Serie – Management by Kumpel: Autorität trotz Nettigkeit

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Autorität lässt sich durchaus mit Nettigkeit und Sympathie vereinen. Das sind keine Gegensätze. Dazu ist es allerdings relevant, sich über die drei Arten der Autorität im Klaren sein.

Welche drei Arten von Autorität gibt es?

  1. Autorität kraft Amt – das ist die Weisungsbefugnis eines Vorgesetzten
  2. Autorität kraft Wissen – das ist die Koryphäe in ihrem Fach
  3. Autorität kraft Persönlichkeit – dazu braucht es kein Amt und keinen Experten-Status

Die drei Arten von Autorität sind miteinander vereinbar, das bedeutet, dass eine Koryphäe auch Führungskraft sein kann und dabei noch Charisma und Anerkennung als Person genießt. Die wertvollste Autorität ist die kraft Persönlichkeit.

Durch Auftreten und Persönlichkeit überzeugen

Ein Amt kann wieder genommen werden, die Koryphäe ist nur in ihrem Fachbereich relevant. Wer jedoch mit Auftreten und Persönlichkeit überzeugt, kann die Menschen überall für sich gewinnen.

Wer sympathisch auftritt, dem steht die Welt offen. Wer führen muss (oder besser: darf), der braucht zudem eine Methode, wie die Menschen ihn unterstützen und das Richtige ausführen. Druck führt zu Gegendruck und ist sicher nicht der richtige Weg.

Rhetorischen Optimierungsbedarf erkennen und handeln

Stattdessen ist es eine Frage der Persönlichkeit und deren Entwicklung. Dazu gehören meines Erachtens allen voran die kommunikativen und rhetorischen Fähigkeiten.

Und da liegt es bei vielen im Argen. Meist übrigens vor allem bei denen, die sich wenig Gedanken darüber machen. Das merke ich in meinen Seminaren und Coachings: diejenigen, denen bewusst ist, wie wichtig dieses Thema ist, kommen nicht nur zu mir oder meinen Kollegen, sie arbeiten bereits eine Weile an ihren Fähigkeiten und haben längst ein gewisses Niveau erreicht.

Hochmut kommt vor dem Fall

Diejenigen, die sich diesbezüglich selbst überschätzen, glauben, sie seien gut genug oder sehen die Notwendigkeit nicht („Es kommt doch auf das Was an, nicht auf das Wie“), und denken, nichts verbessern zu müssen.

Rhetorik heißt nicht nur Reden halten zu können. Rhetorik ist die Arbeit an Körpersprache, Stimme und Sprechweise, Ausdruck und Sprache. Insofern ist die Entwicklung rhetorischer Fähigkeiten echte Persönlichkeitsentwicklung und der beste Weg ein Gespür für den richtigen Auftritt und die richtigen Worte.

Auf das “WIE” kommt es an

Wer zu seinen Mitarbeitern einen guten UND einen funktionierenden Draht haben will, der braucht diese Fähigkeiten. Denn neben Sympathie spielt der Respekt eine gewichtige Rolle, um diese Autorität zu erlangen und vermitteln.

Und Respekt haben wir vor allem vor Vorbildern und Menschen, die sicher auftreten. Und letzteres ist wiederum etwas, was die Mitarbeiter in jedem Aspekt des Auftretens merken. Ist es eine gespielte Sicherheit, die auch mal zu hart oder gar arrogant rüber kommt?

Sympathie und Respekt sind keine Widersprüche

Oder steht da jemand zu seinen Worten und versteht es, diese Gedanken so zu vermitteln, dass die Mitarbeiter sie annehmen können und zu den ihren machen.

Sympathie und Respekt sind keine Widersprüche. Mit eloquentem Auftreten und einer souveränen Persönlichkeit gewinnen Sie Ihre Mitarbeiter kraft Persönlichkeit.


Serie – Management by Kumpel: Echtes Nettsein bringt Vorteile

Michael | Moesslang, 03. 04. 2012:

Nett sein hilft eigentlich in allen Lebenslagen. Doch es muss echt sein: Zwischen Chefs und ihren Mitarbeitern ist sicher eine engere und langfristigere Beziehung gegeben, als am Schalter, beim Arzt oder Richter. Um so besser kennt man sich und erkennt, … Weiterlesen →


Das 1×1 der Kommunikation für Führungskräfte: Vom Mitarbeiter zum Chef

Oliver | Ibelshäuser, 22. 05. 2013:

Wer vom Mitarbeiter zur Führungskraft aufsteigt, hat meist nur wenig Zeit, um sich in seine neue Rolle einzufinden, die jetzt an ihn gestellten Anforderungen kennenzulernen und ihnen gerecht zu werden. Wie gelingt der Sprung vom Mitarbeiter zu Führungskraft trotzdem? Vom … Weiterlesen →


Manager Zwischen Kuschelkurs und Kasernenhof-Ton: Plötzlich Chef – und nun?

Wolfgang | Hanfstein, 05. 06. 2012:

Was tun, wenn ein Kunde im Meeting tot umfällt? Wer auch nur ein paar Sprossen auf der Karriereleiter hochklettert, wird mit völlig neuen, bisher nie bekannten Problemen konfrontiert. Denn als Chef verzweifelt man plötzlich an notorischen Zuspät-Kommern, an halbfertigen Lösungen … Weiterlesen →


Meine Kolumne in der Welt über junge Führungskräfte: Druck erzeugt nur Gegendruck

Simone | Janson, 12. 04. 2013:

Was tut man, wenn man plötzlich zum Chef befördert wird? Einem Freund von mir ging es vor Jahren so. Dass er dann zu den Partys seiner Kollegen nicht mehr eingeladen wurde, kommentierte er lakonisch mit den Worten: “Damit muss man … Weiterlesen →


Serie – Management by Kumpel: Das Dilemma mit dem Nett-Sein

Michael | Moesslang, 02. 04. 2012:

Es ist ein Dilemma. Sind Sie als Führungskraft zu dominant, mag man Sie nicht. Sind Sie zu nett, setzen Sie sich nicht so leicht durch und die Mitarbeiter tanzen Ihnen auch Mal auf der Nase herum. Doch sind es wirklich … Weiterlesen →


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