Wie Flipped Classroom das lernen verbessert: Unterricht und digitale Medien gehören zusammen – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Wie Flipped Classroom das lernen verbessert: Unterricht und digitale Medien gehören zusammen



Wird der klassische Frontalunterricht den heutigen Lernbedürfnissen überhaupt noch gerecht? Weniger ist meiner Meinung nach hier mehr und bietet zusätzlichen Raum für Kreativität. Vor allem an digitalen Medien, die den Unterricht zusätzlich bereichern können, wird in Zukunft kein Lehrer oder Dozent mehr vorbeikommen.


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Hier schreibt für Sie: Anton Bollen ist Berater, Trainer und Bildungsbeauftragter bei TechSmith. Profil

Warum Flipped Classroom?

Durch die Verkürzung des Gymnasiums auf acht Jahre und die Bologna-Reform stehen zudem immer weniger Zeit an den Schulen und Universitäten zur Verfügung, um den Lernstoff umfassend durchzunehmen.

Dabei wäre gerade jetzt ein ansprechender Unterricht gefordert, der niemanden mehr überfordert zurücklässt. Innovative Lernmodelle, die zunehmend digitale Medien beispielsweise in Form von individuell erstellten Lernvideos in ihre Methodik einbeziehen, können aber dabei helfen, die knappe Unterrichtszeit produktiver zu gestalten und das Interesse am Lernen zu erhöhen. Denn Unterricht und digitale Medien gehören heutzutage zusammen.

Was ist Flipped Classroom?

Beim „Flipped Classroom“-Modell werden etwa den Schülern und Studenten die Lehrinhalte, bereits in Vorbereitung auf die Unterrichtsstunde mit dem Lehrer oder Dozenten beispielsweise durch Videos vermittelt.

Bei der diesjährigen ICM Konferenz der Universität Marburg war ich mit zahlreichen Lehrern und Dozenten in Kontakt, die ihre positiven Erfahrungen mit diesem Lehrkonzept geschildert haben.

Lehrer haben mehr Zeit, auf Schüler einzugehen

Vor allem die gewonnene Zeit im Unterricht, die man für die Besprechung oder Vertiefung eines bestimmten Themas oder einer Fragestellung nutzen kann, sehen sie als positiv an.

Die Lehrer haben mehr Zeit, auf die individuellen Probleme jedes Einzelnen einzugehen und waren begeistert, wie sich dies auf die Motivation ihrer Schüler und Studenten auswirkt.

Schüler können zu Hause eigenständig & kreativ arbeiten

Bei der selbstständigen Erarbeitung von vorgegebenen Themenstellungen zu Hause können Schüler und Studenten sich im Flipped Classroom-Modell kreativ austoben und ihr Potential entfalten.

Nachdem das Konzept in den USA bereits vielfach erfolgreich eingesetzt wird, bin ich mir sicher, dass auch deutsche Schulen und Universitäten immer öfter diesen Weg gehen werden.

Erfolgsbeispiele aus den USA: Durchfall-Rate sank erheblich

Denn der Erfolg bleibt nicht aus. Das Beispiel einer Schule in Michigan zeigt, wie die Quote der durchgefallenen Schüler nach der Einführung des Flipped Classroom-Konzepts bereits im ersten Jahr stark gesunken ist.

Im Fach Englisch sank die Quote beispielsweise von 52 auf 19 Prozent, in Mathematik von 44 auf 13 Prozent. Das zeigt, dass diese neue Art zu lernen wirklich erhebliche Fortschritte mit sich bringt.

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