Erfolgreich StartUp gründen aus dem Studium: Umweltpreis in Sidney oder Lean-StartUp in Oxford? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Erfolgreich StartUp gründen aus dem Studium: Umweltpreis in Sidney oder Lean-StartUp in Oxford?


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 Bild-Location: Woodstock Rd, Oxfordshire, Vereinigtes Königreich.

Vor einigen Monaten hatte ich über die deutschen Sieger eines von Microsoft initierten internationalen Gründer-Wettbewerbs berichtet. Eines der drei Gewinnerteams hat nun in Sidney den internationalen Umwelt-Preis gewonnen. Derweil spricht heute mein Kollege Karsten Wenzlaff vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien an der Oxford University darüber, wie man als Student und Wissenschaftler ein Lean-StartUp gründet.

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Deutsche Sieger im Software-Design auch international erfolgreich

Schon im deutschen Endausscheid hatten Christian Brüggemann (Uni Bielefeld), Elia Franke (FH Hannover) und Helge Holzmann (Leibniz Uni Hannover) mit ihrem Mentor Sebastian Heise in der Kategorie Software Design gewonnen.Das Bild zeigt die drei Gewinner.

Nun konnten sie beim internationalen Finale des seit 2003 vergebenen Microsoft Imagine Cups in Sidney auch eine internationale Fachjury überzeugen und sicherten sich so den mit 10.000 US-Dollar dotierten ersten Platz des „Coca Cola Environmental Sustainability Award“.

Die Idee: Navigation, die CO2-Ausstoß verhindert

Die Idee, die sie zum Erfolg führte, ist ein innovatives Navigationssystem, das den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen signifikant reduziert und somit das Klima schützt. Das System orchestriert den Verkehr dank eines neuartigen verteilten Algorithmus auf absolut optimale Weise.

Passenderweise heißt das System Greeneway. Und das arbeitet ganz ander als herkömmliche Navigationssysteme, die Staus lediglich von einer Straße im Nachhinein auf eine andere verlagern: Greenway reserviert nämlich Zeit-Slots für Fahrzeuge auf den Straßen und kann somit Staus aktiv verhindern.

Die deutschen sind Ökoweltmeister, die Ukrainer gewinnen

Den höchst dotierten Siegerscheck in der Kategorie „Software Design“ in Höhe von 25.000 US-Dollar gewann übrigens das Team quadSquad aus der Ukraine. Ihr Projekt „Enable Talk“ hilft stummen und taubstummen Personen mit Hilfe eines Handschuhs einfacher und besser zu kommunizieren.

Der Handschuh übersetzt Gesten der Gebärdensprache in gesprochene Sprache, die dann über ein Smartphone wiedergegeben wird. Diverse Sensoren am Handschuh machen dies möglich und erleichtern damit, Personen die auf Gebärdensprache angewiesen sind, die Kommunikation.

Vom Preisgewinn zur Marktreife

„Es freut uns sehr, dass unsere Idee von der Jury gelobt wurde und wir mit dieser Auszeichnung auch die Bestätigung bekommen haben, dass Greenway überzeugt und eine reelle Chance auf dem Markt hat“, freut sich Christian Brüggemann, einer der Greenway-Erfinder.

„Obwohl wir nicht in der Hauptkategorie gewonnen haben, verfolgen wir unser Projekt natürlich weiter. Wir nutzen das Preisgeld, um unser Start-Up zu gründen“, so Elia Franke.

Microsoft nimmt Kritik ernst und unterstützt Gründer über den Sieg hinaus

Derweil hat Microsoft übrigens meine im letzten Artikel geäußerte Kritik ernst genommen und in seiner Pressemitteilung entsprechend reagiert: Nachdem ich im letzten Artikel noch gefragt hatte, was denn die Gründer von ihrem Preis haben, wird nun extra betont, dass die studentischen Ausgründunge auch nach dem Wettbewerb unterstützt werden:

„Microsoft ist sehr daran gelegen, die Nachwuchsentwickler auch nach dem Finale in allen Phasen ihres Projekts zu unterstützen. Dazu existieren neben dem Imagine Cup Initiativen wie Microsoft BizSpark, die neben dem Zugang zu Microsoft Technologien die so wichtige Unterstützung und Vernetzung mit Gründerinitiativen, Investoren und Beratern bieten.“

Erfolgreich Gründer der letzten Jahre

Dabei wird in der Pressemitteilung auch auf Imagine Cup gewinner aus den letzten 9 Jahren verwiesen, die später noch mit ihrer Idee erfolgreich waren, etwa Team GINA, Teilnehmer von 2010, die mit ihrer Anwendung bei den Rettungs- und Aufbauarbeiten in Haiti unterstützten. Und auch Professor Dr. Florian Matthes von der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität München, Mitglied der internationalen Jury, wird zitiert:

„Egal ob man gewinnt oder nicht, die Chancen beim Imagine Cup sind einmalig. Mein Rat an Team Greenway: Sie sollen die weltweiten Kontakte hier auf jeden Fall nutzen.“

Karsten Wenzlaff von ikosom spricht in Oxford über Lean-StartUps & Crowdfunding

Dennoch ist es natürlich schade, dass bei solchen Veranstaltungen ausschließlich technologie-intensive Gründungen gefördert werden.Studierende von geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fächern haben es ungleich schwerer.

Daher geht es heute bei der Veranstaltung am Green Templeton College der Oxford University, bei der Karsten Wenzlaff über Open Science ans Mind-Set, Crowdfunding und die Voraussetzungen einer akademischen Ausgründung sprechen wird, auch um die Möglichkeiten für Gründer aus anderen Fächern:

Before graduation, many academics are thinking about their next career step. For people in technology classes, such as IT or Engineering, starting a company is often quite easy, but how about if you are a student of social science or political science, you might wonder if creating a startup is really that easy. But if you have a great idea, and maybe already a few friends that share your idea, it is actually not too difficult: with crowdfunding and the lean-startup-method it is possible to make a start with your project without burning too many ressources.

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