Erfolgsgeheimnisse produktiver Unternehmer 1/3: Als Chef nicht immer erreichbar sein – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Erfolgsgeheimnisse produktiver Unternehmer 1/3: Als Chef nicht immer erreichbar sein



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Noch vor einigen Jahren war das „Büro der offenen Tür“ eine Selbstverständlichkeit; ein Büro also, zu dem jeder Mitarbeiter jederzeit Zutritt hatte. Im Grunde eine gute Sache, die allerdings nur so lange funktioniert, bis wir uns irgendwann eigenen, wichtigen Projekten widmen müssen.


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Hier schreibt für Sie: Martin Geiger ist Produktivitätsexperte, Keynote-Speaker, Vortragsredner und Coach. Profil

Wo liegen Ihre Zeitfallen?

Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um zu überlegen, wie Sie einen normalen acht-, zehn- oder zwölfstündigen Arbeitstag verbringen. Womit verschwenden Sie am meisten Zeit?

Überlegen Sie auch, wie viel Zeit damit jeden Tag verloren geht? Was könnten Sie tun, um diese Aushöhlung Ihrer Zeit, Energie und Begeisterung zu unterbinden oder zumindest zu mildern? Am besten, Sie beantworten diese Fragen schriftlich.

Störungsfreie Zeiten?

Mit den störungsfreien Zeiten ist es meistens so eine Sache: Da sind ja auch noch andere: Ob in einem großen Büro oder durch eine gewünschte Politik der offenen Tür – allzu oft lassen wir uns durch Kollegen oder Mitarbeiter von wichtigen Projekten ablenken.

Und zu Hause ist da die Familie, die es einem manchmal schwer macht, im Homeoffice störungsfrei zu arbeiten. In beiden Fällen ist eine Menge Selbstdisziplin erforderlich, um am Ball zu bleiben bzw. immer wieder zum eigentlichen Spiel zurückzukehren.

Immer diese Ablenkungen

Zu oft lassen wir uns – fast unbemerkt – von mehr oder weniger Wichtigem ablenken, weil andere gedanklich bei uns Schubladen öffnen, die wir ohne sie gar nicht hätten.

Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung, wie Kräfte zehrend es sein kann, wenn wir gerade hochkonzentriert an einem wichtigen Projekt sitzen und mit Fragen wie diesen konfrontiert werden:

  • „Chef, welche Weihnachtskarten sollen wir jetzt nehmen?“
  • „Papa, darf meine Freundin heute bei mir schlafen?“
  • „Schatz, kannst Du nachher den Wagen noch für mich volltanken?“
  • „Ich kann meinen Autoschlüssel nicht finden, weißt du vielleicht, wo er sein könnte?“
  • „Können Sie mir noch schnell diese Email mit der Anfahrtsskizze rüberschicken?“

Stille Stunden

Natürlich wissen wir alle um die Notwendigkeit, sich Freiräume in Form störungsfreier Zeiten zu schaffen, um an unseren wichtigsten Zielen arbeiten zu können. Dennoch würden wir bei dem Thema „Steigerung der persönlichen Produktivität“ überrascht feststellen, was eine fest in den Tagesablauf integrierte „Stille Stunde“ tatsächlich für unsere Ergebnisse zu leisten vermag.

Um mit Erfolg an unseren wichtigsten Zielen arbeiten zu können, brauchen wir Zeiten, in denen wir nicht gestört werden. Grundsätzlich signalisiert uns der Zeitdieb mit jeder Störung, dass seine Zeit wertvoller ist als unsere. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen.

Das Prinzip der geschlossenen Tür

In zahlreichen Unternehmen wird folgende Vereinbarung umgesetzt: Wenn die Bürotür geschlossen ist, sind Störungen – allen voran Plaudereien – schlichtweg unerwünscht.

Dabei ist es erforderlich, dass wir dieses Prinzip nicht nur selbst konsequent umsetzen, sondern geschlossene Türen auch bei anderen respektieren. Stellen Sie sich vor: In Ihrem Unternehmen ist jeder Mitarbeiter in der Lage, eine Stunde pro Tag ungestört an seinem wichtigsten Projekt zu arbeiten.

Feste Produktivitätszeiten

Was für eine Steigerung der Produktivität würde das bedeuten – sowohl Ihrer eigenen als auch der Ihres Unternehmens!

Mit dem Prinzip der geschlossenen Bürotür haben Sie eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Vereinbarung, die bereits ausreichen kann. Aber achten Sie darauf, dass die Tür nicht den gesamten Tag geschlossen ist. Oft genügen bereits zwei bis drei Stunden.

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