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Zur aktuellen Diskusskion um das Berufsbild Social Media Manager: Nicht nur „nettes“ Hobby!


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Ich schreibe seit fast einem Jahr in unterschiedlichen Blogs zum Thema Social Media Manager. Dazu berücksichtige ich unterschiedliche Aspekte – von der Aus- bis hin zur Weiterbildung. Trotzdem gibt es einen Grund die Stimme für Tacheles zu erheben. Berufsbilder & Karrieren  Zeitmanagement Arbeitsorganisation SocialMedia Networking Community Building Berufsbild Medien & Social Media


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Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil

Social Media und die Freizeit: Hat Social Media feste Uhrzeiten?

In den letzten Tagen sind Menschen immer wieder überrascht, wenn sie von meinem Arbeitstag hören. Viele Menschen sprechen Social Media Managern ab connected – im besten Sinne des Wortes – zu sein und geben sich erstaunt, wenn sie davon hören. Ist das wirklich so? Hat Social Media eine Uhrzeit?

Es dürfte keine Frage sein, wann und in welchem Umfang Social Media statt findet. Tagsüber sind die Nutzer arbeiten und abends loggen sie sich in ihren privaten Konten ein. Social Media ist – Dienstvereinbarungen zum Trotz – ein Freizeitvergnügen. Kein Chef wird dabei fröhlich zu sehen, wie die Mitarbeiter Facebook fröhlich dauerhaft begleitend bedienen.

Social Media Manager sind bei der Arbeit passive Nutzer

Selbst Social Media Manager – und das dürfte schon eher überraschen – sind während der Arbeitszeit (für ihre Verhältnisse) passive Nutzer. Insofern ist es vollkommen klar, dass wenn die Menschen in der Freizeit online sind dann eben auch auf den Kanälen der Kunden die meiste Aktivität ist.

Daraus ergibt sich – der ganz logische Schluss –, dass eben auch Social Media Manager dann gefragt sind. Es ist also nicht die Frage, ob es Arbeitszeiten gibt. Für Social Media Manager muss die Frage anders gestellt werden: Wie wird diese zu erbringende Arbeitszeit bezahlt und angerechnet?

Auslastung und Privatleben: Die gesunde Balance zwischen zwei Extremen

Ich habe auch hier im Blog schon öfter beschrieben, wie mein Leben aussieht – und das zeugte in erster Linie relativ leidenschaftslos davon, dass Social Media Bereitschaft zum Verzicht bedeutet. Verzicht auf (Frei-) Zeit, eine gute Organisation der Termine und vor allem Verständnis im engsten Umkreis zB bei Familie und Freunden.

Darüber ist sich – meiner Meinung nach – jeder Enthusiast, der die Ausbildung zum SoMeMa durchläuft im Klaren. Falls nicht, dann bitte die Ausbildung dahin gehend weiter justieren, da dies ein wichtiges Element in der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt ist.

Fazit: Überraschung Fehlanzeige

Wer sich also über unser Leben und unseren Arbeitsalltag bei all der Aufklärung auf unterschiedlichsten Blogs überrascht gibt, hat noch nie über das Berufsbild Social Media nachgedacht. Das zeugt jedenfalls von einem Umstand: Die Lobbyarbeit der Berufstätigen ist noch lange nicht so weit vorangeschritten, dass man davon sprechen kann, dass eine Ankunft im Alltag erfolgt ist.

Social Media Manager werden vermutlich immer Wesen zwischen den Welten sein – insofern sich keine Verbindung findet, welche die Stimme nach außen konzentriert. Die Bestrebungen eines Berufsverbands sind momentan noch nicht wirklich zielführend. Auch die Aktivitäten der Einzelnen sind scheinbar noch nicht wirkungskräftig genug.

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  1. Pingback: Ausbildung zum Social Media Manager: 3 Fragen, die sich jeder stellen sollte | B E R U F E B I L D E R

  2. Die Grenzen zwischen Berufs-und Privatleben verschwimmen beim Social Media-, sowie beim Community Manager und nur wenige Unternehmen haben bisher geschafft diese Tatsache zu honorieren. Soweit stimme ich absolut zu.
    Es gibt allerdings bereits seit 2008 einen Berufsverband für eben diese beiden Berufsbilder, den Bundesverband für Community Management, digitale Kommunikation und Social Media (http://www.bvcm.org). Für die nächste Vorstandsperiode haben wir uns unter anderem vorgenommen, die Berufsbilder zu stärken und damit auch mehr Verständnis für die Notwendigkeit von angepassten Arbeitszeitmodellen zu schaffen. Ich hoffe das wir hier in den nächsten Jahren eine Veränderung sehen.

    • Danke für den Hinweis, wir werden das verbreiten!

    • Katharina Heder

      Hi Vivian,

      Danke erstmal für dein schnelles Feedback. Ich habe selbst bereits via XING zu Romy Mlinzk angemerkt, dass man diesen Umstand natürlich berücksichtigen könnte. Ich finde allerdings, dass der Tenor – die Stimme von SoMeMas ist zu schwach – mit diesem Hinweis nur zur Frage führen würde, warum das eben so ist und ob die Arbeit nicht gut ist.

      Da ich aber um die Anstrengungen weiß und eure Initiative auch sehr schätze, empfand ich dies als unfair. Deshalb formulierte ich ja auch „die Lobbyarbeit ist noch lange nicht so vorangeschritten“ – es kommt darauf an, dass vllt. im ersten Schritt mal all die löblichen Beiträge zB auch von Christine Heller zusammengestellt werden, damit ein Sammelplatz entsteht.

      Viele Grüße

  3. aschwandenb

    Social Media Manager und Freizeit …

  4. SimoneJanson

    Zur aktuellen Diskusskion um das Berufsbild Social Media Manager: Nicht nur “nettes” Hobby!

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