New Yorker Bildungseinrichtung will mit Telekom Gründercampus in Berlin eröffnen: Ausbildung für’s IT-StartUp – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

New Yorker Bildungseinrichtung will mit Telekom Gründercampus in Berlin eröffnen: Ausbildung für’s IT-StartUp


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Bildrechte: Bildmaterial von General Assembly. Bild-Location: Berlin.

In meinem Essay „Besser Scheitern“, das auch als Artikelserie hier im Blog erschienen ist, hatte ich auf die fehlende deutsche Gründungskultur hingewiesen. Der Hauptgrund: Anders als in den USA ist Entrepreneurship in Deutschland nicht fest in Lehre und Forschung verankert. Das Image von Unternehmern ist daher denkbar schlecht. Ein neuese Start-Up-College in Berlin könnte das jetzt ändern. Leider überlässt man diese wichtige Inititative einem Privaten Anbieter und der Deutschen Telekom!

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Eine Gründerausbildung ist dringend notwendig

Der Global Entrepreneurship Monitor untersucht jährlich die Gründungsbedingungen in 42 Ländern weltweit und kommt dabei immer wieder zu dem gleichen Ergebnis: Die Gründungskultur in Deutschland ist eher, sagen wir mal, bescheiden.

Vor allem kritisieren die durch GEM befragten Experten die übermäßige Regulierungswut des Staates, die schlechte gründungsbezogene Ausbildung und schließlich die negative gesellschaftliche Haltung zur Gründung.

46,5 Prozent der befragten 18- bis 64-Jährigen würden den Schritt in die Selbständigkeit gleich ganz sein lassen – aus Angst, es könnte schiefgehen. Mal abgesehen von den ganz Jungen sind die Unterschiede zu Ländern wie England, den Niederlanden, Australien oder vor allem den USA, wo sich 79 Prozent nicht durch Ängste vom Gründen abhalten ließen, geradezu riesig.

USA: Ausgeprägte Kultur der Selbständigkeit

Denn in Übersee gibt es im Gegensatz zu Deutschland eine ausgeprägte Kultur der Selbständigkeit: Dort ist hat sich Entrepreneurship längst als eigenständige wirtschaftswissenschaftliche Disziplin etabliert und wird an breiter Front in Lehre und Forschung betrieben.

Amerikaner lernen also bereits sehr früh, was es heißt, unternehmerisch zu handeln und mit den eigenen Ressourcen selbstverantwortlich zu wirtschaften. Dazu gehört auch, nach einer Niederlage weiterzumachen.

Deutschland: Keine Ausbildung für Start-Ups

In Deutschland hingegen war die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung bislang weniger auf das Unternehmertum als vielmehr auf Managementaufgaben in hierarchisch strukturierten Großkonzernen ausgerichtet, wie Reinhard Schulte noch 2006 im „Journal für Sozialwissenschaften und ihre Didaktik“ konsterniert feststellte.

Das könnte sich nun ändern: Vor zwei Tagen gab Telekom-CEO René Obermann auf der NEXT-Konferenz bekannt, dass die Deutsche Telekom und die internationale Bildungseinrichtung General Assembly ein Startup-College in Berlin gründen. Es soll junge Unternehmer fit für die Internetwirtschaft machen.

Wie sieht das Angebot aus?

General Assembly ist eine Bildungseinrichtung für Technologie, Design und Unternehmensführung mit Fokus auf Gründer und Startups mit Sitz in New York (siehe Bild). Nach einem Ableger in London und dem Online-Angebot will man nun im Sommer auch einen Campus in Berlin aufmachen. Das Unternehmen bietet monatlich 30 bis 50 Kurse an.

Die Preise sind offenbar moderat: Einen anderthalbstündigen Kurs kann man auf der amerikanischen Website ab 30 US-Dollar buchen, es gibt jedoch auch vierstündige Kurse für 150 US-Dollar.

Die Kurse und Workshops sollen von erfolgreichen Praktikern gehalten werden. Man will einen offenen Raum für den Austausch zwischen Gründern schaffen – einen Netzwerkeffekt eben. Neben diesem Inkubatoreffekt werden auch Kurse angeboten, die den Teilnehmern das Wissen und die praktischen Fähigkeiten für den Erfolg in der Internetwirtschaft vermitteln sollen.

Zukunftsvision oder Interessens-Inititative?

Die Vision dabei: „Der Campus gibt der Berliner Technik- und Internetszene die Möglichkeit, Teil der lebendigen Community von General Assembly zu werden, die Innovationen und die Zusammenarbeit unter jungen Unternehmen fördert“, sagt Adam Pritzker, Gründer und CPO von General Assembly.

Kling gut. Was ich mich nur frage: Warum muss diese wichtige Inititative von privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgehen, bei denen ich eine gewisse Intention dahinter vermute? Und warum gibt es keine entsprechenden staatlichen Angebote? Und natürlich ist das Angebot mal wieder nur branchenspezifisch.

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