach selbst“ – das ist, was er den Leuten hier zeigen will.

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