Serie – Wenn der Prüfer zweimal klingelt: Wie schützen Sie sich vor einer Steuerprüfung? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Serie – Wenn der Prüfer zweimal klingelt: Wie schützen Sie sich vor einer Steuerprüfung?



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Heute komme ich zum Kern meiner Reihe, nämlich das was Unternehmen beim Thema Steuerprüfung am meisten interessiert: Wie kann ich mich eigentlich davor schützen, vom Finanzamt geprüft zu werden, wie kann ich vorbeugen? Denn es gibt bestimmte Maßnahmen, mit denen ein Prüfungsrisiko minimiert werden kann.


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Hier schreibt für Sie: Reinhard Schinkel ist laut Handelsblatt einer von Deutschlands besten Steuerberatern und Fachautor für Steuerrecht. Profil

Welche Situationen sollte man vermeiden?

Zunächst sollte man die besonderen Umstände/Anlässe kennen, unter denen das Finanzamt genauer hinschaut – und die daher typische Situationen sind, die man vermeiden sollt. Besondere Umstände bzw. Anlässe für eine Prüfung könnten sein:

  • Hohe Geldeinlagen in das Betriebsvermögen bei gleichzeitigem niedrigem Privatvermögen.
  • Verluste über mehrere Jahre.
  • Vermögenszuwachs ohne entsprechende Einnahmen.
  • Der Gewinn deckt nicht die normalen Lebenshaltungskosten.
  • Das Einkommen steht in keinem Verhältnis zum (kostspieligen) Lebensstil.
  • Der Gewinn entspricht nicht dem Branchendurchschnitt: Gewinnrichtsätze
  • Starke Umsatzschwankungen ohne erkennbaren Grund.
  • Einlage oder Entnahme von Immobilien (Immobilienbewertung) in bzw. aus dem Betriebsvermögen.
  • Aufgabe des Betriebes oder Änderung der Rechtsform.
  • Steuerliche Verpflichtungen werden nicht erfüllt bzw. nicht pünktlich, wie z.B. Umsatzsteuer-Voranmeldungen.
  • Vorherige Betriebsprüfungen führten zu erheblichen Steuernachzahlungen.

Achtung Risikoanalyse des Finanzamtes

Worauf sollte man als Unternehmer achten, um bei der sogenannten Risikoanalyse des Finanzamtes nicht aufzufallen?

  • regelmäßige Abgabe der Erklärungen und Gewinnermittlungen innerhalb des gesetzlichen Abgabezeitraumes
  • Keine auffällig hohen Steuernachzahlungen oder Erstattungen im Rahmen der Veranlagung

Tipps zur Risikominimierung

Was kann man noch tun, um eine Steuerprüfung zu vermeiden? Einige Tipps:

  • Zum Beispiel Umsatzsteuer, lieber eine korrigierte Umsatzsteuervoranmeldung für den Dezember des Jahres einreichen, als mit der Jahreserklärung die Forderung/ das Guthaben ausweisen
  • Zum Beispiel Einkommensteuer/Körperschaftsteuer/Gewerbesteuer
  • Frühzeitig Anpassungsanträge stellen bzw. bei hohen Nachzahlungen einen Antrag auf zusätzliche Zahlung (5. Vorauszahlung) stellen. Das hat auch den Vorteil einer eventuellen Verzinsungspflicht aus dem Wege zu gehen.
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