Führen lernen mit Pferden – 2/4: Zum Führen legitimiert – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Führen lernen mit Pferden – 2/4: Zum Führen legitimiert



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Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser! Egal ob im Privat- oder Geschäftsleben: Vertrauen ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg, denn Führungskompetenz beruht auf Vertrauen. Und dabei können Pferde helfen.

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Hier schreibt für Sie: Monika Windisch ist Pferde-Coach & Geschäftsführerin von Cheval Trainings. Profil

Was können wir von Pferden lernen?

Pferde sind wie ein Spiegel für den Menschen. Sie geben uns ein ehrliches Feedback über Ausstrahlung, Selbstsicherheit und natürliche Autorität. Kurz: Sie merken genau, ob man es gut mit ihnen meint. Sie lassen sich nichts vorspielen.

Pferde sind von Haus auf Herdentiere mit einem Sozialgefüge, in dem festgelegt ist, wer führt und wer folgt. In freier Natur kann das Alphatier nicht erst in einer Gefahrensituation bestimmt werden. Die Sicherheit der Herde wird durch das Vertrauen in die verlässliche Führung gewährleistet.

Führen – nur mit Druck möglich?

Bei Begegnungen zwischen Mensch und Pferd entsteht aus der Wahrnehmung der Pferde heraus eine neue „Mini-Herde“, in der die Führung geklärt werden muss. Sie folgen demjenigen, der faktisch in Führung geht. Der pure Anspruch an Führung wird nicht automatisch durch „Folgeverhalten“ honoriert.

Pferde folgen nur, wenn sie Vertrauen haben. Sie spüren sehr genau, ob ich einen Plan habe und klar und stimmig auftrete. Pferde sind ein perfekter Spiegel zur Reflektion des eigenen Führungsverhaltens. Mit gezielten Übungen lernen Seminarteilnehmer, Vertrauen aufzubauen und Respekt einzufordern.

Warum sind Achtsamkeit und Präsenz so wichtig?

Pferde sind Fluchttiere. Sie leben und entscheiden immer aus dem Moment heraus. Verändere ich mein Verhalten, reagiert das Pferd entsprechend. Achtsamkeit spielt eine große Rolle. Widme ich ihm nicht genügend Achtsamkeit, wendet es sich sofort anderen Dingen zu.

Diese Eigenschaft macht Pferde zu ehrlichen, unmittelbaren und unvoreingenommenen Feedbackgebern. Diese Erfahrung fehlt Führungskräften aufgrund ihrer Rolle häufig.

Was kann der Mensch vom Pferd lernen?

Im Berufsleben besteht oft keine andere Wahl als dem Chef zu folgen, weil sonst Konsequenzen drohen. Begegnen sich Mensch und Pferd, kann der Mensch die Führungsrolle nur dann übernehmen, wenn er sich als authentischer und ehrlicher Anführer anbietet.

Das Pferd verstellt sich nicht und wird so zum Trainer. Wenn Führungskräfte lernen, ihren Mitarbeitern auf die gleiche Art und Weise gegenüberzutreten, entspricht dies einer Kommunikation auf Augenhöhe. Der Führungsanspruch beruht nicht auf Druck, sondern auf Vertrauen.

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