Karriere machen, ohne sich zu verbiegen: Erfolg kraft Persönlichkeit – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Karriere machen, ohne sich zu verbiegen: Erfolg kraft Persönlichkeit



Diesmal ein Ratgeber mit dem Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung – und dem unmissverständlichen Rat: Bleib dir selbst treu, verbieg dich nicht für die Karriere, dann wirst du mehr Erfolg haben. Auch wenn der Weg anfangs schwieriger aussieht.

Wer sich anpasst, kommt weiter?

Lange hieß das Karriere-Credo, sich ein wenig verbiegen für die Karriere sei schon ok. Und wenn man sich die vielen Bücher anschaut, die es zum Thema „Sich richtig verkaufen in Vorstellungsgesprächen und/oder bei Bewerbungen“ gibt, dann sollte man meinen, die Schleimspur zum Erfolg sei noch lange nicht ausgetrocknet.

Doch es geht auch anders: „Persönlichkeit kommt weiter“ ist das Credo des erfahrenen Karriereberaters und Psychologen Christoph Burger. Denn Mitarbeiter mit der Hand an der Hosennaht und biegbarem Rückgrat machen heute keinen Stich mehr.

Persönlichtkeit, aber bitte nicht unbequem sein!

Allerdings meint „Persönlichkeit“ nicht „Querkopf“. Auch heute noch zählt, was der Chef sagt. Aber mindestens den kann man sich aussuchen. In „Karriere ohne Schleimspur“ skizziert Christoph Burger einen vielversprechenden ego-zentrischen Weg nach oben.

Burger verbindet in seinem Buch das Wissen über die „Karrieremechaniken“ mit guten Methoden zur Persönlichkeitsentfaltung. Damit schlägt er einen neuen Ton an. Zudem kann er mit seiner Erfahrung als Outplacementberater und Berater in Transfergesellschaften punkten.

Das Gesetz des Erfolgs

Burger kennt viele Lebensläufe, Einzelschicksale und Erfolgsgeschichten – und entdeckte so mit der Zeit, dass hinter Erfolg und Misserfolg auch gewisse, immer wieder kehrende Gesetzmäßigkeiten stecken.

Deren Wichtigste lautet, sich selbst ernst und wichtig zu nehmen. Und sich zu erkunden. Burger bietet dafür einige praktische Übungen und Tests an. Zum Beispiel die Übung, sich den 80. Geburtstag haargenau vorzustellen.

Selbsterkenntnis statt eiserner Wille

Beispielsweise in Indien oder im Schwarzwald, in einem kleinen Haus oder in einer Villa, alleine oder im großen Familienkreis? Wer Letzteres wünscht, muss zum Beispiel rechtzeitig für Nachwuchs sorgen.

Damit will er auch einen Unterschied zu der oft propagierten Methode markieren, mit eisernem Willen und klaren Zielen zum Erfolg zu kommen. Das hat überhaupt keinen Sinn, so Burger, wenn Ziele und vermeintlicher Wille an dem vorbei gehen, was einen Menschen überhaupt ausmacht.

Ziele setzen erst im zweiten Schritt

Umgekehrt wird aber ein Schuh draus. Wer seine Stärken, Schwächen und Vorlieben (er)kennt (was die Auseinandersetzung mit sich selbst voraussetzt), wird auch Chancen und Möglichkeiten erkennen, die sich immer wieder ergeben.

Und wird in der Lage sein, erstrebenswerte Ziele immer klarer zu sehen. Und das ist mithin die Grundlage dafür, sich im Job nicht verbiegen zu lassen, sondern den Platz zu finden, an dem die eigenen Talente auch zur Entfaltung kommen können.

Der Chef hat immer recht. Aber wer ist der Chef?

Das setzt aber noch lange nicht die Karrieremechaniken außer Kraft. Sie werden nur anders interpretiert. Beispiel: „Der Chef hat immer recht“. Eine unumstößliche Regel. Aber auch eine Regel, die nicht dazu führen darf, zu buckeln.

Burger rät, entweder Einsicht in die Situation zu entwickeln, in der auch der Chef steckt (auch der hat einen Chef) – oder sich einen anderen Job zu suchen. Und auch dafür hat er die passenden Methoden parat.

Fazit

Ein Karriereratgeber, der die Entwicklung bzw. Erkenntnis der eigenen Persönlichkeit ins Zentrum rückt. Und dann die Methoden zeigt, die nicht unbedingt „nach oben“ führen, aber dafür dahin, wo man am besten hinpasst.

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Hier schreibt für Sie: Wolfgang Hanfstein ist u.a. Mitbegründer und Chefredakteur von Managementbuch.de, der führenden Buchhandlung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbständige. Profil


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