Ausbildung zum Social Media Manager: 3 Fragen, die sich jeder stellen sollte – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Ausbildung zum Social Media Manager: 3 Fragen, die sich jeder stellen sollte


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Im Social Web kursieren viele Fragen und Ideen zum Thema Social Media. Im Fokus steht jedoch meistens die Frage nach der richtigen Ausbildung. Erst kürzlich haben wir hier im Blog ja heftig dazu diskutiert. Selten bis gar nicht habe ich bislang Diskussionen gelesen, die auch den Alltag berücksichtigen. Deshalb gibt es hier drei praktische Fragen, die sich jeder Interessent stellen sollte, um nicht den Spaß an dem Job zu verlieren. Bildung  Studienwahl Berufswahl SocialMedia Networking Community Building Berufsbild Medien & Social Media


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Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil

1. Will ich Freizeit oder Arbeit?

Arbeit im Social Web bedeutet keine festen Arbeitszeiten zu haben. Im Angestelltenverhältnis mag dies in Teilen noch anders aussehen, jedoch sollte man bedenken, dass die Kunden und Aktivitäten auf den Portalen hauptsächlich in der Freizeit statt finden. Damit sind diese asynchron zur realen Welt.

Wer sich also nicht vorstellen kann, auf seine Freizeit in Teilen zu verzichten, muss sich überlegen, ob Social Media das richtige Arbeitsumfeld darstellt. Dieser Verzicht fällt für viele Social Media Manager jedoch nicht so schwer ins Gewicht, weil sie sich hauptsächlich mit den Themen beschäftigen, die sie auch privat beschäftigen.

2. Wo will ich wie arbeiten?

Wenn man mit den zeitlichen und persönlichen Einschränkungen leben kann, sollte man so viel wie möglich dafür tun, um sich möglichst angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen. Viele Social Media Menschen arbeiten auf freiberuflicher Basis, um möglichst frei die eigene Arbeitszeit einteilen zu können.

Auch die richtige Wahl der möglichen Kunden sollte frühzeitig getroffen werden: Wer sich für eine Tätigkeit bei Sportvereinen interessiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Spieltage selten um 10 Uhr morgens sind und mehr als die reine Social Media Betreuung zu den Aufgabenbereichen gehören.

3. Welche Kosten und Investitionen kommen auf mich zu?

Genauso schnell wie das Internet als solches entwickelt sich auch die Technik. Deshalb ist es wichtig langfristig und vorausschauend zu planen. Dazu zählt u.a. die Anschaffung eines leistungsfähigen Laptops mit langer Laufzeit. Nach langem Ringen habe ich mich für ein MacBookPro entschieden. Auch ein mobiles Endgerät sollte zur Verfügung stehen.

Aufgrund der aktuellen Situation am App-Markt lohnt es sich auch hier zu überlegen, ob das aktuelle Smartphone für den gesteigerten Anforderungsbedarf geeignet ist. Ergänzend zu meinem Blackberry (zu kurze Akkulaufzeit) habe ich mir jetzt ein Iphone angeschafft.

Fazit: Kosten und Nutzen stehen einem tollen Job gegenüber

Ich liebe meinen Job, aber manche Dinge würde ich heute anders machen. Es ist eben nicht mit einer qualifizierten Weiterbildung getan, sondern Social Media ist ein diffuses Konstrukt aus Erwartungen und Bedürfnissen.

Ich hatte noch nie einen Job, der mir so viel Spaß gemacht hat und der so abwechslungsreich, kreativ und vielseitig war – aber der auch viele Zugeständnisse (die ich aufgrund meiner Freunde daran im Alltag selten merke) erfordert. Social Media muss man lieben, verstehen und wollen: Ansonsten wird es ein hartes Brot sein, sich dort erfolgreich zu etablieren.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Inga von Thomsen

    Hallo Frau Heder,

    spannend ist doch die Frage: Gibt es denn überhaupt noch die klassische Trennung von „Beruf“ und „Freizeit“? Natürlich gibt es Zeiten, in denen ich an konkreten Kundenprojekten arbeite, und das ist sicherlich „Arbeit“. Aber oft lese ich Blogs, Artikel, Beiträge im Netz, die ich für meine Arbeit nutzen kann und die mich ebenso privat interessieren. Lese Fachbücher, weil sie mich reizen.

    Ein sehr gutes Buch zum Thema Arbeit/Freizeit gibt es dazu: „Work is not a Job“ von Catharina Bruns. Kann ich sehr empfehlen!

    Herzliche Grüße
    Inga von Thomsen

    • Simone Janson

      Hallo,
      danke für den Hinweis, eine Rezensio zu dem Buch gibt es auch hier:
      Die Verzahnung von Beruf & Privatleben ist ja auch so ein Dauerbrennerthema: Es wurde schon vor ein paar Jahren heiß diskutiert, als ich mit Social Media anfing und ist offenbar noch immer brennend aktuell.
      Daran zeigt sich, wie groß dieser gesellschaftliche Wandel wirklich ist, in dem wir uns befinden… und dass es um weit mehr geht als um ein paar Tools.

