Meine Kolumne in „DIE WELT“: Mehr Selbstvertrauen, meine Damen! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Meine Kolumne in „DIE WELT“: Mehr Selbstvertrauen, meine Damen!



In der Tageszeitung „DIE WELT“ ist heute meine aktuelle Kolumne erschienen, entstanden aus einem Interview mit der ehemaligen isländischen Staatschefin Vigdis Finnbogadóttir. Denn Frauen fehlt häufig das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten – und entsprechend haben sie Angst, Arbeit zu delegieren. Erfolg & Management  Zeitmanagement Arbeitsorganisation Projektplanung Frauen Gender Emanzipation


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Was sagt die ehemalige Staatschefin zur Vereinbarkeit von Beruf & Familie?

Als ich kürzlich die ehemalige isländische Staatschefin Vigdis Finnbogadóttir interviewte, war meine erste Frage daher die nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Denn Finnbogadóttir ist diesbezüglich so etwas wie eine Vorreiterin: 1980 wurde sie als weltweit erste Frau demokratisch in ihr Amt gewählt – und war alleinerziehende Mutter.

Hilfe suchen statt politischen Forderungen

Die Antwort fiel etwas unbefriedigend aus: Keine politischen Forderungen, keine Finanzierungsvorschläge für Kinderbetreuung, Frau Finnbogadóttir sagte schlicht: „Ich habe mir Hilfe gesucht.“ Und: „Frauen müssen sich mehr zutrauen!“

Beides hängt zusammen. Nur wer sich selbst etwas zutraut, kann andere überhaupt um Hilfe bitten. Häufig befürchten Frauen aus Mangel an Selbstvertrauen, das Hilfe-Suchen werde ihnen als Schwäche ausgelegt.

Negative Assoziationen

Oder sie haben Angst, Aufgaben an andere zu übertragen, die den Job dann nicht genauso gut machen. Oder umgekehrt: Sie möchten zeigen, dass es nicht ohne sie geht. Nicht wenige Frauen brechen aus solchen Gründen an einem schier übermenschlichen Arbeitspensum zusammen. Und mehr noch: In ihrem aktuellen Buch „Lust auf Macht“ kritisieren die Autorinnen Andrea Och und Katharina Daniels, dass sich Frauen nur allzu oft ihrer eigenen Stärken nicht bewusst sind und Macht sogar oft negativ assoziieren.

Plädoyer für mehr Selbstvertrauen bei Frauen

Dass Macht auch positiv ist und zum Beispiel auch mehr persönlichen Freiraum bedeutet, ist ein Denken, das nur langsam in den Köpfen ankommen.

Vigdis Finnbogadóttir bestätigt das: Man habe sie erst überreden müssen, sich zur Präsidentin wählen zu lassen – ein Amt, das sie dann 16 Jahre lang ausübte.

Macht kann auch positiv sein

Mehr Macht bedeutet aber keinesfalls, dass Frauen sich immer durchsetzen. Viel mehr sind auch gute Kontakte und Netzwerke wichtig.

„Frauen müssen kooperieren“, betont auch Vigdis Finnbogadóttir deutlich. Ihre eigene Tochter ist heute selbst Mutter, erzählt sie dann.

Öfter mal gelassen bleiben

Und teilt sich mit dem Ehemann die Kindererziehung. „Die Kleine ist in der Kita, beide haben einen Vollzeitjob; wenn der eine mal länger arbeiten muss, springt der andere ein.“ So gelassen kann man das auch sehen!

Die Kolumne ist erschienen in der heutigen Print-Ausgabe der Tageszeitung „DIE WELT“ sowie in der Online-Ausgabe.

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