Serie Schlagfertigkeit – 1/3: Allzeit bereit!

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Wer wünscht sich nicht, die Logik des scheinbar ehernen Gesetzes „Im Nachhinein ist man immer schlauer!“ zu durchbrechen und schon im Voraus schlau zu sein? Wie oft denken wir uns, dass eine andere, bessere Reaktion uns in bestimmten Situationen weiter gebracht hätte – wären wir doch nur schlagfertiger gewesen.

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Es gibt Situationen, in denen wir im Gespräch mit anderen plötzlich mit unvorhergesehenen Situationen konfrontiert sind. „Flotte Sprüche“, unangemessene Kritik oder gar offene, persönliche Angriffe. „Und was nun?“ Oft fehlt uns in diesen Momenten die Spontaneität oder der Mut für einen angemessenen, schnellen und intelligenten Konter.

Die Situation richtig einschätzen

Um das erreichen zu können, muss in erster Linie die Situation richtig eingeschätzt werden. Schlagfertigkeit braucht immer einen Anlass. Wer „einfach so“ und prinzipiell immer „schlagfertig“ ist, der nimmt sein Gegenüber nicht ernst und verhindert jede sinnvolle Kommunikation. Deshalb ist es wichtig zu wissen, ob ein witziger Kommentar, eine schnippische Bemerkung, ein frecher Konter gerade angesagt sind, oder nicht.

Ein zentraler Anhaltspunkt hierfür ist das jeweilige Gegenüber. Wie gut kennen Sie Ihren Gesprächspartner? Angenommen es handelt sich um Ihren Chef. Wenn Sie wissen, dass er ein absoluter Choleriker ist, der bei jedem noch so harmlosen Widerwort oder Scherz an die Decke geht, sollten Sie vielleicht lieber auf Ihre Schlagfertigkeit verzichten. Ganz? Nein, nicht ganz! Denn: auch ein vielsagendes Schweigen kann schlagfertig sein.

Spontan frech sein?

Allzu lange sollten Sie sich aber nicht mit der Situationsanalyse aufhalten. Denn darum geht es ja bei der Schlagfertigkeit: spontane Reaktionen! Dazu gehört sicher auch ein gewisses Risiko. Sie sollten also am besten schon vorher wissen, was Sie riskieren können und was nicht.

Sie müssen sich dessen bewusst sein, dass schlagfertige Antworten selten besonders nett sind. Wir wehren uns aufgrund unserer Erziehung oft schon automatisch dagegen „frech“ zu sein. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihr Gegenüber auf jede erdenkliche Weise beleidigen, bloßstellen oder runtermachen sollen.

Schlagfertigkeit ist nicht gemein oder brutal

Im Gegenteil: Schlagfertigkeit hat nichts mit Brutalität, Respektlosigkeit oder Gemeinheit zu tun. Das kann jeder. Ziel der Schlagfertigkeit ist es, seine eigene Souveränität zu wahren. Aber nicht auf Kosten der Souveränität anderer.

Um auf eine Wiese schlagfertig zu sein, die Ihnen bei anderen, und im besten Fall auch bei Ihrem Gesprächspartner, Respekt verschafft und Ihr Image verbessert, müssen Sie darauf achten, nicht verletzend zu sein. Begegnen Sie einer plumpen Beleidigung nicht mit einer ebensolchen.

Souverän sein ohne zu verletzen

Versuchen Sie es mit einer absurden Bemerkung, etwa indem Sie erwidern: „Oh hören Sie mal: die spielen unser Lied.“ Dadurch wahren Sie Ihre Souveränität ohne den anderen zu verletzen und ernten – im besten Fall von Ihrem Gegenüber – vielleicht auch noch ein paar Lacher.

Sie bringen zu Ausdruck, dass Sie die plumpe Beleidigung nicht verletzt hat und geben durch das spielerische Element, das in Ihrer Antwort liegt, dem anderen die Chance sich selbst auf die Ebene des Spiels zu retten. Denn anhaben, das haben Sie ja soeben klar gemacht, kann sie oder er Ihnen nichts.


Von einem der auszog das Fürchten zu lernen – 3/3: Konstruktiv Feedback annehmen

Sabine | Lanius, 23. 05. 2013:

Feedback geben ist nicht schwer. Feedback annehmen um so mehr. Es gibt ein schönes Zitat von Henry David Thoreau, dass die Problematik des Feedback-Annehmens verdeutlicht: “Zur Wahrheit gehören immer zwei, einer, der sie sagt, und einer der sie versteht.” Leitgedanken … Weiterlesen →


Schlagfertigkeit ist, was einem hinterher einfällt: Ohne Keule im Meeting-Raum

Wolfgang | Hanfstein, 31. 10. 2012:

Schlagfertigkeit ist das, was einem hinterher einfällt, hat einmal ein Kabarettist gesagt. Höchstens man lernt, die Situationen zu durchschauen und sich auf Querschläger gezielt vorzubereiten. Wie das geht, schreibt Dr. Ingeborg Rauchberger in ihrem Buch „Schlagfertigkeit war gestern.“ Ohne Keule … Weiterlesen →


Serie Schlagfertigkeit – 3/3: Der Schmale Grat

Cornelia | Topf, 06. 07. 2012:

Des einen Freud, des anderen Leid. Diese sprichwörtliche Weisheit trifft besonders auf sprachliche Auseinandersetzungen zu. Gelingt es die/den andere/n verbal zu „besiegen“, kann man sich über seine Gewitztheit und Überlegenheit freuen. Dem anderen bleibt oft nur der bittere Geschmack der … Weiterlesen →


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