Interview mit Stefan Lake von Universum Communications zur Methodik der jährlichen Young Professional Studie – Teil 1/2: „So ermitteln wir die Top-Arbeitgeber“ – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Interview mit Stefan Lake von Universum Communications zur Methodik der jährlichen Young Professional Studie – Teil 1/2: „So ermitteln wir die Top-Arbeitgeber“



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B E R U F E B I L D E R gibt von nun an regelmäßig die Studienergebnisse von Universum Communications, einem weltweit tätigen Beratungsunternehmen für Employer Branding heraus. Im ersten Teil des Interviews erklärt Stefan Lake, Country Manager Deutschland bei Universum die Methodik der Studie und vor allem des Arbeitgeber-Rankings.

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Stefan Lake ist seit Februar 2011 Country Manager Deutschland von Universum Communications, der weltweit tätigen Employer Branding Beratungsgesellschaft. Seine Schwerpunkte sind die Entwicklung authentischer und nachhaltiger Arbeitgeberpositionierungen sowie in der quantitativen und qualitativen Marktforschung, der Markenberatung, Markenentwicklung und Kommunikationsberatung.

Herr Lake, welche Daten werden für die jährliche Young Professional Studie genau abgefragt?

Wir haben die Young Professionals zu ihrer Einschätzung von Unternehmen als „idealer Arbeitgeber“, den Eigenschaften, die ein Unternehmen aus ihrer Sicht attraktiv machen, ihren langfristigen Karrierezielen, ihrer Zufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitsplatz und ihrer Wechselbereitschaft befragt.

Und uns hat auch interessiert, was die Young Professionals dazu bewegt, sich auf einen anderen Job zu bewerben. Auch bei den Karrierezielen haben wir genauer nachgefragt.

Wie viele Teilnehmer werden befragt?

Von Juni bis Oktober 2013 wurden 4955 Berufstätige mit akademischem Hintergrund befragt, die 40 Jahre oder jünger sind und die mindestens ein und höchstens acht Jahre Berufserfahrung haben. Die meisten der Befragten – insgesamt 2428 – waren Young Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund.

Die zweitstärkste Gruppe in unserer Umfrage sind die Ingenieure mit 973 Teilnehmern, gefolgt von Young Professionals mit naturwissenschaftlichem Hintergrund mit 695 Teilnehmern und den IT-Experten mit 638 Teilnehmern. Das Geschlechterverhältnis der Teilnehmer ist nahezu ausgeglichen: 2378 Frauen und 2576 Männer.

Welche Ziele verfolgen Sie als Beratungsunternehmen mit der Studie?

Die Ergebnisse unserer Umfrage sind Grundlage für das Universum Arbeitgeber-Ranking und für Studien, in denen die Faktoren, die für die Attraktivität von Unternehmen ausschlaggebend sind, analysiert werden.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus diesen Umfragen und Studien können Unternehmen die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter und ihre Attraktivität als Arbeitgeber verbessern.

Arbeitgeber-Rankings gibt es viele: Wie genau werden Ihre Daten erhoben? Was unterscheidet Sie von anderen Rankings?

Unsere Umfrage findet Online statt. Der Fragebogen wird den Young Professionals über Hochschulen, Alumni-Organisationen, das Universum Panel und weitere nationale Partner zugestellt. Unsere Datenerhebung ist transparent und nachvollziehbar. Das fängt an mit der Abbildung des Arbeitgebermarktes, die bei manchen Studien durchaus bruchstückhaft sein kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich Unternehmen zu einer kostenpflichtigen Teilnahme entscheiden müssen, um überhaupt berücksichtigt zu werden.

Wir machen das folgendermaßen: Jeder Teilnehmer der Umfrage kann aus einer Liste von 150 der relevantesten Unternehmen diejenigen auswählen, die für ihn oder sie als mögliche Arbeitgeber grundsätzlich in Betracht gezogen werden. Dabei sind auch freie Nennungen möglich. In dieser Phase können die Umfrageteilnehmer so viele Unternehmen nennen wie sie wollen. Aus dieser Liste der in Betracht gezogenen Arbeitgeber wählen die Teilnehmer bis zu fünf „ideale Arbeitgeber“ aus. Das Ranking der attraktivsten Arbeitgeber beruht auf dieser engeren Auswahl von Unternehmen.

Gibt bei den Bewertungen der Arbeitgeber starke Schwankungen?

Die Platzierungen der Unternehmen in unseren Rankings sind vor allem auf den vorderen Rängen erstaunlich stabil. Aber wenn man sich die Entwicklung unterhalb der Top 3 oder Top 10 Unternehmen ansieht, erkennt man durchaus beachtliche Schwankungen.

Der Automobilzulieferer Continental zum Beispiel konnte sich zwischen 2009 und 2011 nicht unter den Top 100 Unternehmen platzieren. In diesem Jahr liegt das Unternehmen bei den Young Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund auf Platz 47 und bei den jungen Ingenieuren sogar auf Platz 25. Dies ist auf intensive und erfolgreiche Employer-Branding-Aktivitäten zurückzuführen, die sich selbstverständlich auch in den Rankings widerspiegeln.

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