Immer öfter gibt es Stimmen, die im Angesicht der Krise nicht nur die Banken, sondern das gesamte kapitalistische Wirtschaftssystem in Frage stellen: Und zwar nicht irgendwelche Linken, sondern renommierte Ökonomen, die eine Wirtschaft ohne Wachstum fordern, eine steady state economy, die für Menschen und Umwelt besser sei.
Die einfache These dabei: In einer endlichen Welt können kein Subsystem unendlich wachsen. Nicht mal, wenn man das Wachstum grün oder nachhaltig nennt! Ein pures Greenwashing der Produkte ist also völlig fehl am Platze: Wir müssen vollständig umdenken!
Künstliches Wachstum
Dieser Film bei Arte zeigt nun, dass unser Wirtschaftswachstum eigentlich eines ist, das künstlich geschaffen wurde: Nämlich, indem seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Produkte mit einer geplanten Obsolenz, mit einem künstlichen Verfallsdatum, versehen wurden, damit wir Konsumten möglichst bald gezwungen wurden, neu zu kaufen. Die Devise lautet: Wegwerfen statt reparieren.
Das müsst nicht sein: Der Film zeigt zum Beispiel eine 80 Jahre alte Glühbirne, die heute immer noch funktioniert. Dass deren Lebensdauer heute viel kürzer ist, haben wir der Schaffung eines Kartells in den 20er Jahren zu verdanken, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt.
Was ist das Ergebnis?
Was dabei herauskommt, zeigt das Beispiel die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra.
Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.


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