Merkels Handy & der Datenschutz im Netz: Tatort WWW

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06.11.2013 59 Leser 2 Debatten 410 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 46 Sekunden

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Aus aktuellem Anlass rezensieren wir heute das Buch von Götz Schartner: „Tatort www“. Ein Buch, das die Sicherheitslücken der digitalen Welt aufdeckt – und zeigt, wie sie sich schließen lassen.

Lauschangriff auf die Kanzlerin?

Huch, meine Daten sind nicht sicher. Der große Lauschangriff auf unsere Kanzlerin wirbelt derzeit gehörig Staub auf. Nur, neu ist das nicht. Wir alle sind als Datenlieferanten beliebte Ausspähobjekte von Politik und Wirtschaft. Und auch wenn viele glaubten, das Internet sei eine Gratisbude, so gelten auch hier die ganz banalen Tauschgesetze.

Schon seit ein paar Jahren wird dieser Sachverhalt in ebendiesem Internet auf den Punkt gebracht: „Wenn du für ein Produkt nichts bezahlst, bist du das Produkt, für das bezahlt wird.“ Ergo; wer Gratisdienste nutzt und auf wirkungsvolle und zumeist kostenpflichtige Sicherheitssoftware verzichtet, zieht blank. Wohin das führen kann, zeigt Götz Schartner in seinem lesenswerten Buch „Tatort http://www.“

Und es hat klick gemacht

Es verdient immer Applaus, wenn böse Buben die Seiten wechseln wie im Fall von Götz Schartner. Der ehemalige Profi-Hacker hat mit „Tatort www“ ein sehr eindringliches Aufklärungsbuch zu den gravierendsten Internetbetrugsszenarien geschrieben. Spektakuläre Fälle, die sich in gleicher oder ähnlicher Form in Deutschland kürzlich ereignet und die Opfer sowohl finanziell als auch psychisch ruiniert haben.

Da geht es um den Familienvater, der vergessen hat, das WLAN abzusichern und dessen Netz für die Verbreitung von Kinderpornos missbraucht wurde. Oder um den leichtgläubigen Junggesellen, der über eine Kontaktbörse die hübsche „Nadja“ aus Sibirien kennenlernt. Die will ihn unbedingt besuchen. Statt der russischen Herzdame klingelt wenige Wochen später die Polizei an der Tür: Strafanzeige wegen Geldwäsche.

Es gibt nur eine Antwort: Sicherheitslücken schließen. Jetzt.

Im Stile einer „Aktenzeichen XY ungelöst“-TV-Ausstrahlung schildert der Autor insgesamt fünf dieser Betrugsdelikte, die sich vermutlich fast täglich in Deutschland wiederholen. Das Perfide: Häufig handelt es sich bei den Opfern nicht um blutige Internetlaien, sondern um versierte Anwender, die nur mal eben ein Detail übersehen oder eine harmlos erscheinende Datei geöffnet haben.

Die Folgen des kleinen Fehltritts jedoch sind gewaltig. Gut an „Tatort www“: Jedes Kapitel schließt mit praktischen Ratschlägen, die Ihnen zeigen, wie Sie die Sicherheitslücken sofort schließen, von deren Existenz Sie bislang vermutlich nicht die geringste Ahnung hatten.

Sie werden schockiert sein

Spannend wie ein Krimi ist „Tatort www“ geschrieben: Sie werden schockiert darüber sein, wie einfach es ist, Ihre Internetleitung anzuzapfen, Ihnen einen Trojaner unterzujubeln oder Ihre privatesten Daten zu klauen. Nach dem Lesen werden Sie Computer und Internet anders nutzen und häufiger abschalten. Jede Wette!

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