Alle reden von viralem Marketing, alle naselang bekomme ich Links zu angeblich tollen Recruiting- und Marketing-Videos geschickt, die meist auch noch sehr teuer produziert sind. Dabei lässt sich ein viraler Effekt oft schon sehr einfacher und auch preisgünstiger erreichen: Nämlich schlicht mit einer guten, witzigen Idee. Kreativität statt Kohle!

Mir ist natürlich klar, dass Künstler Peter Pink keine Marketing-Aktion im Kopf hatte, als er seine Kartoffeln vor Mc Donalds am Hermannplatz in Berlin Neukölln aufstellte. Eher vermutlich eine Anti-McDonalds Aktion.
McDoof mag kein virales Marketing
Allerdings hat die witzige Aktion bei Facebook bislang gut 2000 Likes, wurde 644 mal geteilt und etwa 30 mal kommentiert, außerdem ist sie in diversen Blogs zu finden. McDonalds hingegen hat seinem Spitznamen McDoof alle Ehre gemach, wie der Fotograf bei Facebook erzählt:
“Die Aktion endete damit das eine Frau aus McDonalds rauskam und die Protesting Potatoes weg gekehrt hat. Sie sagte ‘Das geht hier nicht, mit den Kartoffeln.’ “
Das potential der Aktion nicht erkannt
Tja, McDonalds hat offenbar das virale Potential einer solchen Aktion nicht erkannt. Aus Künstler-Sicht kann man darüber wahrscheinlich froh sein. Aus Marketing-Sicht ist das einfach nur dämlich.
Offenbar drehte man lieber weiter aufwändig produzierte, langweilige Videos. Während sich der Rest der Welt über Kartoffeln amüsiert.


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