Wie man Generalmanagerin eines 4-Sterne-Hotels wird – 1/2: Mit Hartnäckigkeit zum Erfolg – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Wie man Generalmanagerin eines 4-Sterne-Hotels wird – 1/2: Mit Hartnäckigkeit zum Erfolg



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Offenlegung & Bildrechte: Adina Apartment Hotels hat zwei unserer Beiträge im Rahmen eines Sponsorings unterstützt.  Bildmaterial von Claudia Anderle. Bild-Location: 8/33 Mounts Bay Road, Perth Westaustralien 6000, Australien.

Wie wird man mit 31 Jahren General-Managerin eine 4-Sterne-Hotels? Claudia Anderle hat einen ungewöhnlichen Aufstieg gewählt: Einen Work&Travel-Aufenthalt in Australien. Ihr Erfolgsrezept: Hartnäckigkeit. Berufsbilder & Karrieren  Interkulturelles Durchsetzungsstärke Berufsbild Tourismus


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Der Ruf der großen, weiten Welt

Auch wenn sich ihr Karriere-Weg irgendwie folgerichtig anhört, wollte Claudia Anderle eigentlich nie ins Hotelfach. Aufgewachsen in Paderborn, wo sie an der Universität Paderborn auch den Magisterstudiengang Tourismus/ Geographie mit BWL und Sprachen (Französisch) absolvierte, hatte sie während des Studiums am Flughafen gejobbt.

Doch dann lockte die große, weite Welt: „Ich wollte nach dem Studium noch einmal länger weg. Und da ich eine Tante in Perth in Australien hatte, war mein Work&Travel-Aufenthalt dann nur noch eine Formalität.“

Australien als Karriere-Sprungbrett

Für Anderle stand allerdings fest, dass sie den Aufenthalt in Australien gezielt nutzen wollte, um ihre Karriere voranzutreiben: „Ich war zu dem Zeitpunkt schon 27, ich wollte also nicht einfach eine Auszeit nehmen, sondern gezielt in Australien arbeiten“, sagt sie.

Deshalb verfolgte sie dieses Ziel von nun an entschieden: „Ich gebe immer, was ich geben muss um meine Ziele zu erreichen. Durchhaltewillen, Durchsetzungsvermögen und positives Denken hat mir dabei immer weiter geholfen.“

Mit Hartnäckigkeit zum Erfolg

Eine adäquaten Job zu finden, war dann aber gar nicht so einfach wie gedacht: „Da Work&Travel-Leute oft nur kurz in an einem Ort bleiben, habe sie unter Arbeitgebern den Ruf, etwas unstet zu sein. Daher ist schwierig, einen qualifizierten Job zu bekommen.“ Ihren ersten Job als Rezeptionistin habe sie daher nur mit Entschiedenheit und Überzeugungskraft bekommen:

„Ich wusste, dass ich nur persönlich überzeugen konnte. Ich bin daher mit meinen Unterlagen ins Hotel marschiert und wollte den Manager sprechen. Als man mir sagte, er habe keine Zeit, sagte ich ’na gut, dann warte ich‘. Auf diese Weise konnte ich verdeutlichen, dass ich eine längerfristige Karriere anstrebe.“

Aufstieg nach nur 3 Monaten

Nach drei Monaten suchte Anderle jedoch nach neuen Herausforderungen und bewarb sich als Rezeptionistin bei ihrem heutigen Arbeitgeber Adina im australischen Perth. Da man ihr drei Tage zuvor einen Supervisor-Job angeboten hatte, hatten sich die Vorzeichen jedoch verändert: „Ich habe dann gesagt, Rezeptionistin reicht mir nun nicht mehr“.

Daraufhin bot man Anderle den Job als Duty Managerin an – das ist die Schittstelle zwischen dem General-Manager und allen operativen Abteilungen. „Ich war für u.a. für Beschwerden und Rezeption verantwortlich und kontrollierte Rechnungen und Reservierungen“, fasst sie ihren neuen Aufgabenbereich zusammen.

Sponsorship für das Visum

Nach sechs Monaten wurde ihr vom Hotel ein Sponsorship angeboten. Das ist ein Business-Visum, mit dem Anderle längerfristig in Australien hätte arbeiten können. aber sie lehnte ab: „Ich wollte eine dreimonatige Auszeit nehmen – und wegen der geographischen Nähe und kulturellen Vielfalt durch Südostasien reisen“, erzählt sie. „Hätte ich das damals angenommen, wäre ich vielleicht immer noch in Australien.“

Zwar bot man ihr in ihrem nächsten Job, einem Hotel in dem kleinen Ort westaustralischen Broom wieder ein Sponsorship an, doch dann wurden die Gesetze verschärft: „Mein Hotel hat einfach die Bedingungen nicht mehr erfüllt.“ Für Anderle war damit klar, dass sie Australien verlassen musste.

Karriereplanung mit Fernweh

Aber vielleicht nicht für immer – auch wenn sie momentan glücklich als Generalmanagerin in Berlin ist: „Ich bin stolz, dass sich mein harter Einsatz gelohnt hat und froh, dass ich nach vielen Ortswechseln im In- und Ausland nun eine fest Station habe.“ Die langfristige Karriere- und Familienplanung ist das, was für Claudia Anderle momentan Vorrang hat.

„Aber wenn man einmal länger im Ausland war, trägt man das Reisefieber immer im Herzen“, meint sie. Und auch die Erinnerung an Australien ist stets präsent: „Das Klima bei gleichzeitigem westlichen Lebensstandard ist einzigartig. Wenn sich also eine Gelegenheit bietet…“

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