Synnovation – Innovation im Netzwerk: Zufall zulassen statt stur planen

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09.08.2012 1631 Leser 0 Debatten 579 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 3 Sekunden

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Innovationsmanagement – in vielen Unternehmen bedeutet das: Starre Prozesse, die bis ins kleinste Detail durchgeplant sind. Doch in Zukunft, so sagt das Zukunftsinstut, könnte das anders werden: Weniger Planung und mehr Zufall und Vernetzung. Sozusagen die ständige Betaphase statt starrem Produkt. Wie das geht, haben Unternehmen wie Google ja schon erfolgreich vorgemacht. Nun gibt es auch ein Wort dafür: Synnovation!

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Change-Prozesse in Unternehmen

Mit meiner Kollegin Katharina Daniels habe ich vor einigen Monaten ein Interview über Change-Management im Unternehmen und die dafür notwendigen Prozesse geführt: Über Manager, die vom General zum kuratierenden Gärtner werden. Weniger Kontrolle ist ja quasi die Bedingung für Innovation.

„Synnovation“ beschreibt nun den Paradigmenwechsel von starren, durchgeplanten Prozessen hin zu einem „Zulassen des Zufälligen“. Innovationen entstehen, so die These der Autoren, zwischen inszenierter Störung und gesteuertem Zufall. Das Zeitalter der Synnovation hat begonnen.

Innovation der Zukunft = Management des Zufalls

Der Titel „Synnovation“ leitet sich von der wachsenden Bedeutung ab, die in der Vernetzung verschiedener Wissensquellen liegt. Denn der Ruf nach (echten) Innovationen wird immer lauter. Sie gelten als Garant für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenserfolg in der Zukunft.

Auf den Agenden führender Unternehmen rangiert der Begriff Innovation daher weit oben. Wie aber entstehen Innovationen? Wie schaffen es Unternehmen den Zufall zu managen, um innovativer zu werden und ihre Kunden zu begeistern?

Umdenken bei Innovationsprozessen

In den Unternehmen ist bei der Innovationsentwicklung ein Umdenken zu beobachten – weg von abgeschotteten Insellösungen hin zu einem Prozess, der freies, innovatives Denken fördert.

Kollaborative Multi-Stakeholder-Prozesse – gemeint sind u. a. Dialoge mit den verschiedensten Interessengruppen aus unterschiedlichen Branchen und Wissengebieten – erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

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Durch Crowdsourcing frühzeitig Kundeninteressen erkennen

Dafür gibt es natürlich einen anderen Fachbegriff: Crowdsourcing. Man bedient sich der Schwarmintelligenz vieler, um so Ideen zu gewinnen, auf die man selbst nie gekommen wäre – und echte Innovationen zu erreichen.

Die Vorteile dieser Prozesse liegen auf der Hand: Kundenperspektiven können frühzeitig erkannt und eingebunden werden. Das Know-how aus anderen Branchen und Wissensdisziplinen ermöglicht nicht nur den Blick über den berühmten Tellerrand, sondern bringt neues Wissen in Umlauf

Synnovation = Vernetzung verschiedener Wissensdisziplinen

Synnovation beschreibt daher im Kern eine neue Kultur der Innovation, in der das Neue nicht mehr primär aus einer eingeengten Beschleunigungs-, Kontroll- oder Überwindungsphantasie entsteht. „Innovation verliert Ihre technozentrische Ausrichtung“, so die Autoren.

An die Stelle „ingenieurischer Innovation“ tritt eine systemische Innovationskunst, die mehrschichtig und mehrdimensional angelegt ist. Innovationen beziehen somit ihren „genialischen“ Moment aus der Synthese, aus der schöpferischen Re-Kombination bereits vorhandener Elemente, die intelligent auf neue Nutzungen angewendet werden können.

Auf Vernetzung ausgerichtetes Büro-Design

Doch mit welchen Methoden und Ansätzen können sich Unternehmen versuchen das Thema Innovation auf neue, synnovative Art erschließen? Dazu gehört das intelligente Design von Arbeitsprozessen wie eine auf Vernetzung ausgerichtete Büroarchitektur.

Denn selbst das zufällige Zusammentreffen mit einem Kollegen auf dem Flur kann einen großen Mehrwert bieten, wenn durch diese Begegnung herauskommt, dass man sich gerade mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigt.

Weitere Informationen: http://www.trend-update.de

 

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