      • Katharina Heder

        Liebe Simone,

        da gebe ich dir von A bis Z recht und wir betonen es ja auch beide in div. Beiträgen – umso verärgert bin ich darüber, dass es für viele immer noch „Neuland“ ist.

        Viele Grüße

    • Katharina Heder

      Liebe Fr. v. Thomsen,

      ich freue mich von Ihnen zu lesen. Natürlich ist das eine berechtigte Frage – nur Social Media ist ja insofern ein Sonderfall, als dass es eben vorrangig in der Freizeit geschieht. Mehr dazu in meinem Beitrag:

      Ich glaube, dass man sich klar machen sollte, dass man sich in diesem Berufe und dann eben auch mit den Auftraggebern einrichten muss. Ich arbeite zB viel im Sport und da ist es eben so, dass Wettkämpfe am Wochenende oder Abends statt finden – ich kann dann schlicht nicht sagen, dass es meine Freizeit ist.

      Andersherum betrachtet möchte ich aber auch nicht tauschen, weil mich diese Arbeit erfüllt, sodass ich über die gefühlte Grenze der Trennung gern herüber gehe. Sich einrichten wie Lars Hahn schreibt ist dabei eben ein wichtiges Argument.

      Viele Grüße

  2. Die Kernfrage ist tatsächlich auch für (angehende) Social Media Manager: Wie soll meine Arbeit aussehen, wie soll sie sich anfühlen. Die Positionierung ist hier aber vielleicht noch wichtiger, als für den Ingenieur oder die Lehrerin, weil sich viele Social Media Manager immer noch häufig einen großen Teil ihres Arbeitsplatzes selbst kreiieren müssen/dürfen.
    Da sollte man schon wissen, was einem wichtig ist: Zeit, Kohle, Sinn? Oder gar alles drei?

    • Katharina Heder

      Lieber Herr Hahn,

      erst einmal danke für die Präzisierung meines Tenors. Da gebe ich Ihnen recht. Was aber für mich viel ärgerlicher ist und da muss ich mich selbst ein wenig angreifen, weil es nicht gut rauskam, ist ein weiterer Umstand: Genau diese Positionierung wird von vielen Social Media Managern eben noch nicht geteilt.

      Als ich diesen Beitrag bei XING einstellte, verstand man diesen Beitrag sogar als Warnung – dabei ist er eher ein Aufruf zum Nachdenken. Insofern denke ich schon, dass SoMeMa schon in der Ausbildung mehr als eine Marktselektion machen sollten. Wenn ich mir div. wirklich furchtbar aussehende Auftritte ansehe oder eben auch die div. Impressi der Adventskalender, da wünsche ich mir manchmal Abmahnanwälte, damit endlich klar ist, wie wichtig Expertise ist.

      In diesem Sinne: Ich freue mich auf Ihren nächsten Beitrag zum Kaffeetrinken 😉

  3. Silke Loers

    Das Fazit teile ich sofort. Für den Job des Social Media Managers muss man geboren sein, Netzwerken off- und online lieben, sich ständig weiterbilden und zu für andere ungewöhnlichen Zeiten arbeiten. Daraus ergibt sich schon, dass da niemanden mit einer Ausbildung zum Social Media Manager gedient ist, sie kann nur und sollte Grundlage sein. Der richtige Umgang kommt beim TUN.
    Leider fangen viele ganz euphorisch an und lassen bei der kleinsten Pleite die Flügel hängen. Ja, auch damit muss man umgehen. Denn nicht jeder von einem selbst hochgelobte Content findet immer die richtigen Leser, das frustet. Oder auch wenn die Follower reihenweise gehen statt kommen.
    Es gehört also wirklich mehr dazu…

    • Katharina Heder

      Liebe Fr. Loers,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Das sehe ich ähnlich – ergänze aber um eine andere Beobachtung, welche gestern durch eine Verlosung des Portals Onlinemarketing bestätigt wurde: Es gibt immer mehr Menschen, die quasi flutartig in dieses Berufsfeld hinein drängen. Nicht umsonst gibt es eine ganze Reihe von Instituten, welche sich nur auf die Ausbildung von Social Media Managern spezialisiert haben. Man muss und man kann darüber streiten, ob das richtig oder falsch ist.

      Wenn ich Kommentare lese, dass man einen Vertiefungslehrgang der SMA gewinnen möchte, weil man im kommenden Jahr eine Weiterbildung angehen will und einem eigentlich das Geld dazu fehlt, dann kommt mir aber eben auch der kalte Kaffee hoch. Nicht, weil ich es den Personen nicht gönne – sondern weil SoMeMa eben viele Weiterbildungen, technische Anschaffungen und eine Menge Zeit bedeutet.

      Wenn ich die angesprochene Parallele bei mir mal ziehe, dann muss ich sagen: Ja das tun hat Vieles verändert – nicht zuletzt deshalb, weil ich mein Verständnis und meine Auffassungen zum Social Media Management auf einmal erklären, rechtfertigen und argumentieren musste. Da sieht man dann manchmal erst wie tief man in einem Thema steckt.

      Insofern: Wichtiger Aspekt und ich werde es mal auf meine 2do Liste zum Wochenende schreiben.

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