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Mit Worten bewegen: Trainingsplan für Präsentationen



Gute und überzeugende Präsentationen sind weder Glücks- noch Zufall, sondern das Ergebnis individuellen Trainings. Wie wir das am besten angehen, zeigt Andrea Joost in „Mit Worten bewegen“. Das Buch überzeugt als persönlicher Trainingsplan, mit dem es gelingt, eigene Schwächen gezielt auszumerzen und unsere individuellen Präsentationsfähigkeiten zu stärken.

Trainingsplan für Präsentationen

Es müssen ja keine Standing Ovations werden. Völlig ausreichend, wenn Ihr Publikum nach Ihrer nächsten Rede oder Präsentation kurz applaudiert oder zufrieden mit dem Kopf nickt. Dann wissen Sie: Das war gut und überzeugend.

Und eine solche Erfahrung ist kein Glücks- oder Zufall, sondern das Ergebnis eines individuellen Trainings. Andrea Joost fungiert dabei als Coach und ihr sehr schön geschriebenes Buch „Mit Worten bewegen“ ist Ihr persönlicher Trainingsplan.

Das dürfen Sie übrigens wörtlich verstehen. Denn bei einem überzeugenden Auftritt ist tatsächlich der ganze Körper gefragt – angefangen bei einem sicheren Stand, über die passende gestische Untermalung Ihrer Aussagen bis hin zu Atemrhythmus und Sprechgeschwindigkeit.

Der Angst das Fürchten lehren

Wer jemals eine wichtige Präsentation in den Sand gesetzt hat, wird nicht mehr unbefangen zum Rednerpult schreiten. Das weiß Joost sehr gut. Ihr Rat: Bitte die Nervosität nicht verdrängen, das klappt eh nicht. Besser akzeptieren und zulassen.

Sie können es ohnehin nicht allen recht machen. „Ihre Zuhörer werden nur einen Bruchteil Ihrer Nervosität wahrnehmen, selbst wenn Sie das Gefühl haben, im nächsten Augenblick ohnmächtig umzufallen.“ Außerdem ist ein Mindestmaß an Nervosität absolut leistungsfördernd, weil es die Sinne schärft und nicht selten sogar zu rhetorischen Höhenflügen verhilft.

Defizite gezielt ausgleichen

Wo Sie gezielt nachbessern sollten, ermitteln Sie anhand kleiner Checklisten, sogenannten Standortbestimmungen. Wer es braucht, bekommt von der Autorin ein Aufwärmprogramm für die Stimmbänder oder ein Warm-up für die richtige Atemtechnik.

Auf diese Weise können Sie persönliche Schwächen regelrecht wegtrainieren: „In Redesituationen sind wir viel zu oft mit dem Einatmen beschäftigt, was zu Schnappatmung führen kann. Aufs Ausatmen konzentrieren!“

Profi-Techniken gezielt einsetzen

Wenn Sie emotional und körperlich fit für Ihren Auftritt sind, feilen Sie an den Inhalten Ihrer Rede, entscheiden über die richtige Präsentationsmethode, über einen effektvollen Einstieg („Sie stellen sich nicht vor und lassen sämtliche Entschuldigungen weg“) und einen erstklassigen Schluss („Sie halten die vereinbarte Zeit ein“).

Und dazwischen punkten Sie mit starken Sätzen („Sie streichen das ‚und’ aus Ihrem Wortschatz“) und mit eigenen Skizzen auf dem Flipchart statt mit endlosen 0815-PowerPoint-Folien zu langweilen. Und auch für Stegreifreden hat die Autorin ein paar Übungseinheiten, mit denen Sie eine schnelle und improvisierte Ansprache routiniert meistern.

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Hier schreibt für Sie: Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision. Profil


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