Serie & Studien – Spielregeln im Job für Frauen – 4: Ich bin zickig – na und?

Die ganze Serie → lesen!

Diverse Studien haben immer wieder zutage gebracht, dass Frauen, die sich zurückhaltend weiblich verhalten, schlechter aufsteigen können, andererseits aber Frauen, die sich durchsetzen, als unweiblich und unsympathisch gelten.

div

Karrierefrau – ein Schimpfwort?

Der seit den 1980er-Jahren grassierende Begriff “Karrierefrau” klingt in den Ohren vieler Frauen wie eine Beschimpfung, so als könnte damit in keinem Fall eine richtige Frau gemeint sein.

Interessant ist, dass sich im Beruflichen das Zusammenspiel der männlichen Dominanzhierarchie und der weiblichen Geltungshierarchie zu-ungunsten vieler Frauen auswirkt.

Männer, die verlieren, ordnen sich unter. Frauen versuchen es erst gar nicht!

Männer kämpfen untereinander um ihren Rang, ihre Kontrahenten versuchen zu gewinnen. Wenn sie das nicht schaffen, ordnen sie sich in der Rangordnung unter und warten auf bessere Gelegenheiten.

Frauen starten oft gar nicht erst den Versuch, sich durchzusetzen, und ziehen dann auf jeden Fall den Kürzeren.

Stärke und Kompetenz als Tabu?

Die Ergebnisse einer empirischen Studie der Münchner Psychologin Nathali Klingen belegen, dass Frauen im Umgang miteinander sehr auf Gleichberechtigung und Demokratie in der Gruppe achten.

Dementsprechend werden in einer reinen Frauengruppe im Allgemeinen Stärke und Kompetenz einzelner Mitglieder sowie Konkurrenz untereinander tabuisiert und offene Machtkämpfe vermieden. Das kann aber dazu führen, dass es den Frauen schwerfällt, Konflikte auszutragen.

Nur nicht persönlich nehmen!

Männer kämpfen auch gegen Frauen als potenzielle Konkurrentin – die Argumente höre ich von den Frauen in meinen Workshops und Coachings. Sie seien wahlweise unweiblich, zickig oder zu jung.

Frauen nehmen diese Zuschreibungen persönlich und erhalten so in ihrem System der Geltungshierarchie nicht die Anerkennung für ihre Leistung, die ihnen aus ihrer Sicht zusteht.

Beleidigungen richtig einordnen

Ihre Reaktion ist allerdings meist nicht, das Prinzip der Dominanzhierarchie in den Blick zu nehmen und um ihre Position zu kämpfen, sondern Rückzug. Der Effekt: Die Männer bleiben unter sich – auch deshalb, weil die Frauen nicht deutlich zeigen, dass sie die Position haben wollen und dafür die Richtigen sind, egal, wie die Männer sie nun bezeichnen.

Für Frauen ist es wichtig, diese Äußerungen als das einzuordnen, was sie sind – als mikropolitische Äußerungen, die im Rahmen der geltenden Dominanzhierarchie geäußert werden und Teil des Spiels sind.


Besser führen mit der DISG-Typologie: Der transparente Mitarbeiter?

Oliver | Ibelshäuser, 13. 02. 2013:

Karneval ist gerade vorüber – eine Jaheszeit, die zeigt, wie gerne Menschen in andere Rollen schlüpfen – auch während der restlichen Tage des Jahres. Daher heute ein Buch, das zeigt, wie wir damit umgehen. DISG-Typologie für Führungskräfte Viele Menschen tragen … Weiterlesen →


Meine Kolumne in “DIE WELT”: Mehr Selbstvertrauen, meine Damen!

Simone | Janson, 17. 05. 2013:

In der Tageszeitung “DIE WELT” ist heute meine aktuelle Kolumne erschienen, entstanden aus einem Interview mit der ehemaligen isländischen Staatschefin Vigdis Finnbogadóttir. Denn Frauen fehlt häufig das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten – und entsprechend haben sie Angst, Arbeit zu … Weiterlesen →


Wie Medien-Bilder Schlankheits- & Perfektions-Wahn beeinflussen: Wenn aus Brittney Spears, Johny Depp, Pamela Anderson & co. Normalos werden

Simone | Janson, 06. 06. 2011:

Hätten Sie diese Dame erkannt? Das soll Nicole Kidmann sein – sie wie sie aussehen könnte, wenn sie eine “normale” Durchschnittsamerikanerin wäre. Die Serie entstellter Promi-Fotos mag ein wenig schadenfreudig sein – aber auch heilsam, weil sie uns jenseits jeden … Weiterlesen →


