Die ganze Serie →Mediation statt Gerichtsverfahren lesen!
Mehr und mehr in den Focus der Öffentlichkeit rückt die Mediation. Eine Ursache liegt im aktuellen Gesetzgebungsverfahren. Das Mediationsgesetz hat seit Ende Juli 2012 Rechtskraft und bringt viele Neuerungen und Verbesserungen mit sich.

Mediation wird an Gewicht zunehmen
Die Mediation wird zukünftig auch an Gewicht zunehmen, weil viele Rechtschutzversicherungen in Ihren Klauseln aufnahmen bzw. aufnehmen werden, dass vor dem gefürchteten Apfelbaumstreit mit dem Nachbarn ein Mediationsverfahren durchgeführt wird.
Das bedeutet, dass vor vielen Zivilprozessen eine Vorinstanz – die Mediation – geschalten wird. Das geschieht einfach vor dem Hintergrund, die Gerichte zu entlasten und natürlich um Kosten zu sparen (für die Versicherungen).
Unternehmen: Runder Tisch statt Richter-Tisch
Auch namhafte Unternehmen der deutschen Wirtschaft (z.B. Deutsche Bahn, SAP, EON) haben die Kraft, den Sinn und Nutzen von Mediationsverfahren erkannt – aber natürlich auch deren Einsparpotentiale, die helfen, teuere, langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden.
Bereits 2008 haben Entscheidungsträger führender deutscher Unternehmen unter wissenschaftlicher Begleitung der Europa-Universität Viadrina einen “Runden Tisch für Konfliktmanagement und Mediation” etabliert.
Hier treffen sich die verschiedensten Unternehmen zu einem Erfahrungsaustausch über neue Konfliktstrategien und vor allem Lösungsstrategien. Dieser Runde Tisch wird vom Institut für Konfliktmanagement an der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder wissenschaftlich begleitet.
Was ist denn Mediation überhaupt?
Doch was bedeutet es eigentlich, ein Mediationsverfahren einzuleiten? Und was gehört dazu?
Die kurze Serie möchte sich mit der Mediation im Allgemeinen und besonderen beschäftigen. Es werden die Grundprinzipien der Mediation beleuchtet, der Ablauf eines Mediationsverfahrens geschildert und das neue Mediationsgesetz vorgestellt.

