Die ganze Serie →Management by Kumpel lesen!
Es ist ein Dilemma. Sind Sie als Führungskraft zu dominant, mag man Sie nicht. Sind Sie zu nett, setzen Sie sich nicht so leicht durch und die Mitarbeiter tanzen Ihnen auch Mal auf der Nase herum. Doch sind es wirklich diese beiden Extreme, die es so schwierig machen?
In Deutschland ist häufig Management by Kumpel anzutreffen, also ein relativ lockerer Umgang miteinander. Viele Duzen sich und man verhält sich im Alltag eher wie Kollegen als wie Chef und „Untergebener“. Das ändert sich bei größeren Unternehmen und bei älteren Führungskräften.
Autorität in Gefahr?
Doch auch da ist es keineswegs eine so strikte Führung per Anweisungen, wie es das in vielen anderen Ländern gibt. Dort ist die Hierarchie klar und die Dominanz wird ausgelebt und akzeptiert.
Management by Kumpel birgt Gefahren. Das zumindest befürchten viele, weil Sie Ihre Autorität gefährdet sehen. Einem Kumpel gegenüber sind schneller mal ein lockerer Spruch oder gar deutliche Worte gesagt.
Es lohnt sich, nett zu sein
Doch zahlreiche Untersuchungen zeigen: Menschen, die wir mögen, unterstützen wir lieber. Netten Chefs gegenüber steigt die Loyalität und das Engagement. Nett zu sein lohnt sich nicht für Chefs. So zeigen Untersuchungen, warum es sich lohnt nett zu sein. Hier vier Beispiele:
- Am Schalter wird Netten bei Problemen besser geholfen
- Ärzte kümmern sich länger und besser um nette Patienten
- Die Sympathie eines Politikers ist wahlentscheidender als politische Themen und Parteizugehörigkeit
- Richter entscheiden häufiger zugunsten der sympathischeren Partei
Ähnliches gilt auch für die Kommunikation und das Zusammenarbeiten von Chef und Mitarbeitern, wie Sie in den folgenden Teilen der Serie sehen werden!


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