Konfliktmanagement mit Attitüde – 4/5: A+ Attitüde als Basis für den Erfolg

Ilja | Grzeskowitz, 25. 04. 2013:

Im letzten Beitrag ging es um negative Attitüden, mit denen Sie auf keinen Fall erfolgreich sein werden. Und nun schauen wir uns im Gegensatz hierzu einmal die Merkmale einer A+ Attitüde an. Denn mit der richtigen Einstellung sind Sie auch … Weiterlesen →


Serie & Studien – Spielregeln im Job für Frauen – 8: Erfolgreich mit Pokerface

Isabel | Nitzsche, 31. 10. 2012:

Viele Frauen haben das Platzhirsch-System nicht durchschaut und unterliegen, wenn sie ihr Verhalten ändern möchten, einem gefährlichen Irrtum. Sie glauben, sich im Job durchzusetzen heißt, den männlichen Platzhirschen Paroli zu bieten und die Konfrontation mit ihnen zu suchen, um eigene … Weiterlesen →


Kommentare & Reaktionen

Unsere Kommentarsystem DISQUS wird auch in Medien wie DIE WELT, National Geographic oder Perlentaucher verwendet. Mit nur einer Registrierung, z.B. per Twitter o. Facebook, können Sie überall kommentieren. Ihre Daten werden dabei von DISQUS gespeichert. Mehr dazu in den Datenschutzbestimmungen. Sie können auch als Gast kommentieren, ohne Ihre Daten anzugeben.

Hinweise zum Kommentieren

  1. Wollen Sie eine eMail-Benachrichtigung über neue Kommentare zu diesem Thema erhalten, müssen Sie sich bei DISQUS anmelden.
  2. Um ein Foto von sich neben dem Kommentar zu nutzen, können Sie sich mit diversen sozialen Netzwerken einloggen oder das Bild bei Gravatar hochladen.
  3. In den Kommentar können Sie jederzeit ein Foto ohne weitere Anmeldung hochladen
  4. Kritische Kommentare sind willkommen, Beleidigungen werden allerdings entfernt. Lesen Sie dazu bitte die Richtlinien für Kommentare & Foren.
  • http://start-talking.de Meike Leopold

    Hallo Simone, wie geht es dir damit, dass du kaum Feedback (abseits der Pingbacks) auf diesen sehr guten Artikel bekommen hast? Ich finde das sehr schade. Langfristig heißt die Devise: lasst uns so weitermachen! Erst heute habe ich aus einem sehr großen norddeutschen Verlag gehört: Es gibt dort definitiv eine “Feminin Agenda” und sie setzt sich gegen alle Widerstände langsam durch. Viele Grüße, Meike

    • http://berufebilder.de Simone Janson

      Hallo Meike,
      danke für die Ermutigung!
      Es ist schon schade, andererseits aber auch verständlich: Die Leute haben eben immer weniger Zeit – das trifft gerade auf meine beruflich stark eingespannte Zielgruppe zu. Zumal ich auch gerade eine Woche in Afrika war und daher auch weniger Zeit hatte, mich um alles zu kümmern.
      Da ist es vergleichsweise logisch, dass Leser die Texte eben nur konsumieren, was ich an den Abrufzahlen sehen kann, aber eben nicht hier kommentieren oder eben an anderer Stelle – wie z.B. bei Twitter, FB oder im eigenen Blog. Insofern sind diese Kommentare für mich da genau so wertvoll. Es gibt ja auch sehr heftige Diskussionen, dass die sozialen Netzwerke der Blogkommentar- und Verlinkungskultur eher geschadet als genutzt haben:
      Dazu kommt noch, dass Leute eben eher kommentieren, wenn sie sich über etwas aufregen – das sieht man sehr schön an der Amazon-Diskussion – oder gegen etwas sind als dafür – ständig polemische Texte zu schreiben, ist aber auch nicht das Wahre.
      Insofern freue ich mich sehr über die Feminin Agenda – lass uns gespannt sein, was da kommt.
      Simone

Überblick

Mehr als 6.000 Kommentare von über 200 Kommentatoren in diesem Blog finden Sie hier. Sie können alle Kommentare auch abonnieren.
Mehr als 3.000 Fans und über 10.000 Kommentare in diversen sozialen Netzwerken wie Twittter, Facebook, Google+ & Xing finden Sie hier.

0 Trackbacks

Trackback URL - bitte in Ihren Beitrag eintrage, um einen Trackback zu erzeugen:

http://berufebilder.de/2012/serie-studien-spielregeln-im-job-fuer-frauen-4-ich-bin-zickig-na-und/trackback/