Neue Formen der Arbeit Teil 3: 6 Schritte zum ortsunabhängigen Arbeitsurlaub – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Neue Formen der Arbeit Teil 3: 6 Schritte zum ortsunabhängigen Arbeitsurlaub



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Im ersten Artikel der Serie „Neue Formen der Arbeit“ haben Sie mehr über die Vorteile erfahren, die unsere zunehmende Ortsunabhängigkeit bei der Arbeit bringt. Die Anpassung des Arbeitsorts an die Art der Arbeit macht uns kreativer, fokussierter und bringt uns neue Inspiration und Perspektiven. Digitales & Verantwortung  Meetings HomeOffice Coworking


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Hier schreibt für Sie: Katja Andes, Jahrgang 1985, war Consultant bei Siemens und Mitbegründerin und Coach bei ideacamp. Profil

Die Planung

Wenn Sie die Vorteile ortsunabhängiger Arbeit gerne nutzen möchten, aber noch unsicher sind, wie Sie den „Arbeitsurlaub“ entspannt umsetzen können, möchte ich im Folgenden gerne sechs wesentliche Tipps teilen, die mir beim ersten Arbeitsplatzwechsel ins Ausland geholfen hätten.

Das Wichtigste ist eine gute Planung und Klarheit darüber, wie Sie arbeiten möchten – alleine oder gemeinsam mit anderen? In der Stadt oder in einer ruhigen Gegend?

Die konkrete Vorbereitung in 6 Schritten

  1. Reduktion persönlicher Meetings, um von anderen Orten arbeiten zu können: Im Vorfeld der ersten „Arbeitsurlaubs“ ist es sinnvoll Kollegen, Geschäftspartner und Kunden an Telefonate und Gespräche über Skype zu gewöhnen. Persönliche Treffen sind in regelmäßigen Abständen empfehlenswert, aber nicht alles muss persönlich geklärt werden und durch ein Telefonat/Videotelefonie lässt sich viel Zeit sparen.
  2. Erreichbarkeit auf einer lokalen Rufnummer: Ich empfehle Ihnen die Einrichtung einer Voice-over-IP-Nummer (VoIP) in Ihrem Vorwahlgebiet und eine lokale Prepaid-SIM-Karte mit Datenvolumen an Ihrem Aufenthaltsort. Sie können Ihre Handynummer und aktuelle Festnetznummer auf die lokale Nummer des VoIP-Anbieters (zum Beispiel Sipgate) umleiten und bleiben so immer erreichbar. Die VoIP-Verbindung können Sie immer nutzen, wenn Sie Internet haben (Wifi oder mobiles Internet über Ihre SIM-Karte).
  3. Verfügbarkeit aller wichtigen Unterlagen: Wenn Sie Ihre wichtigen Unterlagen noch nicht digitalisiert haben, so empfehle ich diesen Schritt vor dem ersten „Arbeitsurlaub“. Beobachten Sie über eine Woche hinweg, welche Unterlagen Sie immer wieder benötigen und scannen Sie diese ein. Meine persönliche Liste der wichtigsten zu scannenden Unterlagen ist: Tan-Nummern fürs Banking, Steuernummer, Ausweis/ Reisepass, Kreditkarte, EC-Karte, Impfausweis und Auslandsreisekrankenversicherung.
  4. Sicherstellen einer guten Infrastruktur: Sie können vorab mit Ihrer Unterkunft die Stärke Ihrer Internet-Verbindung und die Mobilfunkabdeckung klären. Ihr Vermieter sollte Auskunft zu Upload- und Download-Geschwindigkeit geben können (für Video-Anrufe über Skype benötigen Sie beispielsweise 300kBit/Sekunde). Alternativ können Sie vorab Wifi-Cafés in der Umgebung recherchieren , http://www.wificafespots.com) oder Co-Working Spaces finden (Deskwanted oder Coworking News Directory).
  5. Produktivität sicherstellen: Sie werden an neuen Orten von neuen Eindrücken profitieren. Allerdings ist Disziplin natürlich auch geboten. Für mich persönlich hat sich als sinnvoll erwiesen, mir einen festen Tagesrhythmus zu organisieren. Bei einem Aufenthalt in Südspanien letzten Winter habe ich es beispielsweise folgendermaßen gelöst: morgens nahm ich mir Zeit für einen Lauf am Meer, anschließend arbeitete ich bis zum Sonnenuntergang, den ich in der Bar am Strand genoss. Ein- bis zweimal pro Woche nahm ich Tage komplett frei, um auf Erkundungstour zu gehen.
  6. Die richtige Arbeitsatmosphäre finden ohne von Touristen umgeben zu sein: Wenn Sie gerne in Städte reisen, empfehle ich Ihnen lokale Co-Working Spaces oder recherchieren Sie vorab nach Stadtvierteln, die eher noch untouristisch sind (in Barcelona ist dies zum Beispiel Grácia). Wenn Sie gerne abseits der Stadt leben und arbeiten möchten, ist die Herausforderung größer. Insbesondere, wenn Sie gerne mit anderen, die in ähnlichen Feldern tätig sind, zusammenarbeiten möchten. Es gibt zurzeit Projekte, die eine gemeinsame Unterkunft mit Co-Working verbinden. Eines davon habe ich letzten Winter ins Leben gerufen: Sunny Office (www.sunny-office.com). Das Ziel ist es, an ruhigen Orten Gleichgesinnte für 1-2 Wochen eine optimale Umgebung zum Leben und Arbeiten zu bieten. Weitere Initiativen, die ich mittlerweile entdeckt habe sind zum Beispiel The Surf Office, Project Getaway oder Startups Abroad.
berufebilder

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Hey, also ich bin erst kürzlich auf VoIP und die VoIP Telefonie gestossen. Ich war sehr positiv überrascht wie viel Geld ich mit der Internet-Telefonie, gerade im Ausland sparen kann.
    Jeder der viel im Ausland ist, sollte über voice over IP nachdenken. Das kann ich nur empfehlen. auch wenn solche Verfahren wie call back und call through erst einmal ungewohnt sind.

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