Berufliche Neuorientierung in 3 Schritten – 1/4: Raus aus der Grübelfalle!

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Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Job, doch kommen sie bei der beruflichen Neuorientierung nicht übers Grübeln hinaus. Dabei sollte man das Thema ganz pragmatisch und in drei konkreten Schritten angehen.

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Grübeln zum Lösen von Problemen?

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie selbstverständlich Menschen ihren beruflichen Neustart allein durch Grübeln hinbekommen wollen.

Das sieht dann so aus: “Ich bin seit Jahren unzufrieden mit meinem Job, und ich beschäftige mich schon so lange mit möglichen Alternativen. Aber ich komme einfach nicht weiter! Mir fällt nicht ein, was ich tun könnte. Oder wollte.”

“Ich habe einfach keine guten Ideen”

Meine erste Frage ist dann meistens: Was haben Sie denn bisher getan, um auf neue Ideen zu kommen? Wie haben Sie danach gesucht? Und in den meisten Fällen lautet die verdutzte Antwort ungefähr so :

“Was hätte ich denn TUN sollen? Ich habe natürlich nachgedacht! Ganze Nächte habe ich schon vergrübelt. Und natürlich rede ich ständig mit allen möglichen Leuten darüber. Glauben Sie nicht, dass ich es mir leicht mache! Aber mir kommt einfach keine gute Idee…”

Wicky, der Wikinger – oder warum die optimale Lösung nicht von alleine kommt

Diesen Ansatz finde ich eher suboptimal. Würden dieselben Menschen eine wichtige, komplexe Aufgabe im Job auf diese Weise zu bewältigen versuchen?

Wenn es beispielsweise darum ginge, ein neues Produkt zu entwickeln oder komplizierte Prozesse zu optimieren – würden sie sich Tage und Wochen in ihrem Büro einschließen und ausschließlich nachdenken? Und vielleicht ab und zu mit Kollegen darüber reden? Bis vielleicht irgendwann einmal eine Lösung entsteht?

Das mag bei Wicky, dem Wikinger, funktioniert haben (Die etwas Älteren unter Ihnen werden sich an das nasereibende Gör mit den tollen Einfällen erinnern). Ansonsten ist die Vorstellung doch reichlich absurd, oder?

Probleme lösen wie Projektarbeit

Viele von uns haben in irgendeiner Form im Job mit Projektarbeit zu tun. Projekte haben einen festen Zeitrahmen und bestehen aus aufeinander aufbauenden Schritten. Anfangs wird meistens versucht, möglichst breit zu denken und über den Tellerrand zu schauen.

In der Schlussphase wird die beste Idee im Detail ausgearbeitet und auf den Punkt gebracht. Zwischendurch wird der Kurs gecheckt. Und außerdem ist es nicht ganz ungewöhnlich, Dinge dabei in Schrift und Bild festzuhalten.

Das ist ziemlich banal, oder?

Menschenverstand statt Psychologenblick

Warum meinen so viele Neuorientierer aber, allein durch Nachdenken auf neue, großartige Ideen zu kommen? Es ist schon merkwürdig. Viele glauben dann, dass ihnen nur noch ausgefeilte und komplizierte Tools helfen können, ihren neuen Job zu finden.

Oder der bohrende Psychologenblick, der sofort erkennt, wo sie am besten aufgehoben wären…

Mein schlichter Rat, der mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun hat als mit abgefahrenen Coaching-Tools, lautet: Betrachten Sie Ihre Suche nach beruflichem Neuland doch erst einmal als ein Entwicklungsprojekt!

Keine Geheimwissenschaft

Und mit etwas Projektmanagement, ein bisschen Psychologie und einer Prise Kreativität ist das wirklich keine Geheimwissenschaft.

Um die Sache zu erleichtern, habe ich die berufliche Neuorientierung (und das gilt genauso für jeden anderen komplexeren Veränderungsprozess) in drei Ebenen unterteilt – der Neuorientierer hat drei Aufgaben zu erledigen, die gleichermaßen wichtig sind und parallel ablaufen:

Die 3 Ebenen der beruflichen Neuorientierung

  1. Entwicklung (von Interessen und Wünschen bis zu definierten Job-Projekten)
  2. Selbst-Management (um sich von Blockaden und Ängsten nicht bremsen zu lassen)
  3. Planung und Struktur (ohne die wir uns garantiert verheddern und verlaufen)

Ich werde Ihnen in den nächsten zwei Teilen dieses Posts die wichtigsten Aspekte jeder dieser Ebenen erklären. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie danach sagen werden Eigentlich ganz logisch… ;-)


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