Besser führen mit der DISG-Typologie: Der transparente Mitarbeiter? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Besser führen mit der DISG-Typologie: Der transparente Mitarbeiter?



Karneval ist gerade vorüber – eine Jaheszeit, die zeigt, wie gerne Menschen in andere Rollen schlüpfen – auch während der restlichen Tage des Jahres. Daher heute ein Buch, das zeigt, wie wir damit umgehen.

DISG-Typologie für Führungskräfte

Viele Menschen tragen Masken. Doch wer z.B. die DISG-Typologie zu Rate zieht, erkennt sehr schnell, wie die anderen wirklich sind. Was sie bewegt – und wie sie bewegt werden können.

Daher heute eine Einführung zum Thema für alle, die sich auf den Weg zur Führungskraft machen oder bereits die ersten Erfahrungen gesammelt haben.

Der transparente Mitarbeiter?

So mancher Chef wünscht sich, in seine Mitarbeiter hineinzusehen und der Denken und Handeln zu verstehen. Das kann in manchen Fällen auch sinnvoll sein. Denn:

Konflikte mit Mitarbeitern und Vorgesetzten sind selten das Resultat widersprüchlicher Sachpositionen. Häufiger basieren sie auf unterschiedlichen Kommunikationsstilen und Erwartungen. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse von „Führen mit dem DISG Persönlichkeitsprofil“.

DISG im Führungsalltag

Autor Georg Dauth zeigt, wie das DISG-Prinzip im Führungsalltag umgesetzt werden kann Und wie Führungskräfte lernen, ihre Mitarbeiter besser einzuschätzen und systematisch zu fördern.

Ganz nebenbei taugt die Beschäftigung mit diesem Buch auch vorzüglich dazu, sich selbst besser kennen zu lernen.

Jeder ist anders. Aber manche sind ähnlich.

DISG ist ein Akronym für „dominant“, initiativ“, „stetig“ und „gewissenhaft“. Das sind die Oberbegriffe für vier Persönlichkeitstypen.

Diese sind in Rein- und auch Mischformen in jedem Unternehmen zu finden und zeichnen sich durch jeweils ähnliche Verhaltensweisen aus.

Gut oder schlecht gibt es nicht

Dauth grenzt die vier Modelltypen sehr genau voneinander ab, zeigt, welche Stärken und Schwächen sie ausmachen und wie sie auf Belastungen reagieren.

Mögen die Unterschiede der vier Modelltypen noch so groß sein, ein „gut“ und „schlecht“ gibt es nicht. Jeder der vier Typen übernimmt in einem Team aufgrund seiner Stärken wichtige Funktionen zur Zielerreichung.

4 Persönlichkeitstypen im Überblick

  • Der „Dominante“ etwa ist kopfgesteuert, entschlossen, risikofreudig und ein Freund klarer Worte.
  • Der „initiative Typ“ zeichnet sich durch Begeisterungsfähigkeit aus, durch hohe soziale Kompetenz aber auch Defizite in der Konfliktbewältigung.
  • Den Wunsch nach Anpassung verbindet den „Stetigen“ und den „Gewissenhaften“. Allerdings ist der stetige Mitarbeiter feinfühliger und aufgeschlossener.
  • Der Gewissenhafte hingegen ist eher analytisch und ausdauernd.

Besser motivieren und Konflikte schneller lösen

Das Wissen um die Persönlichkeit Ihres Gegenübers können Sie sofort gewinnbringend für die Ziele Ihrer Abteilung und Ihres Unternehmens umsetzen.

Es kommt nur darauf an, wie man mit den verschiedenen Persönlichkeitstypen umgeht – und dafür muss man ihre Motivationen durchschauen.

Von der Leine lassen oder Härte zeigen?

 

So rät Dauth Abteilungsleitern im Umgang mit „Dominanten“: „Nutzen Sie seine Vorliebe für hohes Tempo und vertrauen Sie ihm bevorzugt herausfordernde Projekte an, die schnelle Ergebnisse erfordern. „Lassen Sie ihn nach dem Gespräch von der Leine, und er wird für Sie rennen.“

Bei Konfliktgesprächen mit dem „initiativen Typ“ sollten Sie dagegen Härte demonstrieren: „Legen Sie den Finger in die Wunde und lassen Sie sich nicht beirren, wenn ihr Mitarbeiter zurückzuckt“, empfiehlt der Autor.

Alte Schemata neu umgesetzt

Brandneu ist das Konzept nicht. Die jahrhundertalte, griechische Temperamentlehre unterschied bereits zwischen ähnlichen Persönlichkeitstypen, wenn auch mit anderen Begriffen.

DISG aktualisiert diese Schablone und findet zahlreiche, gültige Bezugspunkte zum aktuellen Businessalltag, die wir gerne annehmen.

Chefs, die ihre Mitarbeiter durchschauen, führen besser

Denn Chefs, die wissen, wie ihre Mitarbeiter denken und fühlen, sind eher in der Lage, diese im direkten Dialog zu „packen“.

Das heißt: Motivation fördern, für neue Projekte begeistern, Aufgaben und Verantwortlichkeiten verteilen und auch Lösungen bei Konflikten einleiten.

Fazit

„Führen mit dem DISG Persönlichkeitsprofil“ wendet sich an empathische Chefs, die ihre Mitarbeiter nicht nur anleiten, sondern verstehen und fördern möchten.

Ihnen bietet dieses Buch wertvolle Anregungen für einen gesünderen Dialog innerhalb ihrer Abteilung.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Wer ist der selben
    Meinung?

    • Simone Janson

      Hallo SMP,
      vielleicht müssten Sie die Frage etwas präzisieren. Wahrscheinlich meinen Sie die These, dass Chefs, die Ihre Mitarbeiter durchschauen, besser führen, die natürlich diskussionswürdig ist.

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