Kreativer Lebenslauf & Muster: Wie viel Kreativität ist erlaubt?


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Der Lebenslauf ist praktisch der Dreh- und Angelpunkt jeder Bewerbung. Und er lässt mehr Rückschlüsse auf die Qualifikationen und Erfahrungen des Bewerbers zu als zum Beispiel das Anschreiben. Doch wie gestaltet man den Lebenslauf richtig? Bewerbungstipps  Lebenslauf Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto


Autor/in: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht B E R U F E B I L D E… Profil

Was der Lebenslauf über Sie verrät

Eine Lebenslauf ist verräterisch. Rechtschreibfehler etwa deuten auf Schlampigkeit hin. Oder darauf, dass der Bewerber einfach viel um die Ohren hat.

Ein originell gestalteter Lebenslauf lässt den Bewerber in Sachen Kreativität punkten. Ist er hingegen gut gegliedert, zeigt das, dass sein Verfasser sich gut strukturieren kann.

Wie viel Kreativität ist erlaubt?

Es empfiehlt sich beim Lebenslauf die Einhaltung einer strikten Chronologie, nach der die aktuelle Position ganz oben aufgeführt wird. Die amerikanische Variante hat sich mittlerweile auch in Deutschland weitestgehend durchgesetzt. Die grundlegende Struktur eines Lebenslaufs sieht wie folgt aus:

  • Persönliche Daten
  • Berufliche Erfahrung
  • Ausbildung
  • Interessen

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Kinder & Familienstand erwähnen oder nicht?

Darüber hinaus wird immer wieder nach verpflichtenden Angaben im Lebenslauf gefragt – etwa die Frage nach Familienstand oder Kindern. Agnes Stock, Personalberaterin bei Kelly Services, rät dazu:

„Kinder müssen dann nicht erwähnt werden, wenn ihre Existenz keine Relevanz und keine Auswirkungen auf das angestrebte Arbeitsverhältnis haben – zum Beispiel im Hinblick auf eine Vollzeit-Beschäftigung.“ International seien solche Angaben eher unüblich, weshalb sich insbesondere Führungskräfte diese Frage gar nicht stellten.

Wie viel mehr darf sein?

Weitaus wichtiger ist, dass die Bewerbung zum Umgangston in der jeweiligen Branche passt. Jeder Bewerber sollte sich daher folgende Fragen stellen:

  • Was ist in meiner Branche üblich?
  • Reichen die grundlegenden Informationen schon, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erregen?
  • Kann ich meinen Lebenslauf auch etwas kreativer gestalten?
  • Und bis zu welchem Grad darf ein Lebenslauf individuell gestaltet werden?

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Auf die Branche kommt es an

Wie viel denn nun mehr sein darf, ist von Branche zu Branche verschieden. In der Kommunikationsbranche zum Beispiel, im Marketing oder auch beim Design darf es bei der Gestaltung des Lebenslaufs durchaus etwas kreativer zugehen.

Wir haben das Thema kreativer Lebenslauf nun mehrfach hier im Blog diskutiert. Etwa die Bewerbung von Jeanne Hwang mit Pinterest, die ich persönlich als zu unübersichtlich empfand. Oder auch den sehr ausgefallenen Social-Media-Lebenslauf von Hagan Blount, der seinen Lebenslauf als moderne Grafik visualisiert hatte.

Social-Media-Style oft noch gewöhnungsbedürftig

Infolgedessen habe ich hier im Blog die Frage gestellt: Wie außergewöhnlich dürfen Lebensläufe sein? Und wie destruktiv? Die Reaktionen waren auch hier gespalten: Die einen fanden es gut und originell, die anderen eher gewöhnungsbedürftig.

Das zeigt, wie gewöhnungsbedürftig die Lebensläufe im neuen Social-Media-Style für viele noch sind – auch wenn Soziale Medien unser Kommunikationsverhalten sicher grundlegend verändert haben.

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Das wichtigste auf einen Blick

Personaler, die sich aktiv in Sozialen Medien gewöhnen, sind mittlerweile darin geschult, relevante Texte nach einem bestimmten Muster auf einen Blick zu erfassen und zu bewerten. Wieder andere bevorzugen nach wie vor die alte, klassische Schule.

Denn auch in den Sozialen Netzwerken kommen Personenbeschreibungen ja auch sehr schnell auf den Punkt und sind entsprechend strukturiert und visuell ausgestattet. Der Extremfall ist dabei sicher Twitter mit seinem 140 Zeichen pro Profil.

In der Kürze liegt die Würze

Genau diese Kürze und Würze erwartet der Ansprechpartner aber dann auch im Lebenslauf. Bedeutet im Klartext: Auf dem Deckblatt sollten die wichtigsten Fakten zum Bewerber erscheinen, so dass sie auf einen Blick erkennbar sind.

Gleichzeitig sollte aber auch auf eine vernünftige Struktur und ein gutes, aussagekräftiges Foto nicht verzichtet werden – das Fehlen dieser Merkmale war einer der Hauptkritikpunkte an solchen Kreativ-Lebensläufen.

Ein Tipp sei noch verraten. Wer zu „faul“ ist, sich seinen grafischen Lebenslauf selbst zu designen, der kann das Tool visualize.me nutzen, um grafische Lebensläufe automatisch zu erzeugen. Bewerbungstipps  Lebenslauf Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto   Bewerbungstipps  Lebenslauf Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto   Bewerbungstipps  Lebenslauf Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto   Bewerbungstipps  Lebenslauf Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto

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  1. Christopher

    Ich persönlich mag kreative Lebensläufe, weil sie eine Möglichkeit sind, um sich von der Masse abzuheben und den Lebenslauf für den Leser ansprechender und spannender zu gestalten. Allerdings bin ich ebenfalls der Meinung, dass ein kreativer Lebenslauf auch nicht für jede Branche geeignet ist. Den in diesem Artikel angesprochenen Punkt „Übersichtlichkeit“ halte ich ebenfalls für wichtig: Auch ein kreativer Lebenslauf muss es dem Leser ermöglichen, relevante Daten schnell und unkompliziert zu erfassen – denn genau die übersichtliche Darstellung des bisherigen Werdegangs eines Bewerbers ist der eigentliche Zweck des Lebenslaufs.

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