Warum Deutschlands Unternehmen doch keine Irrenhäuser sind: Gegengift zur Anstalt!

Der Erfolg von „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ ist für mich beängstigend. Einerseits müssten jetzt die Alarmglocken in den Unternehmen schrillen. Andererseits muss sich jeder, der in einer solchen „Anstalt“ arbeitet, klar darüber sein, dass ein Irrenhaus erst durch die Irren zum Irrenhaus wird. Ein neues Buch greift endlich den Sachverhalt aus der Macherperspektive auf und liefert eine Anleitung, aus den Irrenhäusern wieder funktionierende Unternehmen zu machen.

Unternehmen als Irrenhäuser? Lasst das nicht auf Euch sitzen!

Es ist eine bittere Lektion für Deutschlands Unternehmen. Seit Wochen hält sich Martin Wehrles Buch “Ich arbeite in einem Irrenhaus” auf den vordersten Plätzen der Bestsellerlisten. Am Bittersten: Tausende von Angestellten investierten 15,00 Euro in ein Buch – weil sie sich damit offensichtlich etwas Luft verschaffen können (“anderen geht es ja genau so wie mir!”).

Ob auch nur einer der Buchkäufer einen Pfifferling in sein Unternehmen investiert hätte? Sicher ist, dass da etwas gewaltig schief läuft. Deshalb hat der Berater Michael Paul jetzt den Machern mit “Raus aus dem Irrenhaus” eine Anleitung geschrieben, um diese Zustände abzustellen.

Wehleidige Mitarbeiter oder komplexer gewordene Welt?

Wer den Erfolg von Wehrles Buch nicht als Zeugnis einer wehleidigen und leistungsunwilligen Generation abtun will, muss an die Wurzeln gehen, muss Ordnung schaffen. Denn das Irrenhaus-Verdikt entspringt der Angestellten-Erfahrung, dass von den Chefs keiner weiß, wo es lang geht.

Dass Marktentwicklungen missachtet werden. Dass massiv Geld zum Fenster hinaus geschmissen wird. Den Grund für diese Entwicklung braucht man, so Michael Paul, gar nicht unbedingt dem Management allein in die Schuhe zu schieben. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich eben auch verdammt viel verändert.

Unternehmenskultur und Strategien auf dem Prüfstand

Michael Paul appelliert an alle Unternehmer, Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer, Bereichs- und Abteilungsleiter, sich auf das klassische Handwerkszeug zu besinnen. In einem Schnelldurchgang stellt er alle wichtigen Unternehmensbereiche auf den Prüfstand und zeigt, wie der Wildwuchs zurückgeschnitten werden kann. Und wie das Unternehmen von Grund auf wieder auf Vordermann gebracht werden kann.

Er beginnt mit der Strategiearbeit (gerade in Unternehmen, die schon lange am Markt sind, wird hier oft nur noch mit Floskeln hantiert) und nimmt sich danach die Unternehmenskultur, das Verständnis und die Praxis von Führung, die Prozessorganisation, die Personalarbeit und das Controlling zur Brust.

Her mit dem Gegengift!

Klar, dass es in diesem Buch nicht um Detailfragen geht, sondern um die CEO-Perspektive. Darum, wie die Verantwortlichen sicherstellen, dass das Unternehmen wieder auf Spur kommt.

Fazit: Wer aus zuverlässiger Quelle (zum Beispiel aus Kantinengesprächen) weiß, dass in seinem Unternehmer /seiner Abteilung Martin Wehrles Buch “Ich arbeite in einem Irrenhaus” gelesen wird, sollte keine Sekunde Zeit vergeuden und sich sofort Michael Pauls Gegengift “Raus aus dem Irrenhaus” besorgen.